U16-Jungen verlieren das EYOF-Halbfinale18. Juli 2013

Die U16-Jungen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) haben beim European Youth Olympic Festival in Utrecht (Niederlande) das Halbfinale verloren. Das Team von DBB-Bundestrainer Alan Ibrahimagic musste sich trotz ansprechender erster Halbzeit am heutigen Abend gegen die Auswahl Kroatiens mit 70:76 (25:19, 16:9, 14:33, 15:15) geschlagen geben. Tibor Taras (15 Punkte), Niklas Kiel (14 Punkte) sowie Moritz Hübner (12 Punkte) trafen zweistellig für Deutschland, das morgen um Platz Drei spielt.

Die deutsche Mannschaft startete mit Jakob Merz, Niklas Kiel, Moritz Hübner, Tibor Taras und Marcel Kessen in die Begegnung. Aufbauspieler Merz nahm nach zögerlichem Start beider Mannschaften von der Freiwurflinie Maß und sorgte so für die ersten Punkte der Partie. Wenig später legte er für den an der Dreierlinie freistehenden Hübner auf: 4:1 für Deutschland (2. Min.). Kiel und Taras vollendete ebenfalls für die ING-DiBa-Korbjäger und sorgten so nach vier Spielminuten bereits für einen kleinen Vorsprung (13:5). Das DBB-Team agierte in der Anfangsphase hochkonzentriert, stand hervorragend in der Verteidigung und brachte die Kroaten so bereits im ersten Viertel in Schwierigkeiten. Gegen Ende des Abschnittes kamen Kroatien dann aber doch noch mal heran, so ging Deutschland mit einer knappen 25:19-Führung in die Viertelpause.

Deutschland, bei dem Taras im Mittelpunkt der Angriffsbemühungen stand, setzte auch in den zweiten zehn Minuten die ersten Akzente. Till Pape traf zum 34:23-Zwischenstand nach 14 Minuten und schraubte die Führung damit erstmals in den zweistelligen Bereich. Die Defensivleistung beider Mannschaften verbesserte sich nun: es war für die Spieler extrem schwierig, zu guten Aktionen zu kommen. Das DBB-Team spielte mit einer breiteren Rotation als die Kroaten und hielt so das Tempo hoch. Der deutschen Mannschaft gelang es zudem, die ballführenden Kroaten früh und effizient unter Druck zu setzen, sodass sich leichte Punkte ergaben. Kontinuierlich baute das Ibrahimagic-Team seine Führung aus und lag vor dem Seitenwechsel mit 41:28 in Führung.

Einbruch im dritten Viertel bringt Niederlage

Kroatien erwischte den etwas besseren Start in den dritten Spielabschnitt, doch Kessens und Kiel hielten Deutschland auf Finalkurs. Doch die Kroaten witterten jetzt ihre Chance, die deutsche Mannschaft noch einmal spielentscheidend unter Druck zu setzen (48:42, 26. Min.). Die DBB-Jungen hatten nun Wurfpech und kamen so durch Kiel an der Freiwurflinie zu Punkten. Kroatien aber gelang im direkten Gegenzug ein Korbleger, der Bundestrainer Ibrahimagic zu einem technischen Foul verleitete. Nach den fälligen Freiwürfen war Deutschlands Führung bis auf zwei Punkte geschrumpft, zudem war die Teamfoulgrenze erreicht (48:46, 27. Min.). Das Momentum war nun klar auf Seiten der Kroaten; Skokna und Bender, das überragende Offensiv-Duo Kroatiens schaffte sogar den zwischenzeitlichen Führungswechsel. Kiel egalisierte zum 52:52, doch Kroatien spielte nun wie von einem anderen Stern und schaffte neun unbeantwortete Punkte. Hübners Distanzwurf sieben Sekunden vor dem Viertelende war wichtig, damit Deutschland nicht den Anschluss verlor (55:61).

Zu Beginn des Schlussviertels ging es Schlag auf Schlag: Kroatiens Dreipunktewurf wurde ebenso gekontert (Philipp Sausmikat) wie der darauffolgende Drive zum Korb (Erwin Nkemazon). Deutschland lag zwar zurück, blieb aber gefährlich und in Schlagdistanz. Und die Achterbahnfahrt ging weiter: Pape verkürzte den Rückstand auf zwei Zähler, Kroatien traf einen Dreipunktewurf – den allerdings wusste auch Lucien Schmikale zu verwandeln. Beim Stand von 68:70 nahm der kroatische Trainer gut vier Minuten vor Spielende eine Auszeit, um seine Spieler auf die Schlussminuten einzustimmen. Das DBB-Team bekam auch im weiteren Verlauf seine Würfe, doch haderte mit dem Abschluss. Zwei Minuten vor dem Abpfiff versammelte Bundestrainer Ibrahimagic seine Spieler noch einmal um sich, doch auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg: der Korb blieb für Deutschland wie vernagelt, Kroatien hingegen traf seine Freiwürfe souverän. Deutschland, das eine tolle erste Halbzeit spielte, wurde nicht für seine Mühen belohnt und verlor das Halbfinale mit 70:76.

“Wir haben es nicht wie gestern geschafft, einen Einbruch zu vermeiden und deshalb eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, dann aber anscheinend Angst vor der eigenen Courage bekommen. Solche Spiele nach Hause zu bringen ist der nächste Schritt, den wir gehen müssen”, sah Bundestrainer Alan Ibrahimagic die Niederlage als Lehre für die Zukunft.

Für Deutschland spielten:
Georg Beyschlag (TSV 1861 Nördlingen, 6), Luis Figge (Paderborn Baskets 91 / finke baskets, 2), Richard Freudenberg (FC Bayern München, 2), Moritz Hübner (TuS Urspringschule/ Cybex Urspring, 12),  Niklas Kiel (BBG Herford/Finke Baskets Paderborn, 14),  Jakob Merz (MTV Kronberg / TV 1862 Langen, 2), Marcel Kessen (Iserlohn Kangaroos / Phoenix Hagen, 3), Erwin Nkemazon (BG Harburg-Hittfeld, 3 Punkte, 11 Rebounds), Till Pape (Paderborn Baskets 91 / finke baskets, 4), Philipp Colin Sausmikat (Piraten Hamburg/Lübecker TS 1854, 3) , Lucien Schmikale (Oldenburger TB / Baskets Akademie Weser-Ems, 3) und Tibor Taras (SG Köln 99ers, 15).

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