Interview mit U17-Bundestrainer Frank Menz9. November 2009

Frank Menz: Die FIBA U17-Weltmeisterschaft in Hamburg ist eine riesige Chance für den deutschen Basketball!

HAMBURG (FIBA U17-Weltmeisterschaft) – Der Zähler auf der offiziellen Homepage der U17-Weltmeisterschaft tickt unerlässlich herunter. Noch ist bis Anfang Juli 2010 Zeit, ehe die besten internationalen Youngster in Hamburg zum Stelldichein bitten. Monate, Tage, Stunden, Minuten, in denen Frank Menz, seines Zeichens U17-Nationaltrainer, sich und seine Mannschaft auf das Turnier vorbereitet. U17-WM Pressesprecherin Elisabeth Kozlowski und Journalist Jörg Bähren sprachen mit Bundestrainer Frank Menz über die Bedeutung der Veranstaltung, die Vorbereitung seiner Mannschaft und wie er mittels der deutschen Jugendligen über seine Spieler informiert bleibt.

Der Countdown für die FIBA U17-Weltmeisterschaft im nächsten Juli in Hamburg läuft – steigt die Vorfreude?
Frank Menz: Absolut! Spieler, Betreuer und natürlich auch wir Trainer freuen uns sehr auf die U17-Weltmeisterschaft in Hamburg. Es ist für Deutschland eine große Ehre, die Premiere dieser Veranstaltung auszurichten und wir wollen mit guten Leistungen dazu beitragen, dass es eine tolle Veranstaltung wird, die Werbung für unsere Sportart macht.

Ihre Mannschaft hat sich beim ING-DiBa Junior Cup diesen Sommer schon von der besten Seite gezeigt und ist ungeschlagen Turniersieger geworden. Was ist für die weitere Entwicklung der Mannschaft wichtig?
Nach dem Junior Cup in Bamberg haben wir bei der EM in Litauen unsere Sache sehr gut gemacht, aber gegen die starken europäischen Mannschaften, wie Spanien und Serbien unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Für die Spieler ist es jetzt sehr wichtig, in den Jugend- und Regionalligen ausreichend Spielzeit zu bekommen und Wettkampferfahrungen auf hohem Niveau zu sammeln.

Wie ist Ihr Eindruck von den deutschen Jugendligen, der JBBL und der NBBL?
Für mich und meine Trainerkollegen beim DBB sind die beiden Ligen ein Riesenerfolg, wobei die JBBL nach zwei Spieltagen noch in den Kinderschuhen steckt. Wir haben bereits erkennen können, dass, mit Bezug auf die NBBL, besonders unsere jungen Jahrgänge, vor allem in der Breite extrem von dem Ligabetrieb profitieren. Training mit älteren Spielern, Partien gegen weiter gereifte Jungs tun unseren Jüngsten gut, was sich langfristig bemerkbar machen wird. Gerade in der JBBL ist es so, dass in den meisten Mannschaften interessante Spieler vorhanden sind, die nun viel besser zu verfolgen, zu beobachten sind.

Was hat sich durch die Einführung beider Nachwuchsligen in Ihrer Arbeit geändert?
Ich kann sofort sehen, wie unsere Kaderspieler sich an den Wochenenden präsentiert und gespielt haben. Durch die im Internet einsehbaren Statistiken ist es natürlich ein Muss, die Mannschaften nach jedem Wochenende unter die Lupe zu nehmen.
Auf diese Art ist beispielsweise auch Alexander Blessig (aktueller NBBL-Rookie des Jahres, Amn. D.Red.) für den U16-Kader interessant geworden, obwohl er zuvor an unserer Sichtung für diesen Altersbereich nicht teilgenommen hat.  Durch die Nachwuchsligen sind uns Bundestrainern also ganz andere Mittel gegeben, in der breiten Masse an Spielern die Jungs zu finden, die für die Nationalmannschaft interessant sind.

Welche Reaktionen der Spieler bekommen Sie in Bezug auf JBBL und NBBL?
Der Stellenwert bei den Spielern ist sehr hoch. Sie sehen ihre Leistungen im Internet, können sich selber mit anderen Spielern vergleichen. Und sie erkennen, dass die Ligen ihnen dabei helfen können, sich technisch, taktisch und physisch weiterzuentwickeln.

Die U17-WM ist findet vom 2. bis 11. Juli 2010 in Hamburg statt. Wird es bis dahin noch Chancen für Spieler geben, die sich über die „Hintertür“ JBBL für ihren Kader zu empfehlen?
Selbstverständlich. Der finale Kader muss erst wenige Wochen vor Wettkampfbeginn festgelegt werden. Bis dahin stehen uns inklusive Lehrgänge und Trainingslager um die 60 Tage der Vorbereitung zur Verfügung. Da ist noch Raum gegeben, um interessante Spieler nachzusichten und zu testen. Ganz aktuell habe ich vom 1. bis 4. November in Heidelberg zehn weitere Spieler des Jahrgangs 1993 nachgesichtet. Zudem bekomme ich im regelmäßigen Austausch mit den jeweiligen Landestrainern Empfehlungen für Spieler des Jahrgangs 1994, die für meinen Kader von Interesse sein könnten.

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