U18-Damen kommen gegen Serbien und Montenegro unter die Räder21. Juli 2006

DBB-Team kommt im EM-Auftaktspiel überhaupt nicht in Tritt

Die deutsche U18-Nationalmannschaft weiblich hat ihr erstes Spiel bei der Europameisterschaft auf Teneriffa/Spanien verloren. Gegen Titelverteidiger Serbien und Montenegro unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Reiner Chromik deutlich mit 27:79 (6:24, 4:13, 8:24, 9:18). Dennoch, in den nun kommenden Spielen gegen Ungarn und Weißrussland werden der DBB-Auswahl durchaus Chancen eingeräumt, scheint doch Serbien und Montenegro die Übermannschaft dieser Vorrundengruppe zu sein.

Übernervös und mit drei schnellen Ballverlusten startete die deutsche Mannschaft in das Spiel. Nach 90 Sekunden sah sich Reiner Chromik beim Stand von 0:6 gezwungen, seine Mädchen mit einer Auszeit wach zu rütteln. Doch das Unheil nahm zunächst weiter seinen Lauf (0:10, 3. Min.), ehe Franziska Wenzel (Foto) für die ersten deutschen Punkte sorgte. Serbien und Montenegro behauptete den Vorsprung, dominierte von Anfang an ganz eindeutig (5:17, 7. Min., 6:21, 9. Min.). Besonders die 190 cm große Jelena Milovanovic war von der deutschen Verteidigung nicht in den Griff zu bekommen (11 Punkte bis dato), außerdem war die Zahl der Ballverluste viel zu hoch (zwölf im 1. Viertel). Die DBB-Auswahl hatte im 1. Viertel nur 20 Prozent ihrer Wurfversuche getroffen (6:24), während dem Gegner 50 Prozent gestattet wurden.

Überfordert wirkte das deutsche Team auch im 2. Viertel. Erst Jenny Sommer gelangen nach fünf Minuten die nächsten Punkte für die DBB-Auswahl in einem schon zu diesem Zeitpunkt entschiedenen Spiel (8:30). Deutlich war den deutschen Damen anzumerken, dass sie aufgrund des immensen Verletzungspechs während der gesamten Vorbereitung nicht eingespielt waren. Dazu muss wohl oder übel jetzt die EM herhalten. In der Folge wurde die Verteidigung etwas stabilisiert, im Angriff lief hingegen überhaupt nichts zusammen. 3 von 18, so die vernichtende Wurfquote zum Seitenwechsel (10:37, 20. Min.).

Schon nach 22 Minuten (10:45) war klar, dass die größte Aufgabe des Trainergespanns Chromik/Marc Köpp nach dem Spiel sein würde, die Spielerinnen nach dem Debakel wieder aufzurichten. „Runterschlucken und weitermachen“ sollte das Motto lauten. Während Serbien und Montenegro auch ncht gerade überragend agierte, funktionierte in der deutschen Mannschaft weiterhin rein gar nichts, die Wurfquote sank ins Unerträgliche (6 von 34, 18:61, 30. Min.). Kaum Änderungen brachte das Schlussviertel, in dem auch der Favorit nicht mehr tat als unbedingt nötig und alle Spielerinnen einsetzte. So musste das DBB-Team in die 27:79-Niederlage einwilligen.

Deutschland
Stina Barnert (SC Alstertal-Langenhorn, 3), Nicole Dietz (SV Halle), Nadja Heuschkel (Chemnitzer Basketgirls), Charlotte Höre (USC Freiburg), Friederike Kröger (TSG Bergedorf, 4), Tina Menz (TuS Jena, 3), Tanja Schäffner (TuS Jena), Lina Schiffer (SV Union Opladen), Jenny Sommer (TuS Lichterfelde/BG Zehlendorf, 8), Janina Thurau (TuS Lichterfelde/BG Zehlendorf), Janina Wellers (Osnabrücker SC, 4), Franziska Wenzel (TuS Lichterfelde/BG Zehlendorf, 5).

Die nächsten Spiele
Samstag, 22. Juli, 19.15 Uhr, gegen Ungarn
Sonntag, 23. Juli, 21.30 Uhr, gegen Weißrussland

Live Score, Statistiken, Ergebnisse und vieles mehr unter www.fibaeurope.com

Weitere News

27. Mai 2017

NBBL/JBBL TOP4: Finalpaarungen stehen fest

Frankfurt, ALBA, FC Bayern München und IBAM im Finale

26. Mai 2017

DBB trauert um Andreas Dienst

NBV-Präsident plötzlich verstorben

26. Mai 2017

Der Nachwuchs sucht seine Meister

NBBL/JBBL-TOP4 am Wochenende in Frankfurt