U16-Jungen spielen um EM-PLatz 76. August 2011

Niederlage gegen Letland – Morgen gegen Russland oder die Türkei
Wer besiegt den großen Frust am schnellsten? Um diese Frage ging es im heutigen EM-Spiel der U16-Jungen gegen Lettland. Beide Teams hatten am Abend zuvor ihr jeweiliges Viertelfinale nur ganz knapp verloren und trafen nun in einer “Partie der Moral” aufeinander. Die DBB-Auswahl von Bundestrainer Harald Stein unterlag schließlich mit 53:68 (17:15, 16:19, 11:17, 9:17), nachdem sie die Partie über drei Viertel offen gehalten hatte, und spielt morgen um Platz 7 gegen Russland oder die Türkei.

Stein verzichtete auf den Einsatz von David Taylor und Robert Zinn und begann mit Constantin Ebert (Foto), Janis Stielow, Jan-Niklas Wimberg, Maximilian Ugrai und Daniel Mayr. Lettland, das einige Stunden mehr Pause nach dem Viertelfinale gehabt hatte, agierte von Beginn an mit einer druckvollen Ganzfeldverteidigung und wirkte etwas wacher und schneller auf den Beinen (3:9, 4. Min.). Die Letten verstanden es, die deutschen Fehlwürfe und Ballverluste hochprozentig auszunutzen und profitierten auch von der deutschen Freiwurfschwäche zu Beginn (5:12, 6. Min.). Niklas Ney kam ins Spiel, brachte Deutschland mit fünf Punkten auf 10:12 heran (8. Min.) und hatte hinten eine spektakuläre Blockaktion. Einzig die sehr magere Freiwurfquote (2/9) verhinderte zu diesem Zeitpunkt eine deutsche Führung, die dann aber Ismet Akpinar mit einem Dreier besorgte (17:15, 10. Min.).

Die ING-DiBa-Korbjäger hatten jetzt offenbar die Müdigkeit aus den Beinen gelaufen und einige schöne Szenen. Nur die Freiwürfe gelangen nach wie vor nicht (23:21, 13. Min.). Dem Publikum bot sich eine interessante Begegnung auf gutem Niveau, von Frust war da nicht viel zu spüren. Terry Thomas setzte sich sehr schön zum 28:25 durch (15. Min.) und wusste seine gesteigerte Spielzeit zu nutzen. Die Letten hatten ihren Rhythmus verloren, zudem kassierte der Coach ein technisches Foul (31:25, 17. Min). Doch Lettland war bereits zum fünften Mal von jenseits der Dreipunktelinie erfolgreich und blieb im Spiel. Mit einer Zonenverteidigung versuchten die Balten Deutschland zu beeindrucken, was ihnen auch gelang, da das Stein-Team kaum vernünftige Wurfpositionen herausspielte (33:32, 20. Min.). Mit der Schlusssirene holte Lettland sich die Führung zurück.

Lettland erwischte den besseren Start ins dritte Viertel, weil das DBB-Team auch bei Fastbreaks einfache Chancen liegen ließ (37:42, 25. Min.). Diese Entwicklung des Spiels versuchte Harald Stein mit einer Auszeit aufzuhalten. Moral und kämpferische Einstellung waren bei der DBB-Auswahl absolut intakt, doch die Würfe wollten nicht fallen (40:48, 28. Min.). Mayr verwandelte einen Offensivrebound zum 44:48, aber wieder mussten die Deutschen mit dem Schlusssignal des Viertels bittere Punkte des Gegners hinnehmen (44:51).

Lettland warf sich an der Freiwurflinie zweistellig in Führung (54:44, 32. Min.), bei den deutschen Spielern wurden jetzt doch einige hängende Köpfe registriert. Die Balten sahen wie der sichere Sieger aus und dominierten das Spiel. Stein holte die DBB-Jungen zusammen und motivierte sie, noch einmal alles aus sich herauszuholen. Denn schließlich lag nicht die grundsätzlich bessere Mannschaft vorne, sondern die, die heute weniger Fehler machte und besser von der Freiwurflinie traf. Nach einem lettischen Dreier zum 47:60 (36. Min.) war das Spiel aber entschieden, auch wenn Stefan Ilzhöfer prompt per Dreier antwortete. Lettland geriet nicht mehr in Gefahr.

“Die Letten haben heute gut gespielt und nicht umsonst gestern gegen die Tschechen am Halbfinale geschnuppert. Von der Energie her und auch ein bisschen von der Emotionalität her waren sie uns überlegen. Wir haben unsere Leistung nicht ganz abrufen können, die Pause war auch sehr kurz. Morgen werden wir noch einmal Vollgas geben, denn wir nutzen natürlich jede Möglichkeit, den jungen Spielern internationale Erfahrung auf hohem Niveau zu geben”, meinte Harald Stein nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (Würzburg Baskets, 4), Dino Dizdarevic (SV Breitengüßbach 3), Janis Stielow (MTV Bad Bevensen Lüneburg, 8), Ismet Akpinar (BC Hamburg, 11), Terry Thomas (TSV Breitengüßbach, 5), Jan-Niklas Wimberg (Oldenburger TB), Maximilian Ugrai (Würzburg Baskets, 2), Stefan Ilzhöfer (BSG Ludwigsburg, 9), Daniel Mayr (TuS Jena, 2), Niklas Ney (ALBA Berlin, 9).

Die Spiele der U16 männlich von der EM in Tschechien sind alle live als Stream (oder auch im Nachhinein) unter folgendem Link zu verfolgen: http://basketbal-me-u16-2011.tvcom.cz/videa/

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