Weibliche U16 trotz Niederlagen optimistisch zur EM27. Juli 2004

In der Vorbereitung zweimal gegen Frankreich verloren. Am Freitag beginnt die EM

Die Europameisterschaft (30. Juli – 8. August) steht vor der Tür und die deutsche U16-Auswahl (Jg. 88) hat sich hohe Ziele gesetzt. Allerdings konnten die Mädchen im Vorfeld noch nicht überzeugen. Zwei Vorbereitungsspiele gegen EM-Mitfavorit Frankreich gingen glatt verloren. Die Generalprobe für die am Freitag in Biella (Italien) beginnende Europameisterschaft wurde somit verpatzt. Bekanntlich müsste die Premiere dann klappen.

Zunächst verloren die Spielerinnen von Bundestrainer Reiner Chromik (Foto) in Halle mit 54:93 gegen die „Equipe Tricolore“. Beste Scorerin auf deutscher Seite war Tina Eggert vom SV Halle/TuS Jena mit 13 Punkten. Im zweiten Aufeinandertreffen einen Tag später in Zörbig war zwar eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen, doch auch diesmal waren die U16-Mädchen beim 72:89 chancenlos. Lina Schiffer (BBZ Leverkusen) und erneut Tina Eggert mit je 14 Punkten trafen noch am besten.

Besonders in körperlicher Durchsetzungskraft und beim Rebound zeigte sich das deutsche Team unterlegen und muss bis zum EM-Auftaktspiel gegen die Slowakei noch zulegen. Coach Reiner Chromik war „unterm Strich“ dennoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Durch „Kampf und hohe Intensität in der Verteidigung“ habe man vor allem im zweiten Duell die Französinnen ernsthaft gefordert. So ein starker Gegner vor dem Turnier sei „genau der richtige Kick“ gewesen. „Von Lehrgang zu Lehrgang haben sich die Mädchen stetig verbessert. In Amiens vor einem Monat haben wir noch mit 40 Punkten Unterschied gegen Frankreich verloren“, sieht Reiner Chromik durchaus Fortschritte.

In der Vorrundengruppe C trifft die deutsche Auswahl bei der EM neben der Slowakei noch auf Weißrussland und die Türkei. Bis auf die Türkinnen alles unbeschriebene Blätter für die Deutschen. Über Auftaktgegner Slowakei liegen Reiner Chromik keinerlei Infos vor, und auch die Weißrussinnen sind ihm noch unbekannt. „Die Türkei halte ich auf jeden Fall für schlagbar. Ich gehe davon aus, dass wir weiterkommen“, äußert sich Chromik optimistisch.

Mit harter, konsequenter Defense und verbesserter Wurfquote möchte der Bundestrainer den Einzug ins Viertelfinale schaffen. Auch an der Motivation mangelt es nicht: „Wir sind willig, und die Kommunikation in der Mannschaft ist prima.“ Dementsprechend selbstbewusst fahren die U16-Mädchen nach Italien. Mit dem Ziel Europameisterschaft vor Augen. „Alles andere wäre Firlefanz, wenn man schon einmal dabei ist“, meint Reiner Chromik.

Die weibliche U16 spielt am Freitag gegen die Slowakei, am Samstag gegen die Türkei und am Sonntag im letzten Vorrundenspiel gegen Weißrussland. Alle Spiele finden in Novara statt.

Kader:
Stina Barnert (Wyker TB)
Nicole Dietz (SV Halle)
Tina Eggert (SV Halle/TuS Jena)
Svenja Greunke (TV Langen)
Aline Hirsch (Chemnitzer Basketgirls)
Katharina Kiersz (BSG Ludwigsburg)
Maria Neufurth (ASC Theresianum Mainz)
Tanja Schäffner (Basketball Berlin Süd)
Lina Schiffer (BBZ Leverkusen)
Lea Thiel (SC Buer-Hassel/BG Dorsten)
Mirijam Unger (TSV Nördlingen)
Franziska Wenzel (Basketball Berlin Süd)

Auf Abruf:
Ireti Amojo (Basketball Berlin Süd)
Nelli Dietrich (TV Langen)
Elisabeth Böger (SV Halle)
Charlotte Höre (USC Freiburg)
Friederike Kröger (TSG Bergedorf)
Mareike Muny (BSG Ludwigsburg)
Jenny Sommer (Basketball Berlin Süd)
Sybille Wessels (SG Wolfenbüttel)
Victoria Wohlers (SG Wolfenbüttel)

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