U16-Jungen: Starke erste Halbzeit reicht nicht zum Sieg10. August 2009

Deutschland unterliegt Frankreich mit 42:56 – Menz-Team mit starker defensiver Leistung – Einbruch in der zweiten Halbzeit
Die U16-Jungen des Deutschen Basketball Bundes sind mit einer Niederlage in die Zwischenrunde der Europameisterschaft in Kaunas / Litauen gestartet. Gegen die mit weißer Weste angetretenen Franzosen verlor die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz trotz tollem zweiten Viertel mit 42:56 (12:15, 19:7, 6:20, 5:14). Bereits morgen trifft das DBB-Team auf die Auswahl Serbiens.

Julius Wolf eröffnete die Partie mit schnellen Punkten für Deutschland und sorgte gemeinsam mit Leon Tolksdorf für den 6:6-Zwischenstand nach vier Spielminuten, der zunächst einige Zeit Bestand hatte. Es entwickelte sich ein korbarmes Spiel, auch weil die deutsche Verteidigung es schaffte, die sonst so treffsicheren Franzosen auf unter 25 Prozent im Zwei-Punkt-Bereich (zwei von elf) zu halten. Paul Albrecht setzte im Anfangsviertel viele Akzente für die DBB-Jungen und traf zum 12:11 (8. Min.). Die ING-DiBa-Korbjäger zeigten gegen die bisher stets siegreichen Franzosen (Vorrundensiege gegen Serbien, Lettland und die Ukraine) eine sehr ansprechende Leistung und lagen nach verwandelten Freiwürfen von Yannis Morin nach den ersten zehn Minuten knapp mit 12:15 zurück.

Mit acht Punkten in Folge startete die Gastgeber-Mannschaft der U17-WM sensationell in das zweite Viertel: Fabian Bleck und Josip Peric (Foto) trafen wichtige Würfe für Deutschland und sorgten für das 20:15 nach 14. Minuten. Die DBB-Jungen trafen auch im weiteren Verlauf des zweiten Spielabschnitts deutlich besser (über 50 Prozent) als ihre französischen Gegner (knapp 30 Prozent). Nach Albrechts Drei-Punkt-Spiel, das erstmals eine zweistellige Führung sicherstellte (28:18, 16. Min.), nahm Frankreich eine Auszeit, um den Spielfluss des Menz-Teams zu stoppen. Dies gelang nur bedingt, denn die deutsche Mannschaft blieb auch zur Halbzeit deutlich in Front (31:22). Lediglich die zitternden Nerven an der Freiwurflinie verhinderten einen größeren Vorsprung.

Sechs unbeantwortete Punkte in Folge von Frankreich sorgten wieder für viel Spannung in der Partie. Anselm Hartmann traf einen wichtigen Distanzwurf zum 34:28 (23. Min.), der die französische Aufholjagd kurzzeitig unterbrach. Die jetzt immer stärker werdenden Franzosen verlangten der deutschen Mannschaft nun alles ab. Bleck verwandelte nach Hartmann-Pass erneut einen wichtigen Drei-Punkt-Wurf und egalisierte damit die zwischenzeitliche Führung der Franzosen (37:37, 28. Min.). Das DBB-Team wusste sich gegen die nun viel spielstärkeren Franzosen in dieser Phase nur mit Fouls zu helfen, was Frankreich eiskalt von der Freiwurflinie nutzte und vor dem Schlussviertel die Führung zurückeroberte (37:42 aus deutscher Sicht).

Auch im letzten Spielabschnitt kam Frankreich zu den ersten Punkten – erneut von der Freiwurflinie. Deutschland leistete sich mehrere Fehler im Ballvortrag, sodass die Franzosen zu einfachen Punkten kamen. Frank Menz nahm eine Auszeit, um seiner Mannschaft vor allem in der Offensive Wege aufzuzeichnen, wie sie wieder erfolgreich agieren konnten. Doch auch in der Folgezeit war der Korb für die DBB-Jungen wie zugenagelt. Menz versuchte es mit den unterschiedlichsten Formationen, doch keine brachte den gewünschten Erfolg. Frankreich verwaltete den Vorsprung clever und da Bleck erst zwei Minuten vor Spielende wieder für das DBB-Team traf, musste die deutsche Mannschaft in die Niederlage (42:56) einwilligen.

Bundestrainer Frank Menz betonte nach der Partie die sensationelle Verteidigungsleistung seiner Mannschaft: „Frankreich hat in den letzten Spielen immer zwischen 80 und 90 Punkte erzielt. Was die Jungs heute über vierzig Minuten in der Verteidigung geleistet haben, war sensationell! In der zweiten Halbzeit hat es im Angriff angesichts des Drucks der Franzosen nicht mehr gereicht; auch, weil wir zu oft den Ball verloren haben.“

Für das morgige Spiel gegen Serbien (die heute nur knapp mit 90:92 gegen Spanien verloren haben) hofft der Bundestrainer vor allem auf „eine bessere Trefferquote als die in der zweiten Halbzeit“. Mit einer ähnlich guten Verteidigungsleistung ist dann sogar eine Überraschung im Bereich des Möglichen.

Für Deutschland spielten:

Paul Albrecht (Oldenburger TB, 11 Punkte / 4 Rebounds / 1 Assists), Fabian Bleck (Phoenix Hagen, 9 / – / 1), Alexander Blessig (FC Bayern München, – / 1 / -), Nico Hackmann (TuS Bramsche / Young Dragons Quakenbrück), Anselm Hartmann (Oldenburger TB, 3 / 2 / 1), Lukas Higgen (TSG Westerstede), Jacob Krumbeck (BBC Rendsburg, – / 2 / -), Josip Peric (ALBA Berlin, 4 / 2 / 1), Tobias Schönhammer (TSV Breitengüßbach, 2 / 5 /-), Leon Tolksdorf (ALBA Berlin, 5 / 4 / 2), Tim Unterluggauer (TSV Bayer 04 Leverkusen, 1 / 11 / -) und Julius Wolf (SG Urspringschule, 7 / 2 / 1).

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