U17-Team bei 33:79-Niederlage gegen Polen chancenlos5. Juli 2010

Menz: „Werden morgen eine andere deutsche Mannschaft sehen“

In der dritten Vorrunden-Begegnung der Gruppe B bei der FIBA U17-Weltmeisterschaft in Hamburg hat die deutsche U17-Nationalmannschaft ihre erste Niederlage hinnehmen müssen. Der Gastgeber unterlag vor 2150 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg der Auswahl Polens mit 33:79 (6:20, 8:10, 8:22, 11:27). Das DBB-Team fand über den kompletten Spielverlauf kein Mittel gegen die aggressiv verteidigenden und offensiv extrem cleveren Polen, die damit neben den USA die einzige ungeschlagene Mannschaft der U17-WM sind. In den beiden verbleibenden Vorrundenpartien muss die deutsche Mannschaft nun mindestens einen Sieg schaffen, um ihr großes Ziel, den Einzug ins Viertelfinale, sicher zu erreichen. Am morgigen Dienstag trifft Deutschland auf Australien (19:00 Uhr), am Mittwoch wartet die Auswahl aus Korea (19:00 Uhr).

Die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz ging mit Anselm Hartmann, Besnik Bekteshi, Jakob Krumbeck, Paul Albrecht (Foto links) und Tim Unterluggauer als Starter in die Partie. Krumbeck brachte als erster Akteur Zählbares auf die Anzeigetafel, als er gegen die lange Garde Polens einen Korbleger verwandelte (2:0, 2. Minute). Die Team von Bundestrainer Frank Menz verteidigte auf hohem Niveau – hatte aber schon zu Beginn mit Polens starker Offensive zu kämpfen. Durch einen Mitteldistsanzwurf von Bogdan Radosavljevic hielt den Anschluss (4:6, 5. Minute). Von dortan beherrschte Polen jedoch das Geschehen. Drei Dunkings in Folge ließen die Differenz schnell in den zweistelligen Bereich anwachsen und da es dem DBB-Team nicht gelang, gegen die starke gegnerische Verteidigung zu punkten, wuchs der Vorsprung des polnischen Teams weiter an (6:20, 10. Minute).

Es dauerte exakt vier Minuten, ehe die deutsche U17-Auswahl im zweiten Viertel einen Korb erzielen konnte – einen Dreier durch Besnik Bekteshi (9:24). Beide Mannschaften hatten zu diesem Zeitpunkt auf Zonen-Verteidigung umgestellt. Während das DBB-Team nach dem Distanztreffer allerdings wieder auf Manndeckung wechselte, blieben die Spieler von Trainer Jery Szambelan bei der Ball-Raum-Variante. Erst weitere vier Minuten nach dem Bekteshi-Dreier konnte sich Radosavljevic in der Zone durchsetzen und die nächsten Zähler verbuchen – der offensive Bann schien gebrochen, denn nur einen Angriff später streute Krumbeck einen weiteren Treffer aus der Distanz ein (14:26, 19. Minute). Den Schlusspunkt jedoch setzten die Polen in einem überaus hartumkämpften zweiten Viertel (14:30)

Deutschland erwischte den eindeutig besseren Start in die zweite Hälfte des Spiel: Radosavljevic vollstreckte einen schönen Hakenwurf mit Brett, Bekteshi ließ seinen bis dahin zweiten Dreier folgen. Ehe Polen nach drei Minuten den ersten Feldkorb traf, hatte die Menz-Truppe bereits auf 22:30 verkürzt, um dann offensiv aus dem Rhythmus zu geraten. Karnowski und Co. machten sich zu einem 22:0-Run auf, der erst von der Viertelsirene unterbrochen werden konnte (22:52, 30. Minute). Die deutsche Flaute endete erst, als Johannes Richter (Foto rechts) sich in der Zone durchtankte, wofür er von den Zuschauern in der Sporthalle Hamburg aufmunternden Applaus erntete (24:54, 32. Minute). Es blieb dabei: Der U17-WM Gastgeber schaffte es nicht, ein geeignetes Mittel gegen die polnische Verteidigung zu finden und geriet weiter ins Hintertreffen. Trotz der letztlich herben 33:79-Niederlage hat die deutsche U17-Nationalmannschaft weiterhin alle Chance, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren.

„Wir haben nicht das umgesetzt, was der Coach von uns verlangt hat. Das ist erschütternd, aber es ist immer noch besser, diese Niederlage jetzt zu kassieren, als später im Viertelfinale“, analysierte Mannschaftskapitän Anselm Hartmann im Anschluss selbstkritisch. Und weiter: „Der Charakter eines Teams zeigt sich darin, wie es nach einem solchen Spiel zurückkommt.“ Trainer Frank Menz zollte der polnischen Auswahl seinen Respekt: „Polen ist individuell unheimlich stark und wird unsere Gruppe gewinnen“, so der Bundestrainer. „Durch die Niederlage werden wir uns aber nicht unterkriegen lassen und uns auf das morgige Spiel vorbereiten – dann sehen wir eine andere deutsche Mannschaft.“

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (TuS Jena), Josip Peric (ALBA Berlin, 3), Nikolaj Vukovic (TuS Jena), Besnik Bekteshi (BSG Ludwigsburg, 6), Jakob Krumbeck (TuS Jena, 8), Malik Müller (SG Urspringschule), Paul Albrecht (TuS Jena, 2), Julius Wolf (SG Urspringschule, 2), Fabian Bleck (Phoenix Hagen / BBV Hagen), Johannes Richter (Franken Hexer, 4), Tim Unterluggauer (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Bogdan Radosavljevic (ohne Verein, 8).

Über die U17-Weltmeisterschaft:
Vom 2.-11. Juli 2010 ist die Sporthalle Hamburg Austragungsort der ersten U17-Weltmeisterschaft in der Geschichte des internationalen Basketballs. Deutschland tritt in der Vorrunden-Gruppe B gegen Kanada, Spanien, Polen, Australien und Korea an. Hier finden Sie Information, wie Sie sich noch Tickets sichern können. Alle weiteren Informationen rund um die U17-WM finden Sie auf der Event Website www.hamburg2010.fiba.com

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