U16-Jungen unterliegen Russland 68:7112. August 2006

Großer Kampf wird am Ende nicht belohnt – Trotzdem noch Chancen auf Platz unter der besten acht Teams
Die deutsche U16-Nationalmannschaft männlich hat trotz der 68:71 (15:21, 16:22, 14:9, 23:19)-Niederlage gegen Russland noch Chancen, sich bei der Europameisterschaft in Spanien als Aufsteiger für die Runde der besten acht Teams zu qualifizieren. Als nächster Gegner warten allerdings die Gastgeber, die auf Basketball-Profi Ricky Rubio, der schon im Alter von 14 Jahren in der spanischen Profiliga ACB bei Badalona spielte, zurückgreifen können und als Titelfavorit gelten. Bei einer erwarteten Niederlage der DBB-Auswahl müsste Slowenien gegen Russland mit nicht mehr als 21 Punkten Differenz gewinnen, um Deutschland unter die besten acht Tams zu bringen.

Wie schon im Spiel gegen Slowenien bewies die DBB-Auswahl auch gegen Russland eine beeindruckende Moral. Denn beim Stand von 18:39 in der 17. Minute gab niemand mehr etwas für einen deutschen Erfolg. Zu katastrophal war die Defense bis dahin. Man ließ den Russen viel zu viel Raum, den diese gerne nutzten. Anschließend sah man jedoch eine völlig andere deutsche Mannschaft, die aufopferungsvoll kämpfte und sich kontinuierlich an den Gegner heranwarf.

Als dann der überragende Simon Schmitz (Foto) binnen kurzer Zeit drei Dreier in Folge traf und Deutschland Punkt um Punkt aufgeholt hatte, war das Spiel kurz vor dem Ende wieder völlig offen (66:67, 39. Min.). Doch Nico Adamczak vergab in Bedrängnis einen Korbleger, Deutschland musste die Uhr stoppen, die Russen trafen ihre Freiwürfe und ein wichtiger Defensivrebound ging verloren. So rettete Russland den knappen Erfolg ins Ziel. Ärgerlich für das DBB-Team war die schwache Freiwurfquote von nur 48 Prozent, bei einem solch knappen Spiel durchaus ausschlaggebend.

„Wir waren in der 1. Halbzeit im Kopf nicht bereit für dieses Spiel. Kein Setplay wurde richtig gelaufen. Über unsere Defense sind wir dann zurück ins Spiel gekommen und haben die Russen stark verunsichert. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die Alles gegeben hat und vielleicht auch von uns Coaches etwas überfordert wurde“, so Bundestrainer Kay Blümel durchaus selbstkritisch.

Deutschland
Nico Adamczak (Marzahner Basket Bären, 11), Niels Giffey (Marzahner Basket Bären, 6), Julian Holzer (FC Bayern München, 2), Robert Huelsewede (Paderborn Baskets, 7), Marvin Kruchen (TSV Bayer Leverkusen, 1), Erik Land (TSV Breitengüßbach, 7), Steven Monse (Marzahner Basket Bären), Yannick Schicktanz (MTV Kronberg), Simon Schmitz (TV Bad Bergzabern, 19), Maurice Stuckey (BG Leitershofen, 7), Akeem Vargas (SG Urspringschule, 2), Johannes von Schönfeldt (TV Langen/SSKC Aschaffenburg, 6).

Ergebnisse und Statistiken unter www.fibaeurope.com

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