U16-Jungen unterliegen Finnland bei der B-EM22. Juli 2007

Der Aufstieg kann nach der zweiten Niederlage fast abgehakt werden

Das Team von Bundestrainer Alexander Krüger kann seine Hoffnungen auf den Aufstieg in die A-Gruppe begraben. Im mazedonischen Skopje fing sich die U16 gegen Finnland mit 57:62 (15:13, 15:17, 14:26, 13:5) bereits die zweite Niederlage ein und kann aus eigener Kraft nun nicht mehr das Halbfinale erreichen.

Das deutsche Team, das mit Niels Giffey, Alexander Andreev, Daniel Leithner, Lennard Jördell und Sebastian Koch anfing, legte einen ordentlichen Start hin und führte nach knapp sieben Minuten mit 13:7. Die Zahl der Ballverluste konnte Coach Alexander Krüger, wie schon gegen Montenegro jedoch nicht zufrieden stellen und so kamen die Finnen zum Ende des Viertels wieder bis auf einen Punkt heran.

Zu Beginn des zweiten Viertels konnten die Skandinavier in Führung gehen, doch Niels Giffey hatte mit seinem Dreier die richtige Antwort parat. Die hohe Fehlerquote blieb, doch die Finnen konnten kein Kapital daraus schlagen. Als der Dreierversuch von Daniel Leithner im Korb landete, wuchs die deutsche Führung auf fünf Punkte heran. Headcoach Krüger nahm eine Auszeit, doch entgegen der Erwartungen, setzten die Finnen die letzten Akzente der ersten Halbzeit. Jouni Samuli Vanttaja erzielte 46 Sekunden vor der Halbzeitsirene einen Dreier und damit die 31:30-Führung für Finnland. Das deutsche Team, dass sehr ausgeglichen punktete zollte somit den 15 Ballverlusten Tribut. Auf finnischer Seite waren es gerade einmal vier Turnover, während die Trefferquoten mit 42 Prozent in der ersten Halbzeit bei beiden Teams identisch waren.

In der zweiten Halbzeit machte der Topscorer der Finnen und des gesamten Turniers, Sasu Salin, da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte: In den ersten zweieinhalb Minuten machte er acht Punkte und markierte seinen bis dato 19 Punkt im Spiel. Die Nordeuropäer hatten nun einen Lauf und erspielten sich einen Vorsprung von zehn Punkten. Bundestrainer Alexander Krüger reagierte sofort mit einer Auszeit, doch die erhoffte Wirkung blieb aus. Zwar machten die Deutschen in dieser Phase keine groben Fehler mehr, aber der Gegner machte konsequenter seine Punkte, sodass es mit einem 44:57-Rückstand ins Schlussviertel ging.

Nun ging es für die deutsche Mannschaft um alles und das merkte man ihr an. Mit einer 9:0-Serie kam die Krüger-Truppe bis auf zwei Punkte an die Finnen heran und hatte noch 1,27min auf der Uhr. Harald Debelka verpasste mit seinem verfehlten Dreierversuch 34 Sekunden vor Ende jedoch den Anschluss und so brachten die Finnen die Führung über die Zeit.
Nach der ausgeglichenen ersten Spielhälfte, war es das überragende dritte Viertel der Skandinavier, das die Entscheidung brachte. Die Aufholjagd der Deutschen kam zu spät und so hieß es am Ende 57:62 aus deutscher Sicht.

Nun geht es darum, eine möglichst gute Position in der Gruppe zu schaffen, damit am Ende wenigstens eine ordentliche Platzierung herausspringt. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass eine ausgeglichene Mannschaft, wie sie die deutsche Auswahl ist, nicht reicht, um ganz oben mitzuspielen. Wo das deutsche Team wirklich steht, zeigt sich in den kommenden Spielen. Die nächsten Gegner heißen Rumänien und Schweden.

Für Deutschland waren dabei:
Alexander Andreev (Foto, SOBA Rhöndorf, 8), Florian Börstler (FC Bayern München), Benedikt Breiling (TVG Baskets Trier, 5), Harald Debelka (Crailsheim Merlins, 10), Niels Giffey (TuS Lichterfelde, 9), Lennard Jördell (TSV Bayer Leverkusen, 10), Sebastian Koch (TSV Unterhaching, 7), Daniel Leithner (TTL Bamberg, 5), Alexander Machowski (TSV Unterhaching), Dominik Malinowski (Paderborn Baskets), Daniel Stawowski (FC Tegernheim, 2), Dawit Villarzu (TuS Lichterfelde, 1).

Vorrundenspiele B-EM in Skopje
Montag, 23. Juli 2007, 18.45 h: Deutschland – Rumänien
Dienstag, 24. Juli 2007, 16.30 h: Deutschland – Schweden

Scouting unter www.fibaeurope.com (Spalte rechts mit allen Jugend-Europameisterschaften)

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