U16-Jungen deklassieren England6. August 2005

Gegner nach der Pause völlig hilflos – Am Montag im entscheidenden Halbfinale gegen Georgien
Die deutsche U16-Nationalmannschaft männlich hat bei der B-Europameisterschaft in Botevgrad/Bulgarien den 7. Erfolg in Serie geschafft und damit das Halbfinale am kommenden Montag gegen Georgien erreicht. Gegen England siegte die Truppe von Bundestrainer Kay Blümel deklassierend mit 100:40 (31:13, 14:14, 22:6, 33:7).

Ganz stark begann die DBB-Auswahl, die die Engländer zu Beginn förmlich überrannte und durch den Verteidigungsdruck kaum zur Entfaltung kommen ließ. Überragend in dieser Phase agierte Center Christian Kuhn (Foto), der den Gegner fast im Alleingang abfertigte. 16 Punkte erzielte er allein in den ersten zehn Minuten. 13:4 hieß es nach vier Minuten, 29:10 fünf Minuten später. Und als Philipp Schwedthelm nach 13 Minuten auf 37:13 erhöhte, sah es schon früh nach einem Debakel für die Engländer aus.

Doch die schlugen um den jetzt starken Daniel McKay zurück und kamen nach einer 12:2-Serie auf 39:25 heran (18. Min.). Robin Benzing, Christian Kuhn und Mathias Perl sorgten dann für den Halbzeitstand mit deutlichem 18-Punkte-Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel hatten die Engländer überhaupt nichts mehr zu bestellen und wurden von den ING-DiBa-Korbjägern deklassiert. Schon früh ging es gegen den hilflosen Gegner nur noch darum, ob der erste „Hunderter“ im Turnier gelingt. Thomas Schöps war es dann 58 Sekunden vor dem Ende vorbehalten, den 100. Punkt für die deutsche Mannschaft zu erzielen. Zuvor hatte Kay Blümel allen zwölf deutschen Spielern Einsatzzeit gegeben, die auch alle zu Punkten nutzten.

Auch die statistischen Werte dokumentieren die Überlegenheit der Deutschen gegen die wesentlich stärker eingeschätzten Engländer, die ihr Waterloo erlebten. Lediglich elf Mal verlor die DBB-Auswahl den Ball (England 32), gewann die Reboundbilanz mit 42:29. Auch die Wurfquote im Zweierbereich konnte sich sehen lassen (27/48 = 56 Prozent), war im Dreierbereich zufriedenstellend (7/20 = 35 Prozent). Auch die Freiwürfe waren in Ordnung (25/33 = 76 Prozent).

„Das war eine Demonstration meiner Mannschaft. Ich hatte keinerlei Probleme meine Spieler zu motivieren, da sie sich gut daran erinnern konnten, wie die Engländer uns beim Spiel gegen Finnland ausgelacht haben. Heute wollten alle, die ganze Mannschaft hat hervorragend funktioniert. Herausheben muss man Christian Kuhn, der nicht nur unser Topscorer war, sondern auch den bisherigen Topscorer und Toprebounder des Turniers, Williams auf Seiten der Engländer, auf null Punkten und drei Rebounds gehalten hat. Wahrscheinlich spielen wir im Halbfinale gegen die Slowakische Republik. Die haben wir zwar im 1. Spiel deulich geschlagen, aber das ist jetzt eine ganz andere Mannschaft, die sich hier kontinuierlich gesteigert hat.“ Im Gegner irrte der Bundestrainer, denn Georgien unterlag überraschend der Mannschaft aus Bosnien-Herzegowina mit 79:84 und ist nun die zu überspringende Hürde für Deutschland im Halbfinale (Montag, 17.15 Uhr).

Deutschland:
Thierno Agne (Bramfelder SV, 2), Kai Barth (TV Langen, 4), Marian Benzing (SC Bergstrasse/TV Langen, 2), Robin Benzing (SC Bergstrasse/TV Langen, 12), Elias Harris (SG TV Drückheim/BI Speyer, 4), Christian Kuhn (SG Mannheim, 32), Marco Miklos (DJK Nord Regensburg, 5), Mathias Perl (MTV Gießen, 6), Thomas Schöps (IBBA/SSC Südwest, 9), Philipp Schwedthelm (SG RheinEngergie Köln, 10), Walter Simon (IBBA/Mahrzahner Basket Bären, 7), Moritz Westkämper (IBBA/TuS Lichterfelde, 7).

Aktuelle Ergebnisse und Statistiken unter www.fibaeurope.com  

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