U16-Jungen trotz Niederlage im EM-Viertelfinale2. August 2011

Spanien fügt dem Stein-Team im fünften Spiel die erste Niederlage zu
Im fünften Spiel der Europameisterschaft in der Tschechischen Republik hat es die deutschen U16-Jungen erstmals erwischt. Gegen Spanien unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Harald Stein mit 42:54 (9:15, 17:15, 5:17, 11:7). Trotz der Niederlage hat sich das DBB-Team vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert, da Russland zuvor gegen die Gastgeber unterlegen war.

Stein begann die Partie mit Ismet Akpinar, Jan-Niklas Wimberg, Maximilian Ugrai, Robert Zinn und Daniel Mayr. Nach nur drei Minuten sah sich die deutsche Mannschaft mit 2:8 im Rückstand, der Bundestrainer reagierte mit einer Auszeit. Deutschland kam auch in der Folge nur schwer mit der intensiven spanischen Defense zurecht. Da allerdings auch Spanien kaum zu guten Würfen kam, neutralisierten sich beide Teams minutenlang (6:12, 9. Min.). Gegen Ende des Auftaktviertels gestatteten die ING-DiBa-Korbjäger ihren Kontrahenten zu oft den freien Weg zum Korb, aber nach insgesamt schwachen zehn Minuten war noch alles drin (9:15).

Auch die ersten Versuche im zweiten Viertel waren auf beiden Seiten nicht von Erfolg gekrönt. Dann machte Janis Stielow das 11:15 (12. Min.). Die deutsche Defense hatte das Niveau der spanischen längst erreicht, aber in der Offense wurden zu viele Bälle zu leicht hergeschenkt. Da tat der Dreier von Stefan Ilzhöfer (Foto) zum 14:17 nach 14 Minuten richtig gut. Die von ihren lautstarken Fans unermüdlich angefeuerten Deutschen gaben zwei Mal in Folge leichte Offensivrebounds ab und verteidigten das Anspiel auf den spanischen 2,10-Center Ilimane Diop nur unzulänglich (15:22, 16. Min.). Die keineswegs überragenden Spanier nutzen ihre wenigen Chancen konsequenter, während die deutschen Angriffsbemühungen trotz guter Ansätze häufig nur Stückwerk blieben. Trotzdem blieb man im Spiel und kam durch zwei Freiwurftreffer des bereits mit drei Fouls belasteten Niklas Ney zum 19:25 (18. Min.). Auch David Taylor fing sich sein drittes Foul ein und musste auf die Bank. Ihm folgte Wimberg – ebenfalls mit drei Fouls – nur wenig später. Deutschland fightete, erzielte durch Ugrai das 24:27, durch Ney das 25:27 und war kurz vor der Pause mitten im Spiel angekommen.

Sehr unglücklich agierte die DBB-Auswahl die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel. Bälle wurden stark erobert, aber dann leicht wieder verloren, einige Wurfversuche tanzten auf dem Ring und fielen dann heraus, kurzum, es fehlte nur etwas Glück, um die Partie zu drehen (28:32, 24. Min.). Ein artistischer Korbleger von Stielow brachte das 30:32. Doch immer wieder konnten sich die Spanier aus der drohenden deutschen Umklammerung befreien (30:38, 27. Min.). Nach dem 30:40 nahm Stein eine weitere Auszeit, um den Run der Iberer zu stoppen (27. Min.). Doch erst Taylor erzielte nach 28 Minuten wieder einen deutschen Punkt zum 31:42. Stein versuchte es jetzt auch mit einer Zonenverteidigung, aber Spanien behielt nun eindeutig die Oberhand (31:47, 29. Min.). Die Begegnung war binnen weniger Minuten entschieden worden. Bereits 26 deutsche Ballverluste hatten wesentlich dazu beigetragen.

Im Schlussabschnitt ging es in erster Linie um Schadensbegrenzung. Stein gab allen deutschen Akteuren Spielzeit. Ilzhöfer versenkte seinen zweiten Dreier zum 37:51 (34. Min.). Das DBB-Team stemmte sich mit allen Kräften gegen eine allzu deutliche Niederlage, kam aber vorne einfach nicht zu geeigneten Wurfmöglichkeiten. So hatte Spanien letztlich wenig Mühe, die immer schwächer werdende Partie, in der minutenlang gar keine Punkte fielen, nach Hause zu spielen. Erfreulich aber auch für den weiteren Turnierverlauf, dass die deutsche Mannschaft bis zur letzten Sekunde kämpfte und nie aufgab (40:51, 39. Min.).

“Wir haben sehr gut verteidigt und die Spanier auf 28 Prozent Wurfquote gehalten. Aber wir hatten durch unsere 30 Ballverluste auch 25 Würfe weniger als der Gegner, da kann man so ein Spiel nicht gewinnen. Gegen einen solchen Gegner reichen schon ein paar Unkonzentriertheiten aus. Morgen geht es mit Volldampf weiter”, meinte Harald Stein anschließend.

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (Würzburg Baskets), David Taylor (BBC Bayreuth, 5), Dino Dizdarevic (SV Breitengüßbach), Janis Stielow (MTV Bad Bevensen Lüneburg, 6), Ismet Akpinar (BC Hamburg, 12), Terry Thomas (TSV Breitengüßbach), Jan-Niklas Wimberg (Oldenburger TB, 3), Maximilian Ugrai (Würzburg Baskets, 4), Stefan Ilzhöfer (BSG Ludwigsburg, 6), Robert Zinn (BSG Ludwigsburg), Daniel Mayr (TuS Jena, 2), Niklas Ney (ALBA Berlin, 4).

Die Spiele der U16 männlich von der EM in Tschechien sind alle live als Stream (oder auch im Nachhinein) unter folgendem Link zu verfolgen: http://basketbal-me-u16-2011.tvcom.cz/videa/

Weiteres Spiel der U16-Jungen in der Zwischenrunde
Mittwoch, 3. August 2011, 18.00 Uhr: Deutschland – Tschechische Republik

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