U16-Jungen beenden EM auf tollem 8. Platz7. August 2011

Stein-Team unterliegt der Türkei im Platzierungsspiel – Deutschland bleibt Erfolgserlebnis zum EM-Abschluss verwehrt
Die U16-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes blieb bei der Europameisterschaft in Tschechien ein letztes Erfolgserlebnis verwehrt. Nach der 41:66 (12:11, 13:20, 5:15, 11:20)-Niederlage gegen die Türkei beendet das Team von Bundestrainer Harald Stein die EM auf dem 8. Platz. Der Kapitän der deutschen Mannschaft, Ismet Akpinar (Foto FIBA Europe), war mit 12 Punkten bester Werfer.

Mit Ismet Akpinar, Janis Stielow, Maximilian Ugrai, Jan-Niklas Wimberg und Daniel Mayr begann die deutsche Mannschaft ihr letztes EM-Spiel, in dem Bundestrainer Stein erneut auf den Einsatz von David Taylor und Robert Zinn verzichtete. Deutschland startete gut in Begegnung und lag nach Punkten von Kapitän Akpinar sowie Dreipunktewurf und Freiwürfen von Stielow schnell mit 7:2 (3. Min.) in Führung. Die Türken ließen sich davon jedoch nur kurzzeitig beeindrucken und gingen nach sechs unbeantworteten Punkten ihrerseits in Führung. Deutschland übernahm dank Wimberg und Ilzhöfer allerdings zum Ende des munteren ersten Spielabschnitts wieder das Kommando und lag folglich nach zehn Minuten knapp in Front (12:11).

Bundestrainer Harald Stein setzte seine Ankündigung um und gab allen zehn Spielern seines Kaders bereits in der ersten Halbzeit Minuten auf dem internationalen Parkett. Akpinar war auch in diesem Spiel Aktivposten seines Teams und traf zum 15:13 für Deutschland nach 12 Minuten. Beide Mannschaften verteidigten extrem stark und mussten so hart für erfolgreiche Aktionen kämpfen. Nach zwei korblosen Minuten war er erneut die stark aufgelegte Akpinar, der aus der Distanz traf und Deutschland ein kleines Polster erspielte (20:16). Die Antwort der Türken ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Birsen und Sanii waren für ihre Farben erfolgreich und zwangen Stein zu einer Auszeit (20:21, 17. Min.). Die Türkei ließ sich jedoch auch nicht von taktischen Umstellungen stoppen, traf nun hochprozentig und konnte sich so vor dem Seitenwechsel leicht absetzen (25:31).

Beide Teams agierten zu Beginn des dritten Spielabschnitts nervös und trafen zunächst kaum einen Wurf. Nach drei Minuten war es Daniel Mayr, der bezeichnender Weise von der Freiwurflinie die ersten Punkte der zweiten Halbzeit machte. Die Türken fingen sich dann jedoch und konnten sich nach vier Punkten von Osman weiter absetzen. Das DBB-Team haderte weiter mit seiner Trefferquote – nach gutem Beginn fielen selbst gut heraus gespielte Würfe nicht mehr (26:37, 24. Min.). Stein änderte nun die offensive Strategie seines Teams, forderte mehr Zug in die Zone, um so die Türken zu Fouls zu zwingen. Vier Minuten vor Ende des dritten Viertels hatte die Türkei auch ihre Teamfoul-Grenze erreicht und Deutschland kam durch Ney wieder zu Punkten (28:38). Doch auch Ilzhöfers Freiwurf-Punkte ließen den Rückstand nicht kleiner werden und so ging Deutschland mit deutlichem Rückstand in den Schlussabschnitt (30:46).

Daniel Mayr traf zu Beginn des letzten Viertels erstmals nach dem Seitenwechsel aus dem Feld, doch die Hoffnung auf eine mögliche deutsche Aufholjagd wurden im direkten Gegenzug durch Mustafa aus der Distanz zu Nichte gemacht. Ebert und Ney konnten für das DBB-Team noch einmal Akzente setzen; die Vorentscheidung war ob des konstant bleibenden Rückstands jedoch gefallen (36:56, 36. Min.). Die türkische Mannschaft agierte in den Schlussminuten clever und hatte so stets die Kontrolle über die Begegnung. So unterlag die deutsche Auswahl zwar am Ende mit 41:66, darf aber trotzdem auf eine tolle Europameisterschaft zurückblicken.

DBB-Bundestrainer Harald Stein zog ein entsprechend zufriedenes EM-Fazit: “Das Turnier hier war extrem ,ausgeglichen und wir waren mittendrin. Wenn man sieht, dass beispielsweise die Tschechen heute im Finale spielen sieht man, wie eng die Teams beieinander sind. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft; wir haben eine tolle Vorrunde gespielt, in der Zwischenrunde und auch im Viertelfinale hatten wir das Momentum nicht immer auf unserer Seite. Heute haben die Jungs alles gegeben, aber die Türken haben extrem gut getroffen und unsere Beine waren nach dem langen Turnier einfach müde, so dass wir oftmals einen Schritt zu spät waren.”

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (Würzburg Baskets, 2), Dino Dizdarevic (SV Breitengüßbach), Janis Stielow (MTV Bad Bevensen Lüneburg, 8), Ismet Akpinar (BC Hamburg, 12), Terry Thomas (TSV Breitengüßbach), Jan-Niklas Wimberg (Oldenburger TB, 3), Maximilian Ugrai (Würzburg Baskets, 2), Stefan Ilzhöfer (BSG Ludwigsburg, 4), Daniel Mayr (TuS Jena, 3), Niklas Ney (ALBA Berlin, 7 Punkte, 10 Rebounds).

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