Deutschland beendet U17-WM auf Platz Acht11. Juli 2010

Knappe und schmerzliche 64:65-Niederlage gegen China – DBB-Team mit toller WM

Die deutsche U17-Nationalmannschaft hat ihr letztes Spiel bei der Weltmeisterschaft in Hamburg mit 64:65 (14:12, 20:5, 12:22, 18:24) gegen China verloren und damit einen hervorragenden achten Platz belegt. Im Turnierverlauf gewann die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz gegen Hochkaräter wie Kanada und Spanien, zudem siegte das DBB-Team gegen Korea und hatte Top-Mannschaften wie Australien, Litauen und Serbien am Rande einer Niederlage. Im heutigen Spiel gegen China war Besnik Bekteshi mit 23 Punkten bester Werfer für Deutschland.

Bundestrainer Frank Menz startete mit Anselm Hartmann, Besnik Bekteshi, Jakob Krumbeck, Julius Wolf und Bogdan Radosavljevic in die letzte WM-Partie. In der Anfangsphase dominierte bei beiden Mannschaften die Defensivarbeit, so dass die Partie nach sechs Spielminuten ausgeglichen war (5:5). Chinas Topscorer Guo Ailun untermauerte seine starke Turnierleistung auch in diesem Spiel und punktete für seine Farben. Auf Seiten der deutschen Mannschaft überzeugte Geburtstagskind Bogdan Radosavljevic, der sich unter dem Korb in Szene setzen konnte. Fabian Bleck sorgte mit seinem Dreipunktewurf für die 14:12-Führung nach den ersten zehn Minuten.

Deutschland zog im zweiten Spielabschnitt das Tempo an und baute dank Malik Müllers Distanzwurf die Führung weiter aus (20:12, 13. Min.). Chinas Trainer Bin Fan versuchte den Spielfluss der deutschen Mannschaft mit einer Auszeit zu stoppen, doch das DBB-Team agierte sehr fokussiert und führte nach einem Dreier von Jakob Krumbeck und weiteren Punkten von Besnik Beketshi erstmals zweistellig (28:17, 17. Min.). Deutschland verteidigte exzellent, kam so zu vielen Ballgewinnen und begann im Angriff zu zaubern (Albrecht-Pass auf Hartmann nach Wolf-Steal). Vor dem Seitenwechsel lag die wie befreit aufspielende deutsche Mannschaft mit 34:19 vorne. Julius Wolf gelang mit dem Buzzer noch ein Wahnsinnswurf aus der eigenen Hälfte, der leider nicht mehr zählen sollte. Dennoch sahen die rund 600 Zuschauer in der Sporthalle Hamburg eine tolle Partie der deutschen Mannschaft.

Auch in der zweiten Halbzeit merkte man dem DBB-Team das lange Turnier mit acht Spielen in zehn Tagen nicht an: Deutschland agierte mit hohem Engagement in der Verteidigung und dominierte die Begegnung gegen die keinesfalls schwachen Chinesen. Neben Ailun hatte nun auch Center Wang Zhelin einige gute Aktionen im Angriff. Dank dem erneut glänzend aufgelegten Malik Müller blieben die ING-DiBa-Korbjäger aber in Front (44:36, 28. Min.). Das Spiel um den WM-Platz Sieben versprach für das letzte Viertel jedoch noch einmal Spannung, da China nicht aufsteckte (46:41 aus deutscher Sicht).

Die Chinesen hatten den besseren Start in das Schlussviertel und schafften in der 33. Spielminute den Ausgleich (48:48). China hatte jetzt das Momentum auf seiner Seite und Deutschland musste erneut auf den Pechvogel Jakob Krumbeck verzichten, der nach einer Kopfverletzung im Spiel gegen Litauen heute erneut frühzeitig vom Feld musste. Grund hierfür waren mehrere offene Wunden im Mundraum, die sich Krumbeck nach einem Zusammenstoss mit zwei Chinesen zuzog. Deutschland agierte in der Schlussphase ohne Krumbeck unglücklich und eröffnete den Chinesen, allen voran Topscorer Gou, damit die Chance, das Spiel zu drehen. Nach einer nervenaufreibenden und hektischen Schlussphase musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz knapp mit 64:65 geschlagen geben. Dennoch kann die deutsche Mannschaft nach einem von Höhen und Tiefen geprägten Turnierverlauf stolz auf den Viertelfinaleinzug und die gezeigten Leistungen bei der WM sein.

Für Deutschland spielten:
Anselm Hartmann (TuS Jena, 2), Josip Peric (ALBA Berlin, 2), Nikolaj Vukovic (TuS Jena), Besnik Bekteshi (BSG Ludwigsburg, 23), Jakob Krumbeck (TuS Jena, 4), Malik Müller (SG Urspringschule, 6), Paul Albrecht (TuS Jena, 6), Julius Wolf (SG Urspringschule, 7), Fabian Bleck (Phoenix Hagen / BBV Hagen, 6), Johannes Richter (Franken Hexer), Tim Unterluggauer (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Bogdan Radosavljevic (ohne Verein, 8).

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