Großartiges Comeback des U17-Teams wird nicht belohnt6. Juli 2010

58:62-Niederlage gegen Australien – Morgen letztes Vorrundenspiel gegen Korea

Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Hamburg (2.-11. Juli 2010) ihre zweite Niederlage in der Gruppe B hinnehmen müssen. Gegen Ozeanienmeister Australien unterlag das Team von Bundestrainer Frank Menz mit 58:62 (11:17, 9:18, 16:13, 22:14) und hat nun eine ausgeglichene Bilanz (2-2). Am morgigen Mittwoch kommt es als Abschluss der Vorrunde zum Aufeinandertreffen mit Korea (0-4). Mit einem Sieg kann das deutsche U17-Team in das Viertelfinale der U17-Weltmeisterschaft einziehen und – abhängig von den weiteren Spielergebnissen – möglicherweise Top-Favorit USA umgehen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz ging mit Anselm Hartmann, Besnik Bekteshi, Jakob Krumbeck (Foto links), Paul Albrecht und Bogdan Radosavljevic als Starter in die Partie. Die ersten fünf Minuten brauchten beide Mannschaften, um ihren Rhythmus zu finden und ein Gefühl für das Spiel zu bekommen. Dabei verließen sich sowohl Deutschland als auch Australien auf ihre solide Verteidigung, die es dem jeweiligen Gegner nicht erlaubte, ohne großen Aufwand davon zu ziehen (5:7, 5. Minute). Der amtierende Ozeanienmeister fand zuerst ein offensives Konzept, was es der deutschen Auswahl für den Rest des ersten Viertels nicht einfacher machte, da sie defensiv umstellen musste (11:17, 10. Minute).

Fabian Bleck eröffnete den zweiten Durchgang mit einem Dreipunkt-Spiel, wodurch die ING-DiBa-Korbjäger Hoffnung schöpften (14:17, 12. Minute). Dennoch agierte die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz ob der herben Niederlage vom Vortag noch verkrampft. Fast vier Minuten dauerte es, ehe Jakob Krumbeck mit ablaufender 24-Sekunden-Uhr einen Sprungwurf verwandelte (16:22, 16. Minute). Australien antwortete kurz darauf mit einem Dreier durch Mitchell Norton (17:27) und war erstmals zweistellig weg, ehe Krumbeck abermals – diesmal von jenseits der 6,25m-Linie – abdrückte und damit das Publikum wieder ins Spiel brachte (20:27, 17. Minute). Insgesamt aber war es die physische Gangart der Australien, die bis zur Pause dominierte und das deutsche Team zunehmend ins Hintertreffen geraten ließ (20:35, 20. Minute).

Die erhoffte Aufholjagd bleib zunächst aus. Selbst die von Trainer Frank Menz installierte Zonenverteidigung griff zunächst nicht richtig (22:42, 24. Minute). Erst als die Ball-Raum-Deckung vorverlagert und zur Presse wurde, strauchelten die Australier. Mit viel Herz und Leidenschaft konnte so bis zur Viertelpause ein Teil des großen Rückstandes abgetragen werden (36:48, 30. Minute). Vor allem Julius Wolf tat sich in dieser Phase des Spiels hervor und sicherte unter beiden Körben wichtige Rebounds für das DBB-Team.

Endlich glaubten die Menz-Jungs selber an die Wende. Frisch aus der kurzen Erholungspause kommend gaben sorgten sie mit der Ganzfeldpresse für defensive Stopps, vorne griff sich Krumbeck ein Herz und versenkte einen Jumper, bei dem er leider noch mit dem Fuß auf der Dreierlinie stand (38:48, 33. Minute). Als Radosavljevic im nächsten Angriff durch die Zone schnitt, passend bedient wurde und versenkte, stand die Halle endgültig Kopf (40:48, 34. Minute). Auf australischer Seite war es Daniel Hill, der den Lauf des WM-Gastgebers stoppte: Der Aufbau zog furchtlos in die Zone und verwandelte am Brett und ließ einen Dreier mit Ablauf der 24 Sekunden-Uhr folgen (41:55, 37. Minute). Spiel gelaufen? Mitnichten, denn Besnik Bekteshi und Malik Müller liefen nun heiß und verkürzten aus der Distanz (50:57, 38. Minute). Den nächsten australischen Angriff beendet Krumbeck jäh durch einen abgefangenen Pass und vollstreckte am anderen Ende des Feldes trotz Foul – der Bonusfreiwurf fand sicher sein Ziel (53:57). Aussie-Forward Owen Odigie traf nur einen von zwei Freiwürfen, Radosavljevic tippte seinen zuvor selbst verlegten Ball rein (55:58). Deutschland musste foulen und sandte Jarrod Fryar an die Linie, der sich schadlos hielt (55:60). Bei knapp fünf Sekunden verbleibender Restspielzeit netzte Malik Müller einen Dreier ein (58:60), ehe Australiens Bester, Adrian Hill, mit zwei weiteren Freiwurf-Treffern den Endstand herstellte.

Bundestrainer Frank Menz erklärte in der Pressekonferenz nach dem Spiel: “Meine Mannschaft hatte die herbe Niederlage von gestern in der ersten Halbzeit noch zu sehr im Kopf. Ich bin stolz darauf, wie wir in der zweiten Halbzeit zurückgekommen sind. Glückwunsch an Australien zu diesem Sieg heute.

Malik Müller (Foto rechts) zeigte sich im Hinblick auf die morgige Partie gegen Korea (19 Uhr) zuversichtlich: “Ich denke, dass wir durch die gute zweite Halbzeit selbstbewusster in das Spiel gegen Korea gehen können. Aber die Koreaner haben gezeigt, dass sie viele Mannschaften hier bei der WM ärgern können. Dennoch glaube ich fest an unseren dritten Sieg!

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (TuS Jena, 4), Josip Peric (ALBA Berlin), Nikolaj Vukovic (TuS Jena), Besnik Bekteshi (BSG Ludwigsburg, 10), Jakob Krumbeck (TuS Jena, 17), Malik Müller (SG Urspringschule, 6), Paul Albrecht (TuS Jena, 2), Julius Wolf (SG Urspringschule, 9), Fabian Bleck (Phoenix Hagen / BBV Hagen, 5), Johannes Richter (Franken Hexer), Tim Unterluggauer (TSV Bayer 04 Leverkusen, 1) und Bogdan Radosavljevic (ohne Verein, 4).

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