U16-Jungen trotz Niederlage im EM-Viertelfinale13. August 2013

Die deutsche U16-Nationalmannschaft der Jungen hat bei der Europameisterschaft in Kiew/Ukraine die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale geschafft. Trotz der 47:68 (14:19, 10:16, 13:14, 10:16-Niederlage gegen die weiterhin ungeschlagenen Griechen steht das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic unter den besten acht Teams, da parallel Litauen gegen Russland gewann. Zum dritten Mal in Folge steht Deutschland damit im Viertelfinale der U16-EM. Heute avancierte Michael Keßen zum besten deutschen Korbjäger (14 Punkte). Morgen geht es für die deutsche Mannschaft gegen Russland.

Die Vorzeichen standen gut für die ING-DiBa-Korbjäger, denn die Griechen hatten sich am Vortag gegen Litauen erst nach Verlängerung durchsetzen können, konnten also keine “Übermannschaft sein”. Georg Beyschlag, Richard Freudenberg, Tibor Taras, Niklas Kiel (Foto) und Leon Kratzer begannen mit durchdachten Offensivaktionen (6:2, 3. Min.), passten dann aber mehrmals in Folge nicht gut genug auf den Ball auf und mussten Griechenland, das jeden Fehler umgehend bestrafte, ziehen lassen. Beim 6:11 nahm Ibrahimagic eine Auszeit, denn der Verlauf der Partie konnte ihm nicht gefallen. Vorne fand die DBB.-Auswahl überhaupt keinen Zugang zum Spiel mehr, während es den Griechen im Angriff viel zu leicht gemacht wurde (6:15, 6. Min.). Schon bei den Einwürfen hatten die Deutschen größte Schwierigkeiten, aber der Dreier von Kiel machte Mut (9:15, 7. Min.). Keßen führte Deutschland mit fünf Punkten in Folge auf 14:15 heran (9. Min.), die deutsche Defense stand nun deutlich besser. Doch bis zum Ende des ersten Viertels verloren die DBB-Youngster “aus heiterem Himmel” noch drei Mal den Ball und ermöglichten Griechenland wieder eine komfortablere Führung (14:19).

Auch anfangs des zweiten Spielabschnitts wurde es nicht besser. Mit bereits mehr als zehn Ballverlusten schienen die Deutschen früh jede Chance zu verspielen (14:26, 12. Min.). Einzig Keßen zeigte eine couragierte Partie und traf zum 19:28 (13. Min.). Kiel war zum 21:28 zur Stelle und Taras besorgte das 23:28, plötzlich war Deutschland wieder im Spiel (15. Min.). Doch es blieb eine Partie des “hin und her”, denn die nächsten Szenen gehörten wieder den Griechen (23:35, 18. Min.). Das blieb so bis zum Seitenwechsel (24:38). 17 Ballverluste und eine Reboundbilanz von 14:20 hatten nicht mehr möglich gemacht.

Griechenland zu stark – Deutschland dank Schützenhilfe im Viertelfinale

Schon der erste Einwurf nach der Pause verursachte einen erneuten Ballverlust, den Griechenland zum 24:40 nutzte. Alles sah nach einem äußerst “gebrauchten” Tag für das DBB-Team aus. Zwar hängten sich die deutschen Spieler mit vollem Einsatz in die Partie, aber es wollte nicht wirklich viel gelingen (29:44, 25. Min.). Griechenland kontrollierte das Spiel, ohne selbst eine überragende Vorstellung zu zeigen. Kaum jemand in der nur sehr spärlich gefüllten Halle mochte zu diesem Zeitpunkt noch an eine Wende glauben. Kratzer traf nach Zuspiel von Merz; diese wenigen offensiven Aktionen reichten jedoch nicht aus, um den Griechen ernsthaft gefährlich zu werden. Deutschland gelang es zwar, den dritten Spielabschnitt ausgeglichen zu gestalten (13:14); dennoch blieb die deutliche Hypothek vor Beginn der finalen zehn Minuten bestehen (37:52).

Mit Punkten des starken Keßen begann das Schlussviertel, doch Griechenland wusste erneut zu kontern. Es folgte eine wahre Demonstration der Stärke der Hellenen, die in der 36. Spielminute mittels des 63:42-Zwischenstandes die Vorentscheidung brachte. Deutschland konterte in Person von Till Pape noch einmal; viel wichtiger war zu diesem Zeitpunkt aber der Blick zum Spiel Litauen gegen Russland, das über die Viertelfinal-Teilnahme des DBB-Teams entscheiden konnte. Am Ende musste sich Deutschland mit 47:68 geschlagen geben, feierte aber trotzdem, da Litauen sich mit 74:68 durchsetzte und somit den ING-DiBa-Korbjägern den dritten Viertelfinal-Einzug in Folge brachte.

Bundestrainer Alan Ibrahimagic sagte nach dem Spiel: “Wir ließen von Anfang an den gestern gezeigten Fokus und die Konzentration vermissen, so übernahmen die Griechen sehr früh die Kontrolle über das Spiel…Wir denken nicht an das Viertelfinale, sondern nur an das Spiel gegen Russland, das wir unbedingt gewinnen wollen.”

Für Deutschland spielten:
Georg Beyschlag (TSV 1861 Nördlingen), Richard Freudenberg (FC Bayern München, 6), Luis Figge (Paderborn Baskets 91 / finke baskets, 1), Moritz Hübner (TuS Urspringschule/ Cybex Urspring), Tibor Taras (SG Köln 99ers, 8), Lucien Schmikale (Oldenburger TB / Baskets Akademie Weser-Ems), Jakob Merz (MTV Kronberg / TV 1862 Langen, 2), Marvin Omuvwie (ratiopharm ulm, 2), Leon Kratzer (TSV Tröster Breitengüßbach, 5), Till Pape (Paderborn Baskets 91 / finke baskets, 2), Niklas Kiel (BBG Herford/Finke Baskets Paderborn, 7), Marcel Keßen (Iserlohn Kangaroos / Phoenix Hagen, 14).

Weiterer Länderspieltermin EM-Zwischenrunde
Mittwoch, 14. August 2013, 15.30 Uhr: Deutschland – Russland

Alle Infos, Statistiken, Spielpläne etc. finden Sie hier

Live Stream unter http://www.ukrbasket.net

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