U17-Jungen unterliegen Australien trotz toller erster Halbzeit9. April 2010

53:75-Niederlage des Menz-Teams – Jüngstes Team des Turniers morgen um Platz drei

Die U17-Jungen des Deutschen Basketball Bundes haben im ersten Halbfinale des Albert Schweitzer Turniers nach großem Kampf gegen Australien verloren. Mit 53:75 (21:19, 8:18, 3:17, 20:21) zog das Team von Bundestrainer Frank Menz den Kürzeren, spielte eine großartige erste Halbzeit und konnte ob der bisher gezeigten Leistung erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Im spielentscheidenden dritten Viertel zog Australien davon und sicherte sich dank ihrer starken Dreier-Schützen den verdienten Final-Einzug beim Albert Schweitzer Turnier 2010. Morgen um 14 Uhr spielen die U17-ING-DiBa-Korbjäger im kleinen Finale gegen den Verlierer der Begegnung Deutschland U18 – USA.

Frank Menz beorderte Besnik Bekteshi für Malik Müller neben Anselm Hartmann, Jakob Krumbeck, Paul Albrecht und Bogdan Radosavljevic in die Starting Five. Offensiv legten beide Mannschaften los wie die Feuerwehr und sorgten mit jeweils sechs Punkten für einen lebhaften Beginn vor gut 2000 Zuschauern. Nach Krumbecks Steal traf Bekteshi den Dreier und Unterluggauer erhöhte auf 14:8 nach sechs Minuten. Im ersten Viertel entwickelte sich genau das Spiel, was sich viele Basketball-Fans gewünscht und auch erwartet hatten: Sowohl Australien, als auch die deutsche Mannschaft bestach mit bedingungslosem Einsatz, unbändigem Willen und nicht zuletzt großer Spielfreude. Da auch beide Fan-Lager lautstark vertreten waren, entwickelte sich die erste Halbfinal-Partie zu einem großen Basketball-Fest. Nach dem ersten Viertel führte die starke deutsche Mannschaft, die im wieder genesenen Tim Unterluggauer (Foto links) den stärksten Mann auf dem Feld hatte, mit 21:19.

Auch im zweiten Spielabschnitt schenkten sich die beiden Teams nichts und agierten mit hoher Intensität. Australien überzeugte mit hoher Trefferquote aus der Distanz (Igor Hadziomerovic zum 27:23 für die Australier, 14. Min.). Deutschland war aus der Distanz noch unsicher, knackte aber mit Albrecht und Wolf die australische Zonen-Verteidigung ein ums andere Mal und hielt so dagegen. Nachdem Australiens Coach Damian Cotter stellte wieder auf Mann-Mann-Verteidigung um und seine agilen Spieler verbuchten gleich wichtige Ballgewinne. Deutschland blieb jedoch aggressiv und ließ sich nicht abschütteln Mit etwas Wurfglück für das DBB-Team wäre der Halbzeit-Rückstand von acht Punkten (29:37) auch noch geringer ausgefallen; dennoch versprach die zweite Halbzeit Einiges.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Tempo hoch, jedoch häuften sich auf beiden Seiten die Fehler. Nach drei Minuten markierte Anthony Drmic die ersten Punkte der zweiten Halbzeit – wieder von jenseits der Dreierlinie. Bundestrainer Menz nahm eine Auszeit und appellierte an seine Mannschaft, ihre Stärken in der Offensive zu nutzen und defensiv gegen die Dreier der Australier vorzugehen. Doch was Deutschland auch versuchte, der erste Feldkorb des dritten Viertels schien einfach nicht fallen zu wollen. Anselm Hartmanns Punkt von der Freiwurflinie brachten nicht die erhoffte Wende im Spiel (30:45, 27. Min.), denn Australien traf weiterhin hochprozentig aus der Distanz und traf mit dem perfekt praktizierten Run and Gun Spiel ins Herz der deutschen Verteidigung. Vor den letzten zehn Minuten lag Deutschland mit 32:54 im Hintertreffen.

Auch im Schlussviertel gelang Australien beinahe jede Aktion (Alley-Hoop-Anspiel, schwierige Dreipunktewürfe), während für das deutsche Team der Korb weiter vernagelt schien. Bekteshi aus der Distanz und Stephan Haukohl mit einem schönen Drei-Punkt-Spiel setzten noch einmal Akzente für Deutschland. Die Begegnung war jedoch Mitte des vierten Viertels bereits entschieden (39:61). Zum Schluss traf Australiens Drmic noch einen Distanzwurf – exemplarisch für diese Begegnung. Am Ende gewann Australien klar mit 75:53 gegen Deutschlands U17, die morgen im kleinen Finale gegen den Verlierer der Partie Deutschland U18 – USA antritt.

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (TuS Jena, 4), Josip Peric (ALBA Berlin), Malik Müller (SG Urspringschule), Besnik Bekteshi (BSG Ludwigsburg, 11), Jakob Krumbeck (TuS Jena, 6), Fabian Bleck (Phoenix Hagen), Paul Albrecht (TuS Jena, 11), Julius Wolf (SG Urspringschule, 4), Tim Unterluggauer (TSV Bayer 04 Leverkusen, 9), Stephan Haukohl (TuS Jena, 4), Jonathan Malu (SOBA Rhöndorf, dnp) und Bogdan Radosavljevic (ohne Verein, 4).

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