B-EM: U18-Mädchen nicht in TOP821. Juli 2014

Die deutschen U18-Mädchen haben bei der B-Europameisterschaft in Oradea/RUM aller Voraussicht nach die Runde der besten acht Teams verpasst. Durch den überraschenden 46:44-Erfolg von Estland gegen Lettland wäre heute ein Sieg gegen Estland mit mindestens elf Punkten Differenz nötig gewesen, um sicher weiterzukommen. Das schaffte die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Mienack trotz einer guten Leistung nach dem Seitenwechsel aber nicht: 49:48 (12:14, 9:17, 16:8, 12:9) lautete der Endstand nach 40 Minuten. Irland unterlag im abschließenden Spiel gegen Lettland mit 44:70, damit spielt das deutsche Team um die Plätze 9-17 und kann nicht mehr in die A-Gruppe aufsteigen.

Es war klar, dass es eine sehr schwierige Aufgabe würde, gegen Estland so deutlich zu gewinnen. Luana Rodefeld, Paulina Körner (Foto), Maj Vom Hofe, Patricia Broßmann und Lisa Janko gingen dennoch voll motiviert in die Partie. Der Willen, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen, war deutlich zu spüren (6:6, 3. Min.). Power Forward Kadri Uiga und Small Forward Kadri Lass machten der deutschen Verteidigung Probleme (6:11, 6. Min.), aber die DBB-Crew hielt vornehmlich durch die stark beginnenden Broßmann und Körner dagegen (12:12, 7. Min.). Es blieb bis zum Viertelende eine Partie auf Augenhöhe, Deutschland hatte sich noch alle Chancen offen gehalten (12:14).

Es musste darum gehen, die Estinnen auf keinen Fall ziehen zu lassen. Doch das gelang zu Beginn des zweiten Spielabschnitts nicht. 15:24 hieß es nach 15 Minuten. Man hatte dem Gegner u.a. zwei Dreier gestattet und der gegnerische Korb war bei den eigenen Wurfversuchen wie vernagelt. Nach einem weiteren Dreier der Estinnen zum 17:27 versuchte Mienack den negativen Lauf mit einer Auszeit zu stoppen (17. Min.). Aber Estland kontrollierte die Begegnung in diesen Minuten eindeutig und ließ bis zum Gang in die Kabinen kein deutsches Comeback zu (21:31). Der Traum der DBB-Mädchen schien früh beendet.

Zu Beginn beging Uiga ihr viertes Foul, was den ING-DiBa-Korbjägerinnen wieder ein bisschen Mut machte. Aber die Wurfquote war mittlerweile auf 20 Prozent abgesunken (7/35). So waren die Estinnen in einer recht niveauarmen Partie, in der beide Teams nun kaum zu Punkten kamen, bis dahin nicht gefährdet (23:34, 24. Min.). Deutschland mobilisierte noch einmal alle Kräfte und kam durch Lena Wenke nach 26 Minuten zum 28:36. Sarah Stock traf per “and one” zum 31:36 eine Minute später und Janko besorgte sogar das 33:36 noch eine Minute später: Deutschland war wieder im Spiel. Erneut war Janko zur Stelle, die einen 9:0-Lauf vollendete, und es hieß 35:36 (29. Min.), ehe Estland wieder zu Punkten kam. Nach 30 Minuten war noch nichts verloren für die DBB-Mädchen (37:39).

Zumindest ein Sieg sollte jetzt her, um die Chance auf ein Weiterkommen einigermaßen realistisch zu halten. Beide Teams vergaben jetzt gleich reihenweise ihre Würfe, bis Wenke zum Ausgleich traf (33. Min.). Deutschland mühte sich wie auch Estland weiter mit einer mageren Wurfquote durch das Spiel, war aber auch nach 35 Minuten noch voll dabei (43:43). Körner machte das 45:43, Estland wackelte jetzt (48:43, 37. Min., Broßmann). Die DBB-Mädchen waren drauf und dran, doch noch den nötigen Abstand herauszuwerfen, aber dann folgten drei Fehlwürfe in Folge. Mienack nahm beim Stand von 49:45 zwei Minuten vor dem Ende eine Auszeit. Broßmann schied mit fünf Fouls aus und Estland verkürzte auf 49:47 (1´19). 16 Sekunden vor Schluss wurden Estland zwei Freiwürfe zugesprochen: nur ein Treffer, 49:48. Nach einem Ballverlust foulte Deutschland bei noch fünf Sekunden auf der Uhr, doch die Estinnen vergaben beide Freiwürfe und es blieb beim 49:48.

“Wir waren kurz vor Schluss nahe dran, hatten dann aber ein paar unglückliche Aktionen. Dann haben wir auf Verlängerung gespielt, um in den zusätlichen fünf Minuten noch einmal alles zu versuchen. Aber Estland hat das auch verstanden. Letztlich war die Hypothek aus dem ersten Spiel gegen Lettland zu groß. Auch heute hat uns in der ersten Hälfte das Selbstvertrauen gefehlt. Jetzt wäre es eine Riesen-Überraschung, wenn Irland gegen Lettland gewinnt, aber bei Irland ist alles möglich”, wollte der Bundestrainer noch nicht alle Hoffnung aufgeben.

Für Deutschland spielten:
Lucy Reuß (BSG Basket Ludwigsburg), Luana Rodefeld (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen), Paulina Körner (RheinStars Köln, 14), Jennifer Crowder (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, dnp), Sarah Stock (TG Neuss, 3), Lena Wenke (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, 4), Maj Vom Hofe (BG 74 Veilchen Ladies Göttingen, 6), Flavia Behrendt (Wolfpack Wolfenbüttel, 2), Patricia Broßmann (TuS Lichterfelde, 14), Lisa Janko (Rhein-Main Baskets, 6), Laura Zdravevska (Bender Baskets Grünberg / Team Mittelhessen), Franziska Riedmann (Main Sharks Würzburg).

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