U16-Mädchen verlieren gegen Schweden3. August 2009

Knappe Niederlage für DBB-Mädchen in der Abstiegsrunde – Spandauw-Team Mittwoch gegen Weißrussland
Die U16-Mädchen des Deutschen Basketball Bundes haben ihr erstes Spiel in der Abstiegsrunde gegen Schweden mit 61:66 (16:12, 13:20, 21:18, 11:16) verloren. In einem spannenden Spiel bewiesen die Schwedinnen in der Schlussphase die besseren Nerven. Deutschland steht jetzt mit dem Rücken zur Wand und muss in den letzten beiden Spielen gegen Weißrussland und Bulgarien mindestens einen Sieg landen. 

Die DBB-Mädchen begannen ohne ihre bisherigen Topscorerin Sophie Eder, die krankheitsbedingt passen musste, stark und gingen schnell mit 6:2 in Führung. Laura Hebecker übernahm in der Anfangsphase viel Verantwortung und lenkte das Spiel der ING-DiBa-Korbjägerinnen souverän. Deutschland dominierte das Anfangsviertel klar und konnte sich nach Einwechselung von Sophie Eder, die sofort einen Drei-Punkte-Wurf traf, auf 14:7 (8. Min.) absetzen. Nach den ersten zehn Minuten lagen die Spielerinnen von René Spandauw mit 16:12 in Front.

Schweden war im zweiten Viertel aggressiver und konnte die Partie nach zwölf Spielminuten ausgleichen (18:18). Deutschland fand in dieser Phase kein Mittel gegen die stark aufspielenden Gustavsson, die dann auch für die erste Führung der Schwedinnen sorgte (22:20, 13. Min.). Bundestrainer Spanduaw bat seine Spielerinnen zu einer Auszeit, doch die schwedischen Nachwuchsspielerinnen ließen sich auch von der Spielunterbrechung nicht aus der Ruhe bringen. Schweden zog auf 28:20 davon, doch die DBB-Mädchen steckten nicht auf und kämpften sich zurück ins Spiel (29:32, Hebecker). Zur Halbzeit war also noch alles möglich.

Die Pausenansprache von Bundestrainer René Spandauw zeigte Wirkung: Die ING-DiBa-Korbjägerinnen machten genau da weiter, wo sie vor der Halbzeit aufgehört hatten. Lena Bradarics Sprungwurf (Foto FIBA Europe) markierte den Führungswechsel zu Gunsten der deutschen Mannschaft (35:34, 23. Min.). Da Schweden sich nicht abschütteln ließ, entwickelte sich eine offene Begegnung mit zahlreichen Führungswechseln. Während Deutschland im Angriff variabler agierte, gelang den Schwedinnen kaum ein Wurf von außen (0 von sieben Drei-Punkte-Würfen), sodass sie hauptsächlich in der Zone gefährlich waren. Vor den letzten zehn Minuten war die Partie weiter ausgeglichen (50:50).

Spannend verlief auch das Schlussviertel, da beide Mannschaften mit hohem Engagement spielten und sich nicht abschütteln ließen. Die DBB-Mädchen vergaben im letzten Spielabschnitt viele Würfe aus guten Positionen, was Schweden eiskalt ausnutzte um sich mit knapp zwei Minuten vor dem Ende der Partie mit 62:57 abzusetzen. Katharina Müller traf zwei wichtige Freiwürfe, doch erneut konnte Gustavsson punkten (64:59). Deutschland bat die Schwedinnen an die Freiwurflinie, in der Hoffnung, nach möglichen Fehlwürfen selber zu Punkten zu kommen. Diese Taktik ging nicht auf, das Schweden nervenstark von der Linie agierte. Das DBB-Team musste am Ende in die 61:66-Niederlage einwilligen und steht vor den Spielen gegen Weißrussland (Mittwoch, 13.30 Uhr) und Bulgarien (Freitag, 15.45 Uhr) mit dem Rücken zur Wand.

Für Bundestrainer René Spandauw führten hauptsächlich zwei Unterschiede zur Niederlage: „Wir hatten gute Chancen, haben aber einfach zu wenig getroffen (17 von 50 aus der Zwei-Punkt-Zone). Außerdem haben wir in der Defensive einfach zu wenig Druck auf den Ball ausgeübt.“

Für Deutschland spielten:

Levke Brodersen (SC Rist Wedel, 2), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling, 12), Lara Froese (TSV Hagen 1860), Katharina Müller (SG Köln 99ers, 8), Kristin Annawald (UTG Almozara/ Zaragoza), Carolin Christen (TSV Grünberg), Aline Stiller (SG Weiterstadt, 4), Caroline van der Velde (SG Köln 99ers), Laura Hebecker (SV Halle, 18), Carla Bellscheidt (ETB SW Essen, 2), Joana Meyer (TV Saarlouis), Sophie Eder (TSV Nördlingen, 15).

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