B-EM: U18-Mädchen unterliegen Slowenien12. August 2008

Damit Chance auf das Halbfinale und eventuellen Aufstieg in die A-Gruppe fast verspielt – Wieder katastrophale Wurfquote

Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Mädchen hat bei der B-Europameisterschaft in Skopje/Mazedonien gegen Slowenien mit 50:78 (11:17, 15:11, 10:24, 14:26) verloren und damit aller Voraussicht nach die Chance auf das Halbfinale und den eventuellen Aufstieg in die A-Gruppe verspielt. Lediglich bei einem Sieg Estlands gegen Griechenland heute Abend bestehen noch Aussichten, wenn man morgen klar gegen Estland gewinnen sollte.

2:7, so lautete der Spielstand nach drei Minuten, in denen die deutschen Mädchen zwar bereits sechs Mal aus dem Feld auf den slowenischen Korb geworfen hatten, allerdings nur an der Freiwurflinie durch Svenja Brunckhorst erfolgreich gewesen waren. Bundestrainer Reiner Chromik nahm eine frühe Auszeit. Ohne Wirkung, denn der erste Feldkorb des DBB-Teams fiel erst nach fast sieben Minuten zum 6:12 durch Pia Mankertz. Sollte erneut eine indiskutable Wurfquote alle Siegchancen zunichte machen? Immerhin trafen die DBB-Mädchen hundertprozentig von der Freiwurflinie (7/7 im 1. Viertel) und blieben somit in Reichweite der Sloweninnen (11:17). Die ernüchternde Wurfquote aus dem Feld bis dahin: 2 von 15.

Auch Slowenien riss in Sachen Treffsicherheit keine Bäume aus, kontrollierte das Spiel aber auch im 2. Viertel zunächst recht sicher. Deutschland musste immer einem Rückstand von vier bis acht Zählern hinterher laufen, war damit aber auch nicht gänzlich aus dem Spiel, da man die Reboundhoheit innehatte (19:11 nach 14 Minuten). Durch einen Lauf des Gegners geriet das deutsche Team dann binnen weniger Augenblicke erstmals zweistellig in Rückstand (15:26, 16. Min.), konterte jedoch durch vier Punkte in Folge von Leonie Bleker (Foto). Die Centerin punktete weiter und traf dann auch zum 26:28 drei Sekunden vor dem Seitenwechsel. Der Einstellung der DBB-Auswahl, die allen Widrigkeiten zum Trotz unverdrossen weiter kämpfte, durfte man jetzt großes Lob zollen.

Nach der Pause traf Sloweniens Shooting Guard Ines Kerin zwei schnelle Dreier und brachte die deutsche Mannschaft damit wieder deutlicher ins Hintertreffen (28:38, 24. Min.). Wieder gingen serienweise deutsche Würfe nicht in den gegnerischen Korb, zumindest nicht aus dem Feld, denn an der Freiwruflinie blieb das Chromik-Team bis zu diesem Zeitpunkt sehr stark (12/13). Doch noch nicht ein deutscher Dreier war auf dem Anschreibebogen notiert worden. Beide Mannschaften überboten sich jetzt im Auslassen von Chancen, minutenlang änderte sich nichts am Ergebnis. Als Pia Mankertz nach 27 Minuten endlich den ersten deutschen Dreier versenkte, keimte beim 33:38 wieder Hoffnung auf. Doch wie schon so oft in diesem Spiel hatte Slowenien eine Antwort parat: 33:44 nach zwei Dreiern in Folge (28. Min.). Noch einmal versuchte es Chromik mit einer Auszeit. Die bereits mit vier Fouls belastete Mankertz traf einen weiteren Dreier, aber bis zum Viertelende wuchs der Rückstand weiter an (36:52).

Nach den ersten beiden Würfen der Sloweninnen im Schlussabschnitt durch Nika Baric war das Spiel entschieden (36:57, 32. Min.). Beide Teams taten sich nicht mehr „weh“ und setzten auch die Bankspielerinnen verstärkt ein. Bemerkenswert vielleicht noch, dass Sloweniens Trainer zwei Auszeiten in kurzer Folge nahm, da ihm das nun lasche Auftreten seiner Spielerinnen so gar nicht gefallen mochte (45:63, 36. Min.). An der deutlichen Niederlage für die deutschen Mädchen gab es aber nichts zu rütteln.

Weitere Informationen zur U18-Nationalmannschaft finden Sie auf der Turnierhomepage.

Für Deutschland spielten:
Stephanie Eitel (BSG Ludwigsburg), Stephanie Wagner (TV Langen, 2), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 4), Franziska Steiner (TS Jahn München, 2), Pia Mankertz (SC Alstertal-Langenhorn/SC Rist Wedel, 15), Danina Skrobek (ETB SW Essen, 4), Carolin Riehle (USC Freiburg, 1), Jenny Menz (TuS Jena, 2), Leonie Bleker (RC Borken/NB Oberhausen, 12), Carlina Haas (TS Jahn München, 1), Emina Karic (Herner TC, 7) und Mara Greunke (TV Langen).

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