DBB-U16 fühlt sich verschaukelt12. Juli 2004

EM-Niederlage gegen Georgien nach Verlängerung

Deutschland – Georgien 74-77 n.V. (18-13, 34-35, 51-55, 66-66)

Bundestrainer Kay Blümel:
Trotz aufopferungsvollem Kampf stand die deutsche U16-Nationalmannschaft am Ende doch mit leeren Händen da. Erst in der Verlängerung musste sich das Team von Bundestrainer Kay Blümel auch der Mannschaft aus Georgien geschlagen geben. Allerdings war Kay Blümel nach dem Spiel sichtlich sauer und kaum zu beruhigen, da er sich gleich doppelt verschaukelt fühlte. Zum einen maßen die Schiedsrichter unter den Körben mit zweierlei Maß. Tim Ohlbrecht und Markus Seidowski bekamen für schon leichte Kontakte Fouls zuerkannt, während unter dem georgischen Korb oftmals geschoben und körperlich verteidigt werden durfte, ohne das ein Schiedsrichter auf Foul entschied.

Zum anderen wurde das deutsche Team vom technischen Kommissar schlichtweg betrogen. In der Halbzeitpause änderte er das 34-33 für Deutschland in ein 34-35 für Georgien, weil die Halbzeitstatistik dieses Ergebnis auswies. Zuvor (16. Minute) hatte zwar das georgische Team angezeigt, dass auf ihrer Seite zwei Punkte fehlen würden, da aber weder Kommissar noch Schiedsrichter dies nachvollziehen konnten, ging das Spiel mit dem auf dem offiziellen Spielberichtsbogen eingetragenen Ergebnis weiter, aber eben nur bis zur Halbzeitpause. Delegationsleiter Ingo Weiss legte zwar sofort Protest ein, aber die deutsche Delegation hat trotz des klaren Regelverstoßes nur wenig Hoffnung, dass dieser Protest Erfolg haben wird. Ein, wie auch neutrale Beobachter fanden, unglaublicher Vorgang.

Anders als in den Spielen zuvor kam die deutsche Mannschaft mit deutlich mehr Dampf aus der Kabine und konnte das Spiel auch in der Folge offen gestalten und besonders im letzten Viertel die Oberhand gewinnen, bis der wiederholt sehr schwache russische Schiedsrichter Ponomarev Tim Ohlbrecht das fünfte Foul pfiff und damit die einzige zuverlässige Möglichkeit unter dem Korb zu scoren raubte. Aber die DBB-U16 kämpfte weiter und steckte auch den Verlust von Markus Seidowski, der wenigstens unter dem eigenen Korb eine Bank war, weg.

Michael Jost füllte diese Lücke mit Bravour und sicherte seinem Team drei Rebounds, die die Verlängerung möglich machten. Als man auch diesen dann beim Spielstand von 73-68 (43.) durch Verletzung verlor, konnte Georgien das Spiel noch drehen und das Feld als glücklicher Sieger verlassen. Verdient hatten sich diesen eigentlich die Deutschen, die ihr Kämpferherz entdeckten und mit diesem Einsatz in der Lage sein sollten den Abstieg zu vermeiden.

Für Deutschland spielten:

Per Günther (21), Max Rockmann (n.e.), Mathias Perl (4), Johannes Betz (0), Oskar Fassler (4), Michael Jost (2), Sajmern Hauer (16), Marcus Seidowski (4), Martin Hillmann (n. e.), Max Dohmen (2), Tim Ohlbrecht (17), Roland Wiertel (4) Detaillierte Statistiken, weitere Ergebnisse und Tabellen auf www.fibaeurope.com.

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