Deutsche U18-Mädchen verlieren Krimi in Eilat11. Juli 2009

70:72-Niederlage gegen Ungarn in der Verlängerung – Deutschland spielt morgen um Platz 3
In einem spannenden Halbfinale haben die U18-Mädchen des Deutschen Basketball Bundes gegen Ungarn mit 70:72 (15:19, 16:16, 14:15, 18:13, 7:9) denkbar knapp verloren. Damit steht die Mannschaft von Bundestrainerin Alexandra Maerz morgen im kleinen Finale und spielt morgen um 16 Uhr gegen den Verlierer der Begegnung Israel gegen Slowenien.

Das Halbfinale in Eilat begann ausgeglichen: beide Mannschaften präsentierten sich souverän, so dass es nach vier gespielten Minuten 6:6 unentschieden stand. Nach einem Dreipunktewurf von Svenja Bruckhorst (Foto FIBA Europe) führte Deutschland erstmals nach sieben Minuten mit 15:10 und hatte sich ein bisschen abgesetzt. Doch Ungarn beantwortete die deutsche Führung mit neun Punkten in Folge in den letzten drei Minuten des Viertels. So lag die Mannschaft von Bundestrainerin Maerz nach zehn Minuten mit 15:19 zurück.

Punkte von Schaake und ein Drei-Punkt-Spiel von Sonja Greinacher brachten dann den erneuten Führungswechsel zu Gunsten der ING-DiBa-Korbjägerinnen. In der Folgezeit entwickelte sich ein offenes Spiel, bei dem beide Mannschaften mit hoher Intensität spielten. Keine Mannschaft konnte sich nennenswert absetzen. Nach 16 Minuten lag Deutschland knapp mit 24:25 im Hintertreffen. Die DBB-Mädchen haderten in dieser Phase etwas mit ihren Wurfchancen und so setzten sich die Ungarinnen leicht ab (24:31 aus deutscher Sicht, 18. Min.). Kurz vor der Halbzeitpause gelangen Brunckhorst und Gaudermann wichtige Punkte, die Deutschland wieder auf 31:35 heranbrachten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang zunächst beiden Mannschaften keine erfolgreiche Aktion in der Offensive. Bei der ungarischen Mannschaft platze der Knoten nach drei gespielten Minuten zuerst: mit acht Punkten, die zwischenzeitlich von Gaudermann beantwortet wurden, verschafften sich die Ungarinnen zunächst etwas Luft. Die Bundestrainerin reagierte beim Stand von 33:43 mit einer Auszeit und zeigte ihrer Mannschaft die bestehenden Möglichkeiten in der Offensive auf. Vier Minuten vor dem Ende des dritten Viertels hatte Deutschland den Rückstand nach Punkten von Schaake und Gaudermann halbiert. Gaudermann war es dann auch, die noch einen Dreier draufsetzte, sodass Ungarn seinerseits mit einer Auszeit reagierte (43:45, 28. Min.). Bis zum Ende des dritten Viertels stellte Ungarn den Fünf-Punkte-Abstand wieder her (45:50).

Mit einem für die deutschen Mädchen schmerzhaften Dreier durch Raksanyi begannen die letzten zehn Minuten. Nach weiteren Punkten der Ungarinnen war Deutschland wieder mit zehn Punkten hinten (45:55, 32. Min.), zeigte aber enormen Kampfgeist und gestaltete die Partie nach Punkten von Brunckhorst und Greinacher wieder ausgeglichener (54:59, 37. Min.). Brunckhorst verwandelte ein ganz wichtiges Drei-Punkt-Spiel und verringerte den Rückstand auf zwei Punkte. Die Begegnung war nun an Spannung kaum zu überbieten. Sarah-Marie Frankenberger ließ sich davon aber überhaupt nicht beirren und verwandelte eine Minute vor Schluss zwei Freiwürfe zum 59:59-Ausgleich. Doch auch Ungarn traf unmittelbar danach beide Freiwürfe und so wechselte die Führung erneut. Schaake traf einen Wahnsinns-Dreier zur 62:61-Führung 48 Sekunden vor dem Ende der Partie. Das DBB-Team hatte mit vier Freiwürfen die Entscheidung in den Händen, vergab jedoch drei und fing sich 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Korbleger der Ungarinnen – der erneute Ausgleich (63:63) und Verlängerung.

Die Verlängerung war ebenso wie die vorherigen vier Spielabschnitte ein offener Schlagabtausch zweier ebenbürtiger Mannschaften. Ungarn setzte sich zwischenzeitlich auf 70:65 ab, Greinacher und Schaake sorgten für den erneuten Ausgleich im Krimi von Eilat. Dann traf Ungarn zwei Freiwürfe zum 70:72, die den Endstand bedeuteten. Ein ganz bitteres Ende für die deutschen U18-Mädchen, die nach großem Kampf knapp unterlegen waren. 

Für Deutschland spielten:

Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 12 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists), Sarah-Marie Frankenberger (ASC Theresianum Main, 4 / 3 / 2), Julia Gaudermann ( TSV Grünberg / Marburg Dolphins, 12 / 1 / 2), Sonja Greinacher (ETB SW Essen, 19 / 11 / 4), Mara Greunke (TV Langen/Rhein Main Baskets), Emina Karic (Herner TC, – /  4 / -), Jenny Menz (TuS Jena, – / 2 / -), Jana Meyer (SV Union Opladen / BBZ Leverkusen), Finja Schaake (TSV Grünberg / Marburg Dolphins, 21 / 2 / 1), Christina Schnorr (Chemnitzer Basketgirls, 2 / 6 / 1), Sabrina Ochs (TuS Alstertal-Langenhorn/ Rist Wedel) und Danina Skrobek (ETB SW Essen / Union Opladen). 

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