U16-Jungen:Überzeugende Leistung in der Verteidigung24. Juli 2005

Deutschland – Belgien 60:35 (19:3, 33:18; 54:26)

Eine mehr als überzeugende Leistung zeigte die deutsche U16-Nationalmannschaft im zweiten Spiel gegen Belgien. Und wäre nicht das katastrophale letzte Viertel mit nur sechs erzielten Punkten gewesen, wäre Bundestrainer Kay Blümel sogar mit der Offensivleistung seiner Schützlinge zufrieden gewesen.

Gerade einmal drei Punkte konnten die Gäste aus Belgien im ersten Viertel gegen die “Betonabwehr” der deutschen Mannschaft erzielen. Und das, obwohl es ihnen gelang, sieben! Offensivrebounds (der einzige Makel) im ersten Spielabschnitt zu ergattern. Aber immer war ein deutscher Spieler wieder zur Stelle, um den leichten Korb zu verhindern. Im Angriff suchte man konsequent Christian Kuhn unter dem Korb, der im ersten Viertel bereits 12 der 19 deutschen Punkte erzielte. Im zweiten Spielabschnitt fanden sich die Belgier dann besser gegen den Druck der DBB-U16 zurecht und konnten trotz Dreiern von Robin Benzing (2) und Thomas Schoeps das Viertel mit 15:14 für sich entscheiden.

Dies war aber nur ein kurzes Strohfeuer, denn im dritten Viertel machte das deutsche Team dann richtig Druck. Gegen die Halbfeldzonenpresse und bewegliche Zonenverteidigung der deutschen Mannschaft fand Belgien nun fast gar kein Mittel mehr. Lediglich zwei erfolgreiche Drei-Punkt-Würfe und ein weiterer Distanzwurf fanden den Weg ins Ziel. Das DBB-Team hatte zahlreiche Ballgewinne und schraubte das Ergebnis durch viele Fast-Breaks auf 54:26.

Was dann im letzten Spielabschnitt offensiv folgte, darüber sollte man eher den Mantel des Schweigens hüllen. Trotz weiterhin sehr aggressiver und erfolgreicher Verteidigung konnte die deutsche U16 den Vorsprung nicht weiter ausbauen. Im Gegenteil der Schlussabschnitt ging mit 6:9!!! verloren, weil es der deutschen Mannschaft kaum noch gelingen sollte einen Feldkorb zu erzielen. Vor allem Christian Kuhn wollte dies, obwohl immer wieder vorbildlich freigespielt, nicht mehr gelingen, sich gegen seine körperlich unterlegenen Gegner durchzusetzen. Hinzu kam, dass, wie schon im gesamten Spiel (13/33), in den letzten vier Minuten die Freiwurfquote mit 2/10 unterirdisch war.

Die mangelnde Offensivqualität seiner Mannschaft lässt Bundestrainer Blümel doch etwas an seiner Mannschaft zweifeln: „Ich weiß nicht, ob unsere sicherlich herausragende Verteidigung alleine reichen wird, um das angestrebte Ziel – Wiederaufstieg in die A-Gruppe – zu erreichen und hoffe, dass wir in Bulgarien, wo am Dienstag noch ein Testspiel gegen die EM-Gastgeber ansteht, in der Offensive konzentrierter und teamorientierter agieren“.

Deutschland:
Marko Miklos (5 P.; 4 Reb.) Kai Barth (1), Friedrich Huth (1), Philipp Schwethelm (3; 3 Reb.; 4 Ass., 2 St.), Mathias Perl (2; 5 Reb.; 4 St.). Daniel Tusek (1), Robin Benzing (Foto, 17), Moritz Westkämper (4; 3 TO), Thomas Schoeps (3; 3 Reb.; 3 TO; 2 St.), Thierno Agne (2; 4 Reb.; 3 St.), Walter Simon (3 Ass), Christian Kuhn (21, 15 Reb.; 3 TO, 2 St.)

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