U16-Mädchen unterliegen Weißrussland5. August 2009

Jetzt Endspiel gegen den Abstieg am Freitag gegen Ungarn

Die deutschen U16-Mädchen haben bei der Europameisterchaft in Neapel/Italien eine weitere Niederlage einstecken müssen. Gegen Weißrussland unterlag die Mannschaft von Bundestrainer René Spandauw mit 62:66 (16:22, 19:9, 13:22, 14:13). Da gleichzeitig Ungarn klar gegen Schweden gewann, haben die DBB-Mädchen aber noch eine Chance auf den Klassenerhalt. Dazu ist im abschließenden Spiel am Freitag ein Sieg gegen Ungarn mit mindestens zehn Punkten nötig, gleichzeitig dürfen die Schweden nicht gegen Weißrussland gewinnen.

Per Dreier besorgte Lena Brdaric die deutsche 6:5-Führung (5. Min.), nachdem man schnell mit 0:5 in Rückstand geraten und dann einige Zeit kaum etwas passiert war. Anschließend gingen die favorisierten Weißrussinnen wieder in Führung (12:19, 8. Min.). Die DBB-Auswahl hatte zu diesem Zeitpunkt eine ernüchternde Wurfquote zu verzeichnen (6/20), während der Gegner sehr gut traf. Schon nach einem Viertel hatte die Partie einen ungünstigen Verlauf genommen (16:22).

Und es wurde erst einmal nicht besser (16:27, 12. Min.), ehe die deutschen Mädchen ihr Kämpferherz entdeckten und den Weißrussinnen verstärkt zusetzten (21:27, 15. Min.). Möglicherweise war der klare 15-Punkte-Vorsprung der Schwedinnen gegen Ungarn bekannt geworden. Lara Froese traf jenseits der 3-Punkte-Linie zum 28:29-Anschluss (17. min.), das Spiel war wieder völlig offen und Weißrussland rettete sich in eine Auszeit. Weh tat nur die schwache deutsche Freiwurfquote (3/12), Bulgarien war aber auch kaum besser (6/16). Der Ausgleich gelang Laura Hebecker zwei Minuten vor der Pause, zur erneuten Führung traf Carla Bellscheidt (33:31, 19. Min.), wieder Hebeccker erhöhte auf kurz vor dem Seitenwechsel auf das erfreuliche 35:31.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte sich im 3. Viertel, in dem Deutschland zu Beginn immer leicht vorne blieb, dann aber Weißrussland wieder vorbeilassen musste (38:40, 24. Min.). Bellscheidt konterte per Dreier, die Führung wechselte mehrfach hin und her. Im Parallel-Spiel hatte Ungarn mittlerweile den hohen Rückstand gegen Schweden wettgemacht. Doch Deutschland strauchelte wieder, was Weißrussland prompt ausnutzte (44:49, 28. Min.). Die Wurfquoten aus dem 2er-Bereich (13/40) und von der Freiwurflinie (6/16) reichten einfach nicht aus, um am Gegner dran zu bleiben. Spandauw versuchte den negativen Trend mit einer Auszeit zu stoppen. Hoffnung machte, dass einige der besten Weißrussinnen bereits mit vier Fouls belastet waren und Darya Lipinskaya schon mit fünf Fouls auf der Bank Platz genommen hatte (48:53 nach drei Vierteln).

Mit dem Mute der Verzweiflung kämpften sich die deutschen Mädchen heran und kamen zum Ausgleich (55:55, 34. Min.). Aber Weißrussland hatte eine weitere Antwort parat (55:60, 35. Min.). Unbändiger Kampfgeist brachte durch zwei erfolgreiche Freiwürfe von Lara Froese den 60:62-Anschluss für Deutschland drei Minuten vor dem Ende des Spiels. Bellscheidt gelang der Ausgleich, aber 1´13 Minuten vor Schluss lag wieder Weißrussland vorne (62:66). Eine weitere Wende der Partie gelang den ING-DiBa-Korbjägerinnen nicht mehr.

Für Deutschland spielten:
Levke Brodersen (SC Rist Wedel, 0), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling, 5), Lara Froese (TSV Hagen 1860, 8), Katharina Müller (SG Köln 99ers, 4), Kristin Annawald (UTG Almozara Zaragoza, 0), Carolin Christen (TSV Grünberg, 0), Aline Stiller (Foto mit Ball, SG Weiterstadt, 7), Caroline van der Velde (SG Köln 99ers, 2), Laura Hebecker (SV Halle, 6), Carla Bellscheidt (ETB SW Essen, 20), Joana Meyer (TV Saarlouis, 6), Sophie Eder (TSV Nördlingen, 4).

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