U16-EM: DBB-Team unterliegt Belgien7. Juli 2004

Nach dem ersten Viertel noch geführt

Die deutsche U16-Nationalmannschaft männlich hat ihr erstes Spiel bei der Europameisterschaft in Amaliada/Griechenland gegen Belgien mit 66:73 (25:18, 11:18, 12:19, 18:18) verloren. Damit steht das Team von Bundestrainer Kay Blümel bereits frühzeitig mit dem Rücken zur Wand, wenn man das Viertelfinale erreichen möchte. Möglicherweise kommt es nun am kommenden Freitag zu einem „Endspiel“ gegen Gastgeber Griechenland, das gegen Spanien hoch mit 48:73 verlor. Heute treffen die Griechen auf Belgien und sollten gewinnen, damit die deutsche Mannschaft noch eine Chance auf das Weiterkommen hat. Grundvoraussetzung dieser Überlegungen ist, dass Spanien alle drei Gruppenspiele gewinnt und dasss es zwischen den anderen drei Teams zu einem Dreiervergleich kommt.

Gegen Belgien erwischte die DBB-Auswahl einen glänzenden Start und führte nach dem ersten Viertel deutlich. Doch schon zum Seitenwechsel hatten die Belgier ausgeglichen und gingen im 3. Viertel in Führung. Trotz eines ausgeglichenen Schlussviertels ging der Sieg letztlich an Belgien. Den Deutschen brach vor allem die hohe Zahl an Ballverlusten (28!) das Genick. Außerdem wurden auch neun Punkte an der Freiwurflinie verschenkt (22/31), und von der Dreierlinie erwiesen sich die Belgier (8/24) stärker als die DBB-Korbjäger (2/10).

Das Spiel aus der Sicht des Bundestrainers:

Auch aus einem hervorragenden Start (10-1, 4.) schöpfte das deutsche Team zu wenig Selbstvertrauen. Nur zwei Minuten später hatte Belgien das Spiel wieder ausgeglichen. Das erneute Absetzen bis zur Viertelpause brachte auch keine Besserung. Die ständig mit wechselnden Verteidigungen agierenden Belgier störten nachhaltig den Rhythmus und – angetrieben von ihrem in der ersten Hälfte herausragenden Aufbauspieler Geoffrey Hockins (17 Punkte)- , dem die deutsche Verteidigung allerdings viel zu viel Raum ließ, konnte das belgische Team bis zur Halbzeit ausgleichen.

Die große Nervosität und die Angst das Spiel zu verlieren prägten das Spiel der deutschen Mannschaft auch in der zweiten Halbzeit. Belgien konnte sich schnell auf 44-36 (23.) absetzen und Bundestrainer Kay Blümel war gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Diese fruchtete zwar zunächst, denn die Jungs um Kapitän Per Günther kämpften sich wieder zum Ausgleich (44-44; 27.) heran.

Danach aber dann wieder das gleiche Bild wie zuvor. Zu wenige Schnellangriffe, zu wenige Innenanspiele, schlechte Cuts, 28 Ballverluste!! und Angst vor der belgischen Zonenverteidigung warfen das deutsche Team wieder zurück. Auch die nun ständig wechselnden Verteidigungsvarianten bei der DBB-U16 konnten die Belgier nicht stoppen. Thomas Dreesen, gefährlichster Werfer der Belgier und in der ersten Halbzeit noch ohne Feldkorb, wurde von der Verteidigung sträflich vernachlässigt und bedankte sich mit vier erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen. Im deutschen Angriff hingegen dominierten Einzelaktionen und wenig Teamspiel. Zwar konnte die DBB-U16 noch mal Hoffnung schöpfen, als sie bis auf 59-61 (36.) herankam, gab diese Chance aber leichtfertig wieder aus der Hand und muss nun heute gegen Spanien gewinnen, um sich alle Chancen auf ein Erreichen der ersten acht offen zu halten.

Für das DBB-Team spielten:

Johannes Betz (GHP Bamberg, 9)
Max Dohmen (NVV Lions Mönchengladbach)
Oskar Faßler (IBBA Berlin / Marzahner BB, 5)
Per Günther (BBV Hagen / BB Boele-Kabel, 9)
Sajmen Hauer (Foto, Franken Hexer, 14)
Michael Jost (IBBA Berlin / Marzahner BB, 2)
Tim Ohlbrecht (TSV Bayer 04 Leverkusen, 10)
Mathias Perl (MTV Giessen)
Marcus Seidowski (USV TU Dresden, 7)
Max Rockmann (IBBA Berlin / Marzahner BB, 2)
Roland Wiertel (TV Langen / SG Weiterstadt, 8)

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