U18-Damen bei der EM mit Überraschung?5. Juli 2004

Olaf Stolz setzt auf Trance-Zustand

„Das Erreichen des Viertelfinales wäre für uns schon ein Riesenerfolg.“ Für die am 7. Juli beginnende Europameisterschaft der U18-Damen in Bratislava/Slowakische Republik hat Bundestrainer Olaf Stolz für sich und sein Spielerinnen ein bescheidenes Ziel formuliert. Trotz der überzeugenden Qualifikation sieht er sein Team eher in der Außenseiterrolle: „Mit Russland, Ungarn, der Ukraine, Jugoslawien und Weißrussland haben wir ausschließlich osteuropäische Mannschaften in der Gruppe. Die haben alle sehr erfahrene Spielerinnen in ihren Reihen. Das wird hart.“

Chancenlos sind die Deutschen Damen aber keineswegs: „Wenn wir den nötigen Druck in der Verteidigung aufbauen können und konzentriert agieren, ist das Viertelfinale drin.“ Der Bundestrainer muss auf einige Spielerinnen verzichten, die sich aufgrund ihrer langen Saison „ausgebrannt“ fühlen. Trotzdem hofft er, mit einer 10-11er Rotation spielen zu können. Immerhin bestreitet die U18 fünf Spiele in sechs Tagen.

Die hohe Belastung könnte nebenbei aber auch einen positiven Effekt haben, denn „so ein Turnier wird oft zum Selbstläufer. Wenn der Kopf stimmt und es gut läuft, ist man jederzeit in der Lage, die Leistung abzurufen und sich in eine Art Trance zu spielen“.

Bei der Zusammenstellung des Kaders vertraut der Bundestrainer auf eine gesunde Mischung von „jungen“ und „erfahrenen“ Spielerinnen. Kopf und Kapitain der Mannschaft ist die 18-jährige Aufbauspielerin Katrin Hübner vom SV Halle. „Sie ist unglaublich athletisch und kann ausnahmslos mit den besten Spielerinnen dieses Turniers mithalten.“

Aber ebenso wird es natürlich auf die Erfahrung und Klasse von anderen Schlüssel-Spielerinnen, wie beispielsweise Aufbauspielerin Mandy Hänel oder Centerin Katharina Fikiel, ankommen. Den Weg ins Viertelfinalefinale sieht Coach Olaf Stolz vor allem in den Spielen gegen Weißrussland und Ungarn, obwohl „dieses Euro sehr ausgeglichen ist. Alles ist möglich“.

Kader für die Europameisterschaft:

Katrin Hübner (SV Halle)
Laura Mussgnug (TSV Nördlingen)
Romy Bär (Chemnitzer Basketgirls)
Lea Mersch (Paderborn Baskets)
Katharina Schnitzler (ASC Mainz)
Jessica Feike (New Basket Oberhausen)
Mandy Hänel (BG Rentrop Bonn)
Jana Heinrich (Chemnitzer Basketgirls)
Magdalena Jedrkowiak (TuS Lichterfelde)
Pia Schiffer (New Basket Oberhausen)
Claudia Scholz (USC Magdeburg / SV Halle)
Katharina Fikiel (USC Freiburg)

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