EM: U16-Jungen unterliegen Serbien knapp29. August 2014

Die deutsche U16-Nationalmannschaft der Jungen hat bei der Europameisterschaft in Lettland das Spiel um Platz 5 knapp verpasst. Einen Tag nach der Viertelfinal-Niederlage gegen Gastgeber Lettland zeigte die Mannschaft von Bundestrainer Harald Stein eine starke Leistung, musste sich in einer spannenden Schlussphase aber den Serben mit 68:73 (21:20, 17:13, 17:21, 13:19) geschlagen geben. Bester Scorer heute war Lars Lagerpusch (Foto unten) mit 17 Punkten. Zum Abschluss geht es für die DBB-Auswahl morgen gegen Bosnien und Herzegowina.

Die Serben waren im Viertelfinale von den bis dahin eher schwachen Spaniern mit einer 64:78-Niederlage jäh aus allen Titelträumen gerissen worden. Das schien sie noch zu beeindrucken, denn der bessere Start gelang den Deutschen, die gut verteidigten und die Serben über drei Minuten lang ohne Punkt hielten (4:0). Gar 7:1 führten die ING-DiBa-Korbjäger nach einem Dreier von Bennet Hundt (4. Min.). Serbien ging kurzzeitig in Führung (7:8), aber kurz später hatte Deutschland durch Moritz Sanders und Isaac Bonga zum 12:8 gepunktet (6. Min.). Das Stein-Team zeigte eine gute Leistung und war auch nach zehn Minuten vorne (21:20, Isaiah Hartenstein, Foto oben).

Die Führung wechselte zu Beginn des zweiten Viertels mehrfach hin und her (26:24, 14. Min., Kostja Mushidi). Beide Teams schenkten sich nichts und agierten mit vollem Einsatz. Stein hatte bereits allen zwölf Akteuren Spielzeit gegeben. Die Serben dominierten bei den Rebounds, aber die DBB-Auswahl behauptete durch Alexander Möller einen kleinen Vorsprung  (32:29, 17. Min.). Hartenstein und Mushidi erhöhten auf 38:31 (19. Min.), der erzürnte serbische Coach nahm eine Auszeit, zur Pause lagen die DBB-Jungen mit fünf Punkten in Front.

Mit einem 8:2-Lauf (zwei Dreier) begannen die Serben den dritten Spielabschnitt, hatten sich offenbar Einiges vorgenommen (40:41, 22. Min.). Deutschland leistete sich einige unkonzentrierte Minuten und strauchelte. Doch nur kurz, denn Lagerpusch “reparierte” mit sechs unbeantworteten Punkten umgehend (46:41, 25. Min.). Das DBB-Team war nicht gewillt, auch nur einen Zentimeter zurückzuweichen (Dreier Hundt, Freiwurf Mushidi, 50:41). Die deutsche Defense zwang den Gegner immer wieder zu Fehlern oder schwierigen Würfen, doch jetzt waren wieder die Serben am Zug und Hartenstein knickte um und musste ausgewechselt werden. Beim 50:46 nahm Stein eine Auszeit, um erst gar keinen erneuten Lauf des Gegners zuzulassen (27. Min.). Serbien spielte hoch foulbelastet und die deutsche Mannschaft kämpfte mit aller Macht darum, den Vorsprung zu behaupten. Der bereits zweite Dreier von Moritz Sanders rauschte zum 54:49 durchs Netz (29. Min.). Auch Serbien wollte unbedingt das Spiel um Platz 5 erreichen und war nach 30 Minuten dran an den Deutschen (55:54).

Im Schlussviertel ließen dann die Kräfte der Deutschen, die nur 18 Stunden Pause gehabt hatten, zunächst spürbar nach. Serbien baute den Vorsprung aus (63:56, 35. Min.), aber das DBB-Team kämpfte verzweifelt um den erneuten Anschluss und der jetzt kaum zu stoppende Lagerpusch machte das 63:61 in der 36. Minute. Doch der überragende serbische Powerforward Borisa Simanic punktete, wieder beantwortet von Lagerpusch (65:63, 38. Min.). Sanders schied ebenso wie zwei Serben mit fünf Fouls aus, Bonga verwandelte einen Fastbreak zum 67:65 (1´17). Serbien war an der Freiwurflinie erfolgreich, aber Lagerpusch hatte noch ein “and one” im Köcher (69:68, ´23). Deutschland schickte Serbien an die Linie: 71:68, ´17. Dieses Mal war es die endgültige Entscheidung, denn ein deutscher Dreier verfehlte sein Ziel und Serbien legte noch zwei Freiwürfe zum Endstand drauf.

“Das war ein Spiel von hoher Qualität. Meine Jungs haben ein gutes Spiel gemacht. Wir haben die Serben ausgereboundet und auch weniger Ballverluste gehabt. Insgesamt hatten wir schwierigere Würfe und haben etwas an der Freiwurflinie liegen gelasen (20/29). Ich hoffe, dass die Verletzung von Isaiah nicht so schlimm ist und bin zufrieden mit dem Spiel. Morgen geben wir noch einmal alles um Platz 7 zu erreichen”, sagte der Bundestrainer nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Bennet Hundt (TuS Lichterfelde, 6), Maximilian Mayer (USC Freiburg, 1), Jona Hoffmann (TV 1862 Langen), Isaac Bonga (Post-SV Koblenz, 7), Louis Olinde (BC Hamburg, 2), Noah Kamdem (TSV Tröster Breitengüßbach), Ferdinand Zylka (ALBA Berlin, 2), Kostja Mushidi (Rhöndorfer TV/Team Bonn/Rhöndorf, 7), Alexander Möller (Rhöndorfer TV/Team Bonn/Rhöndorf, 4), Lars Lagerpusch (SG Braunschweig, 17), Moritz Sanders (TSV Tröster Breitengüßbach, 10), Isaiah Hartenstein (TSV Quakenbrück/Young Dragons, 12).

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