Deutschland unterliegt Litauen im WM-Viertelfinale9. Juli 2010

61:73-Niederlage des U17-Teams – Litauen mit den größeren Reserven – Deutschland nun um Platz Fünf

Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat das WM-Viertelfinale mit 61:73 (18:21, 15:9, 9:20, 19:23) gegen Litauen verloren. Nach einer starken ersten Halbzeit musste die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz nach dem Seitenwechsel mehrere schmerzhafte Dreipunktewürfe der Litauer hinnehmen, die den spielentscheidenden Unterschied machten. Bester Akteur auf Seiten der WM-Gastgeber war Julius Wolf, der auf 14 Punkte und 14 Rebounds kam. Damit spielt das Team von Bundestrainer Frank Menz am morgigen Samstag (10. Juli 2010, 16:45 Uhr) in der Sporthalle gegen Serbien um den 5. Platz. Litauen hingegen trifft im Halbfinale auf Polen.

Bundestrainer Frank Menz startete mit Anselm Hartmann, Besnik Bekteshi, Jakob Krumbeck (Foto unten links), Fabian Bleck und Bogdan Radosavljevic in die Viertelfinal-Partie. Drei Mal nahm Besnik Bekteshi (Foto oben rechts) in den ersten drei deutschen Angriffen von jenseits der 6,25m-Linie Maß, drei Mal rauschte der Ball durchs Netz. Ehe sich Litauen versah, hatte Bekteshi allein mehr Zähler verbucht, als die litauische Mannschaft (5:9, 2. Spielminute). Doch der Vizeeuropameister ließ sich davon wenig beeindrucken und startete einen 8:0-Lauf, der nur von Coach Frank Menz mit einer Auszeit beendet werden konnte (13:9, 4. Minute). Nach einem Korbleger von Julius Wolf war die Partie wieder vollkommen offen (15:15, 7. Minute), ehe sich die Litauer zum Viertelenende minimal absetzen konnten (21:18, 10. Minute).

Es dauerte 3:18 Minuten im zweiten Viertel, ehe Deutschland seinen nächsten Feldkorb erzielen sollte. Die Verteidigung der Litauer, mittlerweile eine Ball-Raum-Deckung, funktionierte jedoch auf hohem Niveau. Malik Müllers Distanzwurf sorgte für den Anschluss (21:25, 14. Minute), Litauen hielt den Vorsprung bis zum 28:23, hatte dann aber gegen die Defense des WM-Gastgebers keinerlei Ideen mehr. Mit einem Dunking plus Foul lieferte Bogdan Radosavljevic das Sahnehäubchen des deutschen 10:2-Laufs, der erst durch die Halbzeitpause beendet wurde (30:33, 20. Minute).

Radosavljevic machte nach dem Seitenwechsel da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Der Center war die bestimmende Figur in der Offensive, bot sich im Lowpost vorzüglich an, markierte den ersten Korb des dritten Viertels und blockte gleich darauf einen litauischen Zug zum Korb. Es entwickelte sich eine zähe Abwehrschlacht, in der Deutschland zunächst die Oberhand behalten sollte. Paul Albrecht sorgte mit einer Centerbewegung wie aus dem Lehrbuch für Jubel auf den Rängen (35:39, 25. Minute). Danach war Litauen am Drücker und schloss – ähnlich dem deutschen Lauf vor der Halbzeitpause – das Viertel mit einem Run ab (50:42, 30. Minute).

Insgesamt konnte sich Litauen bis auf 59:43 absetzen, ehe sich Menz zu einer Auszeit gezwungen sah. Seine taktische Ansprache trug umgehend Früchte, denn sein Team kam mit einem 8:0-Zwischenspurt deutlich näher heran (59:51, 34. Minute). Doch die aufreibenden Individual-Duelle in der Verteidigung zollten ihren Tribut, den deutschen Youngstern fehlte immer öfter die Kraft, um ihre Gegenspieler vor sich zu halten. Litauen witterte nach mehreren, für die deutsche Verteidigung schmerzhaften Dreipunktewürfen Halbfinal-Luft und ließ sich auf der Schlussgerade nicht mehr davon abbringen, unter die letzten vier des Turniers einzuziehen.

Bundestrainer Frank Menz zeigte sich nach dem Spiel stolz über seine Mannschaft: “Wir haben hier ein Spiel auf sehr hohem Niveau gesehen. Meinen Jungs hat man die harten Spiele angemerkt. Kompliment an Litauen, die sehr gut gespielt haben und exzellent aus der Distanz getroffen haben. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die keinen einfachen Turnierverlauf hatte und sich heute gut präsentiert hat.” Guard Besnik Bekteshi blickte in der Pressekonferenz nach dem Spiel nach vorne: “Die Niederlage heute tut weh. Aber jetzt wollen wir Fünfter werden!”

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (TuS Jena), Josip Peric (ALBA Berlin), Nikolaj Vukovic (TuS Jena), Besnik Bekteshi (BSG Ludwigsburg, 12), Jakob Krumbeck (TuS Jena, 4), Malik Müller (SG Urspringschule, 6), Paul Albrecht (TuS Jena, 9), Julius Wolf (SG Urspringschule, 14), Fabian Bleck (Phoenix Hagen / BBV Hagen, 2), Johannes Richter (Franken Hexer), Tim Unterluggauer (TSV Bayer 04 Leverkusen, 2) und Bogdan Radosavljevic (ohne Verein, 12).

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