U18-Mädchen beweisen tolle Moral25. Juli 2014

Die Serie hält! Die deutschen U18-Mädchen haben den vierten Sieg in Folge bei der B-Europameisterschaft in Rumänien eingefahren. Im ersten Spiel der Platzierungsrunde um die Ränge 9 bis 11 besiegte die Mannschaft von Stefan Mienack Bosnien und Herzegowina nach tollem Comeback in einem dramatischen und hochklassigen Spiel mit 68:65 (20:23, 12:14, 16:16, 20:12). Alles überragende Spielerin auf deutscher Seite war Luana Rodefeld mit 22 Punkten. Am Sonntag trifft die DBB-Auswahl im letzten Spiel des Turniers auf die Ukraine (17.00 Uhr deutscher Zeit).

Luana Rodefeld, Paulina Körner, Maj vom Hofe, Patricia Broßmann und Lisa Janko begannen die Partie für die DBB-Auswahl. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass hier eine enge und umkämpfte Partie bevorsteht. Beide Teams trafen zu Beginn hochprozentig aus dem Feld, die Defense der Mannschaften fand noch kein Mittel. Nach gut zwei Minuten führte die deutsche Mannschaft mit 8:7, musste aber kurz darauf den ersten Dämpfer einstecken. Bosnien und Herzegowina übernahm die Führung, die sie für lange Zeit durch die Partie tragen sollte (9:15, 5. Minute). Luana Rodefeld verkürzte zwar per Dreier zunächst, aber der Rückstand blieb konstant zwischen zwei und vier Punkten. 90 Sekunden vor Ende des ersten Viertels glichen Maj vom Hofe und Sarah Stock (Foto) die Partie zum 20:20 aus, im Gegenzug allerdings antwortete Bracaninovic per Dreier, der den 20:23-Rückstand der ING-DiBa-Korbjägerinnen markierte.

Im zweiten Abschnitt beruhigte sich die Partie leicht, die Defense-Reihen standen nun sicherer. Deutschland hatte zwar klare Vorteile in der Rebound-Statistik, konnte diese aber aufgrund der niedrigeren Feldwurf (34 Prozent)- und Freiwurf (4/8)-Quote nicht für sich nutzen. Die Gegnerinnen bauten den Vorsprung zunächst auf fünf Punkte aus (22:27, 13. Minute), konnte sich aber keinen entscheidenden Vorteil verschaffen. Die deutsche Mannschaft blieb zäh und hielt den Rückstand bis in die Halbzeitpause bei maximal fünf Punkten. Beim Halbzeitstand von 32:37 war aus deutscher Sicht noch alles möglich.

Bosnien und Herzegowina erwischte aber den wesentlich besseren Start in die zweite Hälfte. Markovic per Freiwürfe und Delic mit einem Dreier erhöhten erstmals auf eine Zehnpunkte-Führung (42:32). Die deutsche Mannschaft konnte in den ersten vier Minuten des dritten Viertels nicht punkten und musste froh sein, dass der Gegner in dieser Phase nicht für eine Vorentscheidung sorgte. Rodefeld, Stock und Broßmann verkürzten 15 Minuten vor dem Ende auf 37:44, plötzlich wirkten die deutschen Angriffe wieder strukturierter. Nach Körners Korbleger in der 28. Minute betrug der Rückstand sogar nur noch drei Punkte. Bosnien und Herzegowina schlug zurück und lag vor dem Schlussviertel mit 53:48 in Führung.

Die Hoffnung auf die Wende in diesem Spiel bekam durch einen Dreier von der überragenden Luana Rodefeld neue Nahrung (53:55). Rodefeld war es auch, die exakt fünf Minuten vor dem Ende den Ausgleich zum 58:58 brachte – erneut per Dreier (58:58). Nun wurde die Partie endgültig zum Thriller. Bosnien und Herzegowina legte immer wieder vor, Deutschland zog aber ebenso immer wieder gleich (62:62, 37.). Zwei Minuten vor dem Ende brachte – natürlich – Rodefeld die deutsche Mannschaft erstmals seit dem ersten Abschnitt erneut in Führung (64:62). Nun war die deutsche Mannschaft nicht mehr aufzuhalten. Sarah Stock erhöhte kurze Zeit später auf 66:62. Die Ereignisse überschlugen sich jetzt: Delic verkürzte per Dreier, Zdravevska stellte im Gegenzug wieder eine kleine Lücke her (68:65). Mit noch zwölf Sekunden auf der Uhr bei eigenem Angriff hatte Bosnien und Herzegowina zumindest noch die Overtime in der eigenen Hand. Am Ende einer hektischen Schlussphase rettete die DBB-Auswahl den Sieg aber über die Zeit und darf sich große Hoffnungen auf den 9. Platz machen.

Bundestrainer Stefan Mienack war nach dem großen Kampf aus dem Häuschen: “Das war heute eine außergewöhnliche Leistung gegen einen wirklich überragenden Gegner. Am Ende hatten wir, glaube ich, den längeren Atem und mehr ans uns geglaubt. Das war eine überragende Teamleistung, der Support innerhalb der Mannschaft, vom Staff und auch von Spielerinnen, die nicht so viel spielen, ist unglaublich. Das hat heute den Ausschlag gegeben. Wir treffen nun auf eine bärenstarke Mannschaft aus der Ukraine, die sechs Spielerinnen haben, die von der U20-A-Gruppen-EM kommen. Wir brauchen jetzt unbedingt den freien Tag zur Regeneration und werden dann nochmal alles herausholen.”

Für Deutschland spielten:

Lucy Reuß (BSG Basket Ludwigsburg), Luana Rodefeld (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen, 22), Paulina Körner (RheinStars Köln, 11), Jennifer Crowder (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, dnp), Sarah Stock ( TG Neuss, 9), Lena Wenke (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, dnp), Maj Vom Hofe (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, 3), Flavia Behrendt (Wolfpack Wolfenbüttel, dnp), Patricia Broßmann (TuS Lichterfelde, 7), Lisa Janko (Rhein-Main Baskets, 10), Laura Zdravevska (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen, 6), Franziska Riedmann (Main Sharks Würzburg).

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