U16-Mädchen schlagen die Türkei15. Juni 2012

Emma Stach mit 38 Punkten!

Einen Tag nach der 72:77-Niederlage im inoffiziellen Testspiel gegen die Türkei traten die deutschen U16-Mädchen in einer offiziellen Begegnung erneut gegen die Türkei an. In der Sporthalle der Theo-Koch-Schule in Grünberg gab es für die Spielerinnen von Bundestrainerin Alex Maerz dieses Mal einen 80:74 (17:14, 26:14, 17:21, 20:25)-Erfolg. In einer Partie, die nach klarer Führung der Deutschen in den Schlussminuten noch hochdramatisch wurde, erzielte Emma Stach wie schon am Vortag die meisten Punkte für die ING-DiBa-Korbjägerinnen (38!).

Nele Aha, Lena Wenke, Emma Stach, Maj vom Hofe und Patricia Broßman begannen die Partie für Deutschland. Stach traf zum schnellen 4:0 (2. Min.) und verkörperte stellvertretend den deutlichen Willen der DBB-Auswahl, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Bis zum 7:5 (4. Min,) in einer eher zäh beginnenden Begegnung hatte die Aufbauspielerin alle deutschen Punkte erzielt. Erst Broßmann “durchbrach” diese Serie mit einem erfolgreichen Freiwurf eine Minute später. Beide Teams – A-Gruppen-Aufsteiger Deutschland und die seit vielen Jahren etablierte A-Gruppen-Mannschaft aus der Türkei – begegneten sich wieder auf Augenhöhe. Alexandra Wilke und Paulina Körner (Foto) brachten ihr Team mit 12:8 in Front. Die Türkinnen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits neun Ballverluste auf ihrem Konto (Deutschland 5), während sie bei den Rebounds vorne lagen (8:5). Das DBB-Team behielt seinen Vorsprung aber bis zum Ende des ersten Viertels (17:14).

300 Zuschauer sahen dann das 23:18 (12. Min.) durch Stach, die den Türkinnen nach einer kurzen Zeit auf der Bank wieder Rätsel aufgab. Der türkische Trainer war nicht erfreut über der Leistung seiner Akteurinnen und haderte auch mit den Unparteiischen – als Folge kassierte er gleich zwei technische Fouls. Die jeweils fälligen Freiwürfe verwandelte Stach zum 27:18 (15. Min.). Janko erhöhte gar auf 29:18, ehe die Türkinnen wieder Zählbares produzierten. Nach wie vor fand das Team vom Bosporus überhaupt kein Mittel gegen die überragende Stach, die beim 31:20 schon 17 Punkte auf ihrem Konto hatte. Das Spiel fand in dieser Phase fast auschließlich an der Freiwurflinie statt, ehe Broßmann zwei schöne Aktionen zur bis dato höchsten Führung verbuchte (36:22, 17. Min.). Den ersten erfolgreichen Dreier des gesamten Spiels versenkte Aha zum 39:22, gefolgt von zwei Punkten durch Marija Krstanovic (18. Min.). Beim Seitenwechsel sah alles nach einem deutschen Erfolg aus (43:28).

Die Türkinnen hatten sich in der Kabine offenbar Einiges vorgenommen und machten die ersten fünf Punke nach der Pause (43:33, 22. Min.). Die überzeugende Broßmann beruhigte die deutschen Nerven mit wichtigen Punkten (46:33), vom Hofe stellte den ursprünglichen Abstand wieder her. Doch der Gegner war nun eineutig besser im Spiel und setzte nach (49:39, 25. Min.), ehe Stach mit ihren ersten Punkten im dritten Viertel zur Stelle war. Maerz versuchte mit einer frühen Auszeit einer ähnlichen Entwicklung des Spiels wie am Vortag vorzubeugen, als die Türkei die deutsche Mannschaft Ende des dritten Viertels förmlich überrannt hatte. Punkt um Punkt verringerten die Gäste den Rückstand (51:43, 27. Min.), doch wieder war auf die Produktivität von Stach Verlass. Auch Centerin Nadjeschda Ilmberger kam zu ihren ersten Punkten, der türkische Anstum schien gestoppt (56:43, 28. Min.). Aber auch nach 30 Minuten durfte sich Deuschland nicht zu sicher sein (60:49).

Stach machte dann zu Beginn des Schlussabschnitts scheinbar alles klar, übernahm noch einmal Verantwortung und traf zum 65:49 (32. Min.). Doch urplötzlich lief nichts mehr zusammen im deutschen Spiel. Das nutzte die Türkei zu elf unbeantworteten Punkten in kürzester Zeit (65:60, 34. Min.). Erst Koerner beendete das deutsche Chaos mit zwei erfolgreichen Freiwürfen. Die Türkei kam noch näher heran (67:64), Punkte von Stach wurden nun dringender denn je benötigt. Und die kamen auch und verschafften Deutschland etwas Luft (73:67, 37. Min.). Zwar leistete sich die Spielerin der BG ´89 Rotenburg/Scheeßel auch einige Ballverluste, war aber der Dreh- und Angelpunkt im deutschen Spiel. Es folgten Fehlwürfe und Ballverluste auf beiden Seiten, Über zwei Minuten vergingen, ehe die Türkinnen per Freiwurf das 73:68 machten (1´41). Die mittlerweile auch hoch foulbelastete deutsche Auswahl musste 58 Sekunden vor dem Ende das 73:71 hinnehmen. Genau eine halbe Minute vor der Schlusssirene traf Stach ihre Freiwürfe 18 und 19 zum 75:71. Sechs Sekunden später hieß es 75:74, aber wer anderes als Stach netzte weitere fünf Sekunden später zum 77:74 ein. Broßmann machte mit einem “and one” kurz vor Schluss alles klar.

Bundestrainerin Alex Maerz war nach dem Spiel sehr zufrieden: “Wir werden immer besser. Die Türkei hat eine sehr starke Mannschaft und uns heute wieder 40 Minuten unter Druck gesetzt. Als es am Ende eng wurde, konnten unsere foulbelasteten Spielerinnen die 1gegen1-Situationen nicht mehr so gut lösen. Wir haben heute zum ersten Mal das Spiel gegen Zonenverteidigung trainiert und sahen da schon viel besser aus als gestern. Emma Stach war sicher sehr stark, hat aber auch eine tolle Unterstützung durch die gesamte Mannschaft erhalten. Wir schaffen es jetzt auch immer öfter, den Ball nach innen zu bringen. Das alles stimmt mich positiv für die kommenden Wochen.”

Für Deutschland spielten:
Nele Aha (ASC 46 Göttingen, 3), Patricia Broßmann (BG Zehlendorf, 18), Jennifer Crowder (BG Göttingen, 1), Cyntia Homburger (MTV 79 München / Friendsfactory Jahn München, dnp), Nadjeschda Ilmberger (DJK Bamberg, 2), Lisa Janko (TV Langen, 6), Paulina Körner (SG Köln 99ers / Rhein Girls Baskets, 5), Marija Krstanovic (BG Zehlendorf, 2), Emma Stach (BG ´89 Rotenburg / Scheeßel, 38),  Maj vom Hofe (ASC Göttingen, 2), Lena Wenke (BG Göttingen, 1), Alexandra Wilke (Basketball 4 Girls Chemnitz, 2).

Weiteres Test-Länderspiel
Samstag, 16. Juni 2012, 18.00 Uhr: Deutschland U18 – Türkei U16 (Sporthalle der Theo-Koch-Schule, Struppiusstraße 8-12, Grünberg)

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