U16-Mädchen: Niederlage nach Verlängerung gegen die Slowakische Republik18. August 2010

Deutschland schließt Zwischenrunde als Gruppendritter ab – Freitag im Viertelfinale gegen Portugal
Nach der 84:91 (18:20, 25:18, 12:20, 19:16, 10:17)-Niederlage der deutschen U16-Mädchen nach Verlängerung gegen die Slowakische Republik schließt Deutschland die Zwischenrundengruppe F bei der B-Europameisterschaft in Skopje/Mazedonien als Gruppendritterr ab. Die Mannschaft von DBB-Bundestrainer Ortwin Doll verlor am Ende der Verlängerung völlig den Faden, überzeugte zuvor aber über weite Strecken des Spiels. Marie Gülich mit 19 Punkten war die erfolgreichste Werferin für die ING-DiBa-Korbjägerinnen, die im Viertelfinale am Freitag auf Portugal treffen.

Für Deutschland begannen Fanny Szittya, Noémie Rouault (Foto FIBA Europe), Carla Bellscheidt, Teresa Kucera und Marie Gülich in einer zunächst ausgeglichenen Partie. Die Slowakinnen hatten den besseren Start und zeigten sich zu Beginn der Begegnung sehr treffsicher. Nach fünf Minuten eroberte die deutsche Mannschaft durch Punkte von Centerin Marie Gülich zum ersten Mal die Führung (12:11), dennoch konnte sich in den ersten zehn Minuten keines der beiden Teams absetzen (18:20). Auffällig war die Dominanz der Slowakinnen unter den Körben; im Reboundvergleich lag das Doll-Team klar zurück (7:14).

Zu Beginn des zweiten Viertels versuchte die Slowakische Republik, den DBB-Mädchen den Schneid abzukaufen. Bundestrainer Ortwin Doll reagierte sofort und nahm beim Stand von 22:27 (12. Min.) eine Auszeit. Seine Worte fruchteten umgehend, denn mit sieben Punkten in Folge drehten die ING-DiBa-Korbjägerinnen das Spiel wieder. Die DBB-Mädchen waren nun die spielbestimmende Mannschaft, agierten bei der Rebound-Arbeit aggressiver und bauten so ihre Führung weiter aus (Dreier Knopp zum 37:31, 16. Min.). Allerdings war die deutsche Mannschaft früh foulbelastet, und so konnten die Slowakinnen von der Freiwurflinie verhindern, dass die DBB-Mädchen vor dem Seitenwechsel weiter davonzogen (43:38).

Zehn Punkte in Folge kassierten die deutschen Spielerinnen zu Anfang des dritten Viertels (43:48, 24. Min.) und sahen sich wieder in der Rolle des Verfolgers. Vergebene Freiwürfe, eine in dieser Phase magere Wurfausbeute und weiterhin ein Defizit bei den Rebounds sorgten dafür, dass die Slowakinnen die Partie erneut gewendet hatten und auch in der 26. Minute noch vorne lagen (48:52). Dann übernahm Aline Stiller das Kommando und brachte Deutschland fast im Alleingang mit 55:52 in Führung (29. Min.). Fast schon zwangsläufig folgten wieder einige Unkonzentriertheiten inklusive eines unsportlichen Fouls von Levke Brodersen und eines kurz vor Viertelende kassierten Dreiers … die Slowakische Republik ging mit einer Führung ins Schlussviertel (55:58). 

Der packende Zweikampf setzte sich auch im Schlussabschnitt fort. Die Slowakische Republik leistete sich mehr Ballverluste, holte dafür aber mehr Rebounds. Lediglich vier Fouls waren den Slowakinnen bis zur 33. Minute insgesamt gepfiffen worden, auf deutscher Seite waren es zwölf. Nach dem 59:60 durch Hannah Siegfried (32. Min.) fiel mehr als zwei Minuten lang kein Korb, ehe wieder Siegfried fünf Zähler kur hintereinander gelangen. Deutschland lag wieder in Front (64:60, 35. Min.), die Slowakische Republik nahm eine Auszeit. Gülich baute den Vorsprung aus (68:62, 37. Min.), die DBB-Mädchen kämpften mit vollem Einsatz um den Gruppensieg und damit um eine deutlich bessere Ausgangsposition für das Viertelfinale. Bellscheidt blieb jetzt trotz ihres vierten Fouls auf dem Feld, und auch die Slowakinnen mobilisierten ihre letzten Kräfte (70:69, 39. Min.). Als Gülich ihr Team 51 Sekunden vor dem Ende mit 74:71 in Front warf, war der Sieg zum Greifen nah, aber dem Gegner wurde 13 Sekunden vor dem Ende ein Dreier zum Ausgleich gestattet: Verlängerung!

In der hatte das DBB-Team zunächst nur Ballverluste und Fehlwürfe zu verkraften, aber auch der Slowakischen Republik gelangen zweieinhalb Minuten lang nur zwei Punkte. Weniger als zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung machte Szittya das vermeintliche 78:78 . Gülich und Meinhart vergaben die beiden nächsten Würfe, das elektronische Scouting spielte verrückt und zeigte plötzlich ein 76:80 und dann ein 76:82 an (1´04). Es war ein plötzlichzer “Tod” für die U16-Mädchen, denn kurz später wurde als Endergebnis ein 84:91 eingeblendet.

Deutschland:
Carla Bellscheidt (New Basket Oberhausen, 9), Levke Brodersen (SC Rist Wedel, 5), Elisabeth Dzirma (TG Hanau, dnp), Marie Gülich (Rhöndorfer TV, 19), Alina Hartmann (DJK Bamberg, dnp), Melina Knopp (Osnabrücker TB, 3), Teresa Kucera (BSG Ludwigsburg, 10), Isabell Meinhart (TSV Grünberg, 6), Noémie Rouault (TuS Lichertfelde, 4), Hannah Siegfried (TuS Lichterfelde, 9), Aline Stiller (TSV Grünberg, 13) und Fanny Szittya (TSV Nördlingen, 6).

Weitere Informationen und Statistiken unter www.fibaeurope-u16women.com

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