U16-EM: DBB-Youngster mit Paukenschlag19. Juli 2012

Die deutsche U16-Nationalmannschaft der Jungen ist mit einem Paukenschlag in die Europameisterschaft in Litauen und Lettland gestartet. Im litauischen Panevezys gelang der Mannschaft von Bundestrainer Harald Stein nach tollem Start ein 67:60 (19:4, 16:20, 18:20, 14:16)-Erfolg gegen Serbien. In einer sehr ausgeglichenen deutschen Auswahl waren Jan-Niklas Wimberg,  Kevin Casper, Joschka Ferner und Mahir Agva die erfolgreichsten Werfer (je 11 Punkte).

Constantin Ebert, Jan-Niklas Wimberg, Lennart Okeke, Kevin Casper und Joschka Ferner nahmen das erste EM-Spiel für die DBB-Auswahl in Angriff. Die beiden EM-erfahrenen Ebert und Wimberg sollten ihre Mitspieler anführen und ihnen die Nervosität nehmen. Das funktionierte zunächst bestens, nach vier Minuten führten die DBB-Youngster in einer defense-dominierten Partie nach vier Casper-Punkten mit 5:2. Sogar 7:2 hieß es kurz später (Ferner), die bissige deutsche Defense ließ die Serben überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Stein wechselte früh, die Bankspieler führten sich gleich glänzend ein (11:4, Mahir Agva). Nach dem 13:4 durch Wimberg (8. Min.) nahm der serbische Coach entnervt eine Auszeit. Die ING-DiBa-Korbjäger blieben aber bis zum Viertelende konzentriert und hatten nach weiteren Punkten von Agva und Lars Kamp (Topscorer der Vorbereitung) einen glänzenden Start hingelegt (19:4).

Wieder Kamp erhöhte per 3er auf 22:4 (12. Min.), es war fast schon beängstigend, wie stark die jungen deutschen Akteure auftraten, während auf serbischer Seite überhaupt nichts zusammenlief. Stein stoppte dann einen serbischen Mini-Lauf zum 22:8 per Auszeit, wollte so verhindern, dass der Gegner einen Rhythmus fand. Außer den Rebounds dominierte das DBB-Team zu diesem Zeitpunkt alle wichtigen Statistiken und behauptete einen deutlichen Vorsprung (26:10, 14. Min.). Aber ganz langsam fanden die Serben in die Begegnung und schon beim 28:15 (15. Min.) rief Stein seine Schützlinge wieder zusammen. Okekes 3-Punkt-Spiel zum 31:15 tat der deutschen Auswahl sehr gut, konterte es doch die nun intensiveren Bemühungen des Gegners. Das 33:15 durch Agva schraubte die deutsche Wurfquote auf annähernd 60 Prozent, Deutschland hatte nach 17 Minuten nur vier Ballverluste zu beklagen (Serbien 9). Deutschland agierte extrem ausgeglichen und war dadurch für Serbien kaum auszurechnen. Bis zum Seitenwechsel “verwalteten” die jungen Deutschen ihren Vorsprung aus dem ersten Viertel, mussten aber kurz vor der Halbzeitsirene noch ärgerliche Punkte hinnehmen (35:24).

Das Team vom Balkan verbuchte zwar die ersten Punkte im dritten Viertel, aber der starke Casper hielt dagegen und bewahrte den zweistelligen deutschen Vorsprung (39:28, 23. Min.). Die jeweils dritten Fouls von Playmaker Constantin Ebert und Joschka Ferner schmerzten, ebenso wie der serbische 3er zum 39:31. Der Gegner witterte jetzt seine Comeback-Chance und erhöhte den Druck, während Deutschland spürbar nachließ (40:35, 25. Min.). Das DBB-Team wehrte sich, kam in dieser Phase aber kaum zu erfolgreichen Abschlüssen. Dennoch stabilisierte sich die Stein-Truppe (47:38, 27. Min., Andreas Obst und Wimberg), der größte Elan der Serben schien gebrochen. Nach drei Vierteln durfte man weiter an einen Sieg gegen die favorisierten Serben glauben, weil Sebastian Schmitt (Foto) fast mit dem Signal einen ganz wichtigen 3er einnetzte (53:44).

Im Schlussabschnitt kam Serbien schnell auf 55:49 heran (32. Min.) und wieder schien es, als sollten sich einige zittrige Minuten für die deutsche Mannschaft anbahnen. Aber Wimberg übernahm Verantwortung und machte mit seinen Punkten ein “double double” perfekt, während Ferner und Schmitt zum beruhigenden 61:49 nachlegten (34. Min.). Beide Teams brachten in den folgenden rund drei Minuten nichts Zählbares zustande, gut für das DBB-Team. Zwei Minuten vor dem Ende traf Agva vorentscheidend zum 63:53 und ließ sein Team jubeln. Zwar kamen die Serben noch einmal bedrohlich nahe, am deutschen Sieg konnten sie aber nichts mehr ändern.

“Wir haben sehr konzentriert begonnen, starke Defense, sehr gutes Insidespiel, wo wir unsere Überlegenheit ausgespielt haben. In der 2. Halbzeit wurde Serbien stärker, aber wir haben das Spiel souverän nach Hause gebracht. Serbien kam nie näher als uf fünf Punkte heran. Constantin Ebert konnte wegen Foultrouble nur wenig spielen, auch das haben wir sehr gut kompensiert und hatten am Ende mit einem offenen 3er sogar die Chance auf einen zweistelligen Sieg”, freute sich Bundestrainer Harld Stein.

Für Deutschland spielten:
Sebastian Schmitt (FC Bayern München, 8), Andreas Obst (TSV Breitengüßbach, 3), Constantin Ebert (Würzburg Baskets), Lars Kamp (Paderborn Baskets, 7), Jan Niklas Wimberg (Oldenburger TB, 11/13 Rebounds), Jonas Grof (Basketball Boele-Kabel), Lennart Okeke (Eintracht Frankfurt, 5), Tim van der Velde (SG Köln 99ers), Kevin Casper (TuS Lichterfelde, 11), Mahir Agva (SV 08 Tübingen, 11), Niklas Kiel (BBG Herford / Paderborn Baskets), Joschka Ferner (TSV Nördlingen, 11).

Spieltermine der EM-Vorrunde im Überblick (deutsche Zeit):
Freitag, 20. Juli 2012, 12.30 Uhr: Deutschland – Slowenien
Samstag, 21. Juli 2012, 17.10 Uhr: Deutschland – Litauen

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