U16-Team bietet tolles Finale9. Juli 2005

Eine weitere Überraschung war möglich: knappe Niederlage gegen Spanien

Deutschland – Spanien 61:67 (15:17; 30:31; 41:47)

Die deutsche U16-Nationalmannschaft männlich kehrte mit einer Silbermedaille, großer Anerkennung und Respekt aller von der europäischen Jugendolympiade in Lignano (ITA) zurück. Auch im Finale wuchs das deutsche Team über sich hinaus und hatte die haushoch favorisierten Spanier bis zum Spielende am Rande einer Niederlage.

Spanien, im Turnier bis zum Finale mit einem Punkteschnitt von 98 Punkten mit Abstand offensivstärkste Mannschaft, wurde vom DBB-Team auf sagenhaften 67 Punkten gehalten. Besonders bemerkenswert auch die Tatsache, dass man die sonst beim Offensivrebound so starken Iberer auf ganzen neun Offensivrebounds halten konnte, wie auch überhaupt der Rebound eine der für deutsche Mannschaften untypischen großen Stärke in diesem Turnier war.

Von Beginn gelang es den Deutschen, die große Stärke der Spanier – den Fast-Break – nahezu komplett zu unterbinden und sie immer wieder in Halbfeldangriffe zu zwingen. So blieb das Spiel in der gesamten ersten Hälfte stets knapp mit leichten Vorteilen für die deutsche Equipe (11:10, 6.; 23:21, 16.; 25:24 18.). Erstaunlich, dass sich auch Spanien gezwungen sah, dabei zum Verteidigungsmittel Zone zu greifen, ohne damit aber durchschlagenden Erfolg zu haben.

Erst nach der Pause konnten die Iberer etwas Oberwasser gewinnen (33:40, 25.), aber die erstaunliche Entwicklung der jungen Deutschen in den letzten Tagen setzte sich fort. Sie ließ sich auch davon nicht beeindrucken, sondern kämpfte sich mit toller Verteidigung wieder zurück ins Spiel (41:45, 29.). Überraschend auch deshalb, weil sich Bundestrainer Kay Blümel und sein Assistent Ralph Junge gezwungen sahen, Robin Benzing – der hatte nicht seinen besten Tag erwischt – in der zweiten Halbzeit fast komplett auf der Bank sitzen zu lassen.

Allerdings sprangen am gestrigen Tag wieder einmal andere Akteure in die Bresche. Der Berliner Andreas Seiferth machte ein überragendes Spiel und war mit 13 Rebounds und 14 Punkten von den Spaniern kaum zu stoppen, Ebenso meldeten sich Marko Miklos und Philipp Schwedthelm endlich im Turnier. Leider war dies jedoch am Ende dennoch zu wenig. Zu oft leistete sich das deutsche Team im Angriff unnötige Ballverluste oder ließ zum wiederholten Male einfache Wurfmöglichkeiten aus. Die Offensive gehört im Moment leider nicht zu den Stärken der Deutschen. Bis zum 58:60 (37.) konnte die DBB-U16 noch mal aufschließen, musste aber am Ende der größeren Klasse der Spanier nachgeben.

Auch mit dieser Leistung hat sich das deutsche Team die Silbermedaille mehr als verdient und hat gezeigt, dass es auch mit den Großen in Europa mitspielen kann. Leider kann sie dies nicht bei der A-EM in Spanien bestätigen, da sie wegen des Abstiegs der U16 im letzten Jahr in Bulgarien bei der B-EM erst wieder um den Aufstieg in die A-Gruppe kämpfen muss.

Die weiteren Ergebnisse:

Spiel um Platz 3: Litauen – Italien 73:66
Spiel um Platz 5: Estland – Portugal 74:65
Spiel um Platz 7: Türkei – Israel 76:72

Deutschland:
Thierno Agne (Bramfelder SV, 2 Punkte), Kai Barth (TV Langen, 1), Marian Benzing (SG Bergstraße/TV Langen), Robin Benzing (SG Bergstraße/TV Langen, 5), Elias Harris (SG TV Dürckheim/BI Speyer), Christian Kuhn (SG Mannheim, 16), Marco Miklos (DJK Nord Regensburg, 9), Mathias Perl (MTV Gießen, 2), Thomas Schoeps (IBBA/SSC Südwest), Philipp Schwethelm (SG RheinEnergie Köln, 12), Andreas Seifert (IBBA/MArzahner Basket Bären, 14), Moritz Westkaemper (IBBA//TuS Lichterfelde),

Die aktuellen Ergebnisse und Statistiken gibt es unter: http://www.lignano2005.it 

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