U16-Mädchen nur noch einen Schritt vom Aufstieg entfernt19. August 2011

Nach schwachem ersten Viertel kämpft sich die DBB-Auswahl zurück ins Spiel – Hochdramatische Schlussphase

Die deutsche U16-Nationalmannschaft der Mädchen ist nur noch einen Schritt vom Aufstieg in die A-Gruppe entfernt. Bei der B-Europameisterschaft im rumänischen Arad setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Patrick Bär im Viertelfinale mit 85:79 (14:23, 24:8, 16:15, 22:30, 9:3) nach Verlängerung gegen die Ukraine durch und spielt morgen im Halbfinale um “alles oder nichts”. Beste deutsche Korbjägerinnen waren Emma Stach und Noemie Rouault mit jeweils 28 Punkten.

Sehr nervös gingen die DBB-Mädchen in die Begegnung. Kaum drei Minuten waren vergangen, als man sich bereits mit 2:8 im Rückstand sah. Doch dann wurden die Bewegungen und Würfe sowie die Verteidigung sicherer. Daraus resultierte der 10:10-Ausgleich durch Noemie Rouault nach sieben Minuten. Bis zur Viertelpause lief aber erneut nur ganz wenig zusammen im DBB-Team, sodass sich der Gegner aus Osteuropa wieder deutlich absetzen konnte (14:23).

Das erneute Comeback der deutschen Mannschaft war eng mit einem Namen verbunden: Emma Stach. Die Rotenburgerin traf zu Beginn des zweiten Viertels zwei Dreier zum 17:23 (11. Min.) und zum 22:23 (13. Min.). Alina Hartmann war es schließlich vorbehalten, beim 25:23 (14. Min.) die Führung für Deutschland zurückzuholen. In der Folge wogte die Partie minutenlang mit mehreren Führungswechseln hin und her, ehe wieder Stach in der 19. Minute für das 36:28 sorgte.

Die positive Entwicklung des deutschen Spiels setzte sich auch nach dem Seitenwechsel nahtlos fort. Als erneut Stach nach 25 Minuten zum 45:35 traf und Lisa Janko vier Minuten später für die höchste deutsche Führung sorgte (53:40, 29. Min.), schien einem deutschen Erfolg nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Ukraine mobilisierte alle Kräfte, bei Deutschland ließ die Konzentration etwas nach und promt stand es nur noch 54:50 (32. Min.) und dann gar 58:56 (34. Min.). Die Ballverluste auf deutscher Seite hatte sich gehäuft, während bei den hoch foulbelasteten Ukrainerinnen jetzt fast alles klappte.

Beim 62:59 fünf Minuten vor dem Ende nahm Patrick Bär eine Auszeit. Der deutsche Angriff bestand im Prinzip fast ausschließlich aus Stach und Rouault. Erstere befreite ihr Team etwas aus der Umklammerung (67:60, 36. Min.), aber die Ukraine konterte umgehend (67:65, 37. Min.). In der hochdramatischn Schlussphase besorgte Stach zunächst das 73:68, aber 1´03 Minuten vor dem Ende glich die aus allen Lagen Dreier werfende Ukraine aus (73:73), was Bär zu einer weiteren Auszeit veranlasste. Nach der ukrainischen Führung konnte Rouault vier Sekunden vor dem Ende wieder ausgleichen (76:76), jetzt nahm die Ukraine eine Auszeit. Der Dreierversuch des Gegners misslang, die Partie ging in die Verlängerung.

Dort warfen die alles überragenden Stach und Rouault das 84:76 (43. Min.) heraus, was jetzt endgültig einer Vorentscheidung gleich kam. Mit dem Mute der Verzweiflung begehrte die Ukraine noch einmal auf (85:79, ´48), aber dann durften sich die deutschen Mädchen jubelnd in die Arme fallen. “Ich habe noch nie eine Mannschaft gesehen, die 48 Dreier nimmt. Als wir dann fünf in Folge kassiert haben, stand das Spiel auf des Messers Schneide. Uns hat offensiv etwas die Spannung gefehlt, was sicher auch dem Ruhetag gschuldet ist. Morgen im Halbfinale müssten wir wieder mehr Rhythmus haben. Trotz der vielen Unkonzentriertheiten haben sich meine Mädchen in der Crunchtime sehr clever verhalten, zugehört und die wichtigen Dinge richtig gemacht. Morgen geht es jetzt um den Aufstieg”, meinte Patrick Bär nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Nele Aha (ASC Göttingen, 1), Ama Degbeon (USC Heidelberg, 2), Leonie Edringer (TVG Baskets Trier, 11), Alina Hartmann (DJK Bamberg, 5), Lisa Janko (TV Langen, 4), Henriette Link (BG Zehlendorf), Mareike Müller (SV Halle), Chantal Neuwald (TSV Hagen 1860), Noemie Rouault (BG Zehlendorf, 28), Anneke Schlüter (DJKSB Ulm, 6), Emma Stach (BG 89 Rotenburg/Scheeßel, 28), Maj vom Hofe (ASC Göttingen).

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