U16-Jungen nach toller Aufholjagd geschlagen31. Januar 2012

60:68- Niederlage für Stein-Team – Fehlende Dominanz unter den Brettern ausschlaggebend

Die deutsche U16-Nationalmannschaft hat einen Tag nach der Niederlage gegen Frankreich (47:53) eine weitere Pleite einstecken müssen. Gegen Russland, einen der Turnierfavoriten, gelang der DBB-Auswahl eine furiose Aufholjagd, die am Ende jedoch nicht mit einem Sieg belohnt wurde. Nach 40 Minuten leuchtete von der Anzeigentafel eine 60:68 (15:21, 13:13, 19:15, 13:19)-Niederlage. Bester deutscher Korbschütze war Joschka Ferner mit 12 Punkten.

Einen Tag nach dem Vorrunden-Krimi gegen die starken Franzosen wartete mit Russland ein weiterer Titelkandidat auf die U16-Jungen von Bundestrainer Harald Stein. Dementsprechend motiviert und fokussiert ging die DBB-Auswahl zu Werke. Gut herausgearbeitete Würfe fanden allerdings nicht ihr Ziel und in der defensiven Rebound-Arbeit taten sich die ING-DiBa-Korbjäger überraschend schwer (neun gegnerische Offensiv-Rebounds im ersten Viertel). Dies nutzten die Russen gnadenlos aus und zogen auf 21:9 davon. Durch einen Kraftakt, gepaart mit verbesserter Zonenverteidigung, verkürzte die DBB-Auswahl zum Ende des ersten Viertels auf 15:21.

Das Stein-Team war nun endlich in der Begegnung angekommen und gestaltete den Verlauf in der Folge ebenbürtig. Positiv war die Anzahl der Ballverluste, die im Gegensatz zu den vorangegangenen Spielen deutlich geringer ausfiel (zehn Turnover bis zur Halbzeit). Auch die Verteidigung wurde präsenter und eröffnete den Russen weniger einfache Körbe als noch in den ersten zehn Minuten. Topscorer auf deutscher Seite war bis zu diesem Zeitpunkt Joschka Ferner mit sieben Punkten. Beim Halbzeitstand von 28:34 war für die deutschen Youngster noch alles drin.

Furios begann das dritte Viertel für das Stein Team: Jonas Grof glich zum 36:36 in der 23. Minute aus. Die Begegnung wurde von Minute zu Minute intensiver und stand auf Messers Schneide. Kein Team wollte sich mehr den Schneid abkaufen lassen und so ging es beim Stand von 47:49 in den finalen Abschnitt.

Die letzten zehn Minuten waren an Spannung kaum noch zu überbieten. Nach einem starken Lauf der Russen (52:64, 36. Minute) schien die Partie bereits entschieden. Doch mentale Stärke und unbändiger Wille führte die DBB-Auswahl, angeführt von Joschka Ferner und Jan-Niklas Wimberg, die wichtige Würfe trafen, zurück in die Begegnung. Ein 8:0-Lauf brachte Deutschland wieder auf 60:64 in der 38. Minute heran und zwang die Russen zu einer Auszeit. Die mögliche Sensation vor Augen suchten die ING-DiBa-Korbjäger ihr Heil aus der Distanz, doch Ebert, Wimberg, Obst und noch zwei Mal Ebert verfehlten ihr Ziel. Schlussendlich musste man in eine 60:68-Niederlage einwilligen. Ausschlaggebend waren in erster Linie die fehlende Durchsetzungsfähigkeit unter dem eigenen Korb (27 Offensiv-Rebounds der Russen) und der Galaauftritt der beiden russischen Guards Gavrilov (22 Punkte) und Afanasev (20).

Für Deutschland spielten:
Kevin Casper (TuS Lichterfelde, 11), Constantin Ebert (Würzburg Baskets, 5), Joschka Ferner (TSV Nördlingen, 12), Robert Glöckner (ALBA Berlin), Jonas Grof (Basketball Boele-Kabel, 6), Leon Kratzer (BBC Bayreuth), Armin Musovic (Eintracht Frankfurt), Andreas Obst (TSV Breitengüßbach, 7), Lennart Okeke (Foto, Eintracht Frankfurt, 6), Max Pfannmüller (BBLZ Mittelhessen), Jan-Niklas Wimberg (Oldenburger TB, 11) und Daniel Woltering (UBC Münster, 2).

Die weiteren Vorrundenspiele (deutsche Zeit):
Mittwoch, 1. Februar 2012, 16.15 Uhr: Deutschland – Bulgarien

Das Turnier kann über die Website http://www.tbf.org.tr/ttt verfolgt werden.

 

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