U16-Mädchen verpassen Wiederaufstieg30. Juli 2005

60:76-Niederlage gegen Estland

Die deutsche U16-Nationalmannschaft weiblich hat bei der B-Europameisterschaft in Tallinn ihr Halbfinale gegen Gastgeber Estland mit 60:76 (11:20, 12:9, 18:23, 19:24) verloren. Damit verpasste das Team von Bundestrainer René Spandauw den heiß ersehnten Wiederaufstieg in die A-Gruppe und spielt morgen um den 3. Platz. Nur die beiden Finalisten sind im kommenden Jahr erstklassig.

Die DBB-Mädchen scheiterten an ihren eigenen Nerven. 700 Zuschauer in der engen Spielhalle sorgten für einen Hexenkessel, mit dem die DBB-Auswahl zunächst überhaupt nicht zurecht kam. Die Folge war ein schneller 3:14-Rückstand (6. Min.), dem man das gesamte Spiel hinterher lief. Die Estinnen übten enormen Druck auf die deutschen Aufbauspielerinnen aus, der den nervösen DBB-Akteurinnen nicht passte. Darunter litt vor allem die zunächst indisponierte Stina Barnert, die sich aber im Spielverlauf zu steigern wusste. So reihte sich Ballverlust an Ballverlust, gepaart mit vergebenen “leichten” Korbwürfen.

So sah es beim 14:29 (16. Min.) bereits nach einer Vorentscheidung aus, aber noch wollten sich die deutschen Mädchen nicht geschlagen geben. 11:0-Punkte in Serie legten sie hin und kamen beim 25:29 durch Svenja Greunke in der 21. Minute zum Anschluss. Doch fünf Minuten später führte Estland um die kaum zu stoppende Kati Rausberg wieder zweistellig (44:30). Erfolgreiche Dreier von Stina Barnert und Katharina Kiersz ließen das unverdrossen kämpfende Deutschland zum 40:46 aufkommen (29. Min.). Doch schon weitere drei Minuten später hatten die frenetisch angefeuerten Gastgeberinnen für die Vorentscheidung gesorgt (61:43). Dem alles versuchenden deutschen Team, das mit vier angeschlagenen Spielerinnen angetreten war, fehlte dann die Kraft, um in den Schlussminuten noch einmal entscheidend zurückzuschlagen.

Dass man dem Druck letztlich nicht Stand gehalten hatte, zeigen die folgenden statistischen Werte. Erneut war die Anzahl der deutschen Ballverluste mit ?? viel zu hoch. Auch die Wurfquoten genügten höheren Ansprüchen nicht ( 21/64 2er = 33 Prozent; 3/12 3er = 25 Prozent, 9/21 Freiwürfe = 43 Prozent). Da half auch die gewonnene Reboundbilanz nicht mehr (41:31).

Statement Coach René Spandauw:
“Der Sieg der Estinnen war verdient, sie waren in diesem Spiel besser und haben den Heimvorteil optimal ausgenutzt. Obwohl wir vor dem Spiel ganz klar gemacht hatten, wie wir spielen wollten, waren unsere Spielerinnen dazu nicht in der Lage. Die Stärken der Estinnen lagen beim Fast Break und bei der Penetration. Beide Sachen haben wir nicht in den Griff bekommen, obwohl wir mit diesen Sachen in den vergangen Spielen (mit einer kleinen Ausnahme gegen Slowenien) keine Probleme hatten. Ich bin dann auch der Meinung, dass wir eher uns selbst geschlagen haben, als dass das der Verdienst der Estinnen war. Es ist schade, dass es so gelaufen ist, denn die Mannschaft hatte sich während der enorm kurzen Vorbereitung und dieser EM gefunden. Leider muß ich dann feststellen, dass die Spielerinnen noch nicht klar kommen mit der Situation in so einem wichtigen Spiel.
Es ist noch um so bitterer dann zu lesen, dass Belgien, das wir in der direkten Vorbereitung auf die EM drei Mal in Folge einfach geschlagen haben, in der A-Gruppe bleibt dank eines (1) Sieges! Und wie gut unsere Mannschaft grundsätzlich war, zeigt sich auch noch bei der Tatsache, dass die Türkei, die wir bei einem Vorbereitungsturnier in Frankreich schlugen, um zwei Punkte den Einzug ins Finale der A-Gruppe verpasst hat, und dort jetzt um Platz 3 spielt! Wie Olaf Stolz und ich uns vor der B-EM schon einig waren: es ist viel leichter nicht abzusteigen als aufzusteigen.”

Deutschland:
Ireti Amojo (Basketball Berlin Süd; 5 Punkte), Stina Barnert (Foto, SC Alstertal-Langenhorn; 16), Nelli Dietrich (TV Langen, 7), Hannah Eitel (BSG Ludwigsburg), Svenja Greunke (TV Langen; 12), Vanessa Höhne (Basketball Berlin Süd; 11), Katharina Kiersz (BSG Ludwigsburg, 3), Pia Mankertz (SC Alstertal-Langenhorn), Francis Pieczynski (TV Langen), Nadja Prötzig (SV Halle, 4), Leonie Prudent (BBZ Leverkusen, 2), Jana Thiedke (Basketball Berlin Süd).

Aktuelle Ergebnisse und Statistiken unter www.basket.ee  

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