U17-Team siegt nach Kraftakt gegen Korea7. Juli 2010

Deutschland sichert Viertelfinaleinzug – Freitag um 19 Uhr gegen Litauen

Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat ihr letztes Vorrundengruppenspiel gegen Korea mit 78:68 (17:29, 14:11, 19:8, 28:20) gewonnen. Dabei bedurfte es eines Kraftaktes in der zweiten Halbzeit, um nach der Pause einen Neun-Punkte-Rückstand aufzuholen. Durch den Erfolg hat das Team von Bundestrainer Frank Menz nach Abschluss der Vorrundengruppe B drei Siege und nur zwei Niederlagen auf dem Konto und steht damit im am Freitag ausgetragenen Viertelfinale der FIBA U17-Weltmeisterschaft. Um 19 Uhr trifft die deutsche Mannschaft in der Sporthalle den Gruppenzweiten der Vorrundengruppe A Litauen.

Bundestrainer Frank Menz schickte Anselm Hartmann, Besnik Bekteshi, Jakob Krumbeck, Julius Wolf und Bogdan Radosavljevic als Starter in die Partie. Wie bereits in den anderen Vorrundenspielen legte Korea ein hohes Tempo an den Tag und agierte vor allem im Abschluss extrem schnell. Durch die schnelle und teils hitzige Spielweise entwickelte sich in den Anfangsminuten ein umkämpftes Spiel (7:8, 3. Minute). Besnik Bekteshi und Jakob Krumbeck attackierten immer wieder die Ball-Raum-Verteidigung Koreas um für Deutschland zu punkten. Auf der Gegenseite hatte Kim Hyeongjun ein heißes Händchen, versenkte jeden seiner drei Dreierversuche und kam allein im ersten Viertel auf starke 17 Zähler. Insgesamt traf das Team aus Fernost im ersten Abschnitt sehr gut aus der Distanz (fünf von sechs Distanzversuchen). Nach den ersten zehn Minuten lag das DBB-Team mit 17:29 zurück.

Deutschland bemühte sich ab dem zweiten Viertel vermehrt darum, das Tempo unter Kontrolle zu bekommen. Die Mannschaft von Frank Ment stand in der eigenen Hälfte nun zwar besser, im Angriff jedoch wollte immer noch kein richtiger Spielfluss zustande kommen. Pässe über die gesamte Verteidigung Koreas hinweg kamen zwar an, jedoch nahmen sie nur unnötig viel Zeit von der 24-Sekunden-Uhr, so dass am Ende des Ballbesitzes oft schwere Würfe mit der Hand des Gegners im Gesicht genommen werden mussten. Da die Asiaten von außen auch nicht mehr so sicher vollstreckten kam der WM-Gastgeber bis zur Pause etwas heran (31:40, 20. Minute).

Die Devise für die zweite Hälfte lautete ganz klar: attackieren, attackieren, attackieren! Dies tat vor allem Besnik Bekteshi, der nicht nur unaufhörlich in die Zone penetrierte und zwischendrin auch einen langersehnten Dreier einstreute. Sondern es war sein langer Fastbreak-Pass auf Paul Albrecht, der den Ausgleich herstellte (43:43, 26. Minute). Den Dreier zur Führung netzte kurz darauf Krumbeck ein (46:45, 27. Minute) – der offensive Bann schien gebrochen. Menz’ Schützlinge agierten fortan mit dem Selbstvertrauen, welches sie zuletzt vor allem bei den ersten beiden Partien der Weltmeisterschaft gegen Kanada und Spanien ausgezeichnet hatte (50:48, 30. Minute).

Deutschland wahrte das Momentum und baute den erst knappen Vorsprung dank Bekteshi weiter aus (61:53, 35. Minute). Der Ludwigsburger Guard war die zentrale Figur im Spiel des Gastgebers, und auch der Jüngste im Team, Malik Müller (11 Punkte), zeichnete sich durch seinen Einsatz beim Rebound und seine Furchtlosigkeit beim Zug zum Brett aus. Außerdem gingen von Julius Wolf (Foto rechts) defensiv wie offensiv wichtige Impulse aus. Den Urspringschülern war es vorbehalten, die Differenz per Korbleger in den zweistelligen Bereich zu schrauben (72:62, 39. Minute). Trotz der vermeidlich klaren Führung trieb Menz seine Schützlinge unentwegt nach vorn, um den Vorteil auf der Schlussgeraden nicht noch einmal zu gefährden. Am Ende setzte sich die deutsche Mannschaft mit 78:68 durch und sicherte sich den dritten Platz in der Vorrundengruppe B.

Bundestrainer Frank Menz erklärte nach dem Spiel: “Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben uns sehr schwer gegen Koreas Zone getan. In der zweiten Hälfte haben wir endlich unser Selbstbewusstsein wiedergefunden und so das Comeback initiieren können.” U17-Nationalspieler Julius Wolf betonte vor allem die verbesserte Verteidigungsarbeit in der zweiten Halbzeit: “Wir haben Koreas besten Werfer nach der Pause viel besser im Griff gehabt und mit mehr Selbstvertrauen gespielt.”

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (TuS Jena, 2), Josip Peric (ALBA Berlin), Nikolaj Vukovic (TuS Jena), Besnik Bekteshi (BSG Ludwigsburg, 24), Jakob Krumbeck (TuS Jena, 18), Malik Müller (SG Urspringschule, 11), Paul Albrecht (TuS Jena, 4), Julius Wolf (SG Urspringschule, 10), Fabian Bleck (Phoenix Hagen / BBV Hagen, 5), Johannes Richter (Franken Hexer), Tim Unterluggauer (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Bogdan Radosavljevic (ohne Verein, 4).

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