U16-Mädchen spielen gegen den Abstieg10. August 2008

54:60-Niederlage nach hartem Kampf gegen Weißrussland

Die deutsche U16-Nationalmannschaft der Mädchen muss bei der Europameisterschaft in Katowitz / Polen gegen den Abstieg spielen. Im letzten Spiel der Vorrunde unterlag das Team von Bundestrainerin Alexandra Maerz nach hartem Kampf gegen Weißrussland mit 54:60 (12:17, 16:10, 19:16, 7:17). Damit geht es ab kommenden Dienstag in die Abstiegsrunde, die Gegner werden in den heutigen Spielen ermittelt.

Gegen die Weißrussinnen, die ihre beiden Auftaktspiele gegen Russland und Spanien ähnlich deutlich verloren hatten wie die Deutschen, begann die DBB-Auswahl nervös und geriet schnell in Rückstand (4:9, 3. Min.). Doch Sonja Greinacher punktete zwei Mal in Folge und Christina Schnorr (Foto) sorgte für das 9:9 (6. Min.). Bis zum Viertelende aber vergaben die deutschen Mädchen einige Chancen (u.a. fünf Freiwürfe) und lagen nach zehn Minuten mit 12:17 zurück.

Bei in etwa diesem Abstand blieb es auch bis zur 15. Minute, als Clara Herrmann und Finja Schaake für das 21:25 verantwortlich zeichneten. Es war kaum ein Qualitätsunterschied zwischen beiden Teams festzustellen, aber es reichte für die DBB-Mädchen lange Zeit nicht ganz aufzuschließen. Dann aber traf Anna Heise kurz vor dem Seitenwechsel zur psychologisch wichtigen Pausenführung (28:27).  Die DBB-Auswahl kontrollierte die Rebounds und traf etwas besser aus dem Feld, musste aber schon neun vergebenen Freiwürfe verschmerzen.

Deutschland nahm den positiven Schub mit ins 3. Viertel und führte auch nach 23 Minuten (34:31). Die Partie lebte nun von der Spannung, denn ein Sieg bedeutete den sicheren Verbleib in der A-Gruppe. Weißrussland zog wieder auf 38:43 davon, aber Jani Martinius sorgte per Dreier für den 43:43-Ausgleich (29. Min.). Schnorr und Greinacher warfen dann die 47:43-Führung zum Viertelende heraus. Doch es kehrte keine Ruhe in das deutsche Spiel ein, immer wieder warfen kleinere Fehler die deutsche Mannschaft in ihren Bemühungen zurück. Die Spielerinnen von Alexandra Maerz behaupteten dennoch ihre Führung und verteidgten diese mit vollstem Einsatz. Dennoch konnten sie den erneuten Führungswechsel nicht verhindern (49:50, 35. Min.), Maerz nahm eine Auszeit. Der Dreier von Schaake traf zum 52:50, Greinacher, Julia Gaudermann und Schnorr holten fast alle Rebounds. Dann häuften sich die deutschen Ballverluste, Weißrussland schlug zurück und schien die Begegnung 1´17 Minuten vor dem Ende entschieden zu haben (52:57). Noch einmal versuchte es Alexandra Maerz mit einer Auszeit, aber Weißrussland ließ sich den hart erkämpften Sieg jetzt nicht mehr nehmen. Greinacher verkürzte noch auf 54:57 und hatte die Chance zum Ausgleich, aber der Gegner bewahrte letztlich kühlen Kopf.

Mehr Informationen finden Sie auf der Turnierhomepage.

Für Deutschland spielten:
Julia Gaudermann (TSV Grünberg, 2/11 Rebounds), Sonja Greinacher (ETB SW Essen, 12/12), Nicola Happel (TSV Grünberg), Anna Heise (SV Halle, 2), Clara Herrmann (SG Köln 99ers, 14), Alexandra Höffgen (BBZ Leverkusen), Jani Martinius (Rhöndorfer TV, 5), Sabrina Ochs (SC Alstertal-Langenhorn), Finja Schaake (TSV Grünberg, 8), Christina Schnorr (Foto, Chemnitzer Basketgirls, 11/7), Daniela Vogel (Basketball Berlin Süd), Katharina Zorn ( Eintracht Frankfurt/TV Langen).

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