U16-Mädchen steigen ab7. August 2009

Deutschland verliert letztes Spiel gegen Ungarn – Abstieg schon vor der Partie besiegelt

Die U16-Mädchen des Deutschen Basketball Bundes haben ihr letztes Spiel bei der Europameisterschaft in Neapel / Italien verloren. Gegen die Auswahl Ungarns musste sich die Mannschaft von Bundestrainer René Spandauw mit 57:75 (12:21, 21:17, 18:21, 6:16) geschlagen geben. Durch den überraschenden Sieg der Schwedinnen gegen Weißrussland heute Mittag hatte bereits vorher festgestanden, dass die deutsche Mannschaft in die B-Division absteigen muss.

Ungarn übernahm frühzeitig das Kommando und setzte sich nach fünf Minuten bereits leicht ab (4:11). Die DBB-Mädchen taten sich auch in diesem Spiel schwer, ihre Wurfchancen zu nutzen und lagen so nach dem ersten Spielabschnitt mit 12:21 hinten.

Doch Deutschland wollte sich im letzten Spiel der EM nicht so leicht geschlagen geben und kam, angeführt von Carla Bellscheidt und Sophie Eder (Foto FIBA Europe) wieder etwas heran (25:34, 16. Min.). Die ING-DiBa-Korbjägerinnen trafen nun hochprozentiger und waren auch in der Verteidigung aggressiver, sodass sie kurz vor der Halbzeit auf 33:34 verkürzen konnten. Vor der Pause trafen die Ungarinnen jedoch wichtige Würfe und so lag das DBB-Team mit 33:38 zurück.

Im dritten Viertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zweier gleichstarker Mannschaften. In der 24. Spielminute gelang Lara Froese der Ausgleich (40:40). Bis zum 48:48 drei Minuten vor Ende des Spielabschnitts durch Bellscheidt war die Begegnung ausgeglichen. Dann zog Ungarn erneut davon und baute wieder einen kleinen Vorsprung aus (51:59 aus deutscher Sicht vor dem Schlussviertel).

In den letzten zehn Minuten war die Partie relativ schnell zu Gunsten der Ungarinnen entschieden. Nach dem 55:63 durch Bellscheidt mussten die DBB-Mädchen einen vorentscheidenden 12:0-Lauf hinnehmen. Von diesem Rückstand erholte sich die Mannschaft von Renè Spandauw nicht mehr und musste am Ende in die für den Spielverlauf zu deutlich ausfallende 57:75-Niederlage einwilligen.

Bundestrainer Renè Spandauw erklärte nach dem Spiel: “Die Mannschaft hat sich im zweiten und dritten Viertel toll zurück ins Spiel gekämpft, aber Ende waren die Akkus einfach leer und es hat nicht gereicht. Außerdem haben wir wieder unsere Spezialität, nämlich freie Korbleger nicht zu treffen, praktiziert…”

“Im Großen und Ganzen muss man einfach sagen, dass wir unsere Ausfälle von Pia Dietrich, Maria Uhlenhaut und vor allem unsere einzige richtige Centerin Anna Heise während des Turnierverlaufs nicht wettmachen konnten. Hinzu kam unsere schwacheTrefferquote und die Tatsache, dass wir bis auf wenige Phase nicht unser komplettes Potential haben abrufen können. Wenn man das reine Talent betrachtet, sind uns die anderen Nationen in diesem Jahrgang einfach einiges voraus”, so der Bundestrainer in seiner abschließenden Analyse.

Für Deutschland spielten:

Levke Brodersen (SC Rist Wedel, 2), Lena Bradaric (TuS Bad Aibling, 6), Lara Froese (TSV Hagen 1860, 5), Katharina Müller (SG Köln 99ers), Kristin Annawald (UTG Almozara Zaragoza), Carolin Christen (TSV Grünberg, 2), Aline Stiller (SG Weiterstadt, 2), Caroline van der Velde (SG Köln 99ers), Laura Hebecker (SV Halle, 12), Carla Bellscheidt (ETB SW Essen, 21), Joana Meyer (TV Saarlouis), Sophie Eder (TSV Nördlingen, 7).

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