U16-Mädchen lernen in Belgien dazu21. Mai 2012

Gegen den amtierenden Europameister setzte es zwar zwei Niederlagen (42:95, 62:67), aber nach der deutlichen Schlappe in Spiel eins war in der zweiten Partie eine immense Leistungssteigerung der ohne die potenziellen Starterinnen Emma Stach und Nele Aha angetretenen DBB-Mädchen zu erkennen.

Im ersten Spiel (10:24, 16:23, 8:25, 8:22) fand die Mannschaft von Bundestrainerin Alex Maerz von Anfang an kein Mittel gegen den Druck der Gastgebnerinnen. Alles, was in der ersten Maßnahme erarbeitet wurde, fiel in sich zusammen, weder in der Offense noch in der Defense wurde strukturiert gespielt. Im Spielverlauf brach das DBB-Team dann am Ende 3des dritten und zu Beginn des vierten Viertels komplett ein. Keine Spielerin war in der Lage, Akzente zu setzen; keine konnte mit dem Intensitäts- und Leistungsunterschied zwischen deutscher Jugend und internationaler Spitze annähernd umgehen.

In Spiel zwei gelang ein sehr konzentrierter Start. Vor allem die Verteidigungsleistung war deutlich besser und offensiv trat man viel selbstbewusster auf. Dadurch wurden auch die Ballverluste erheblich reduziert. Durch klar verbesserte Reboundarbeit kamen die deutschen Mädchen endlich auch zu erfolgreichen Fastbreaks. Daraus resultierte die verdiente Führung zur Halbzeit,auch gegen eine komplette belische Mannschaft, die keine Leistungsträger schonte. Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es dann einen Rückfall in alte Fehler: Defensivrebound, 1-1 Defense, offensive Aggressivität. Im weiteren Verlauf der Partie wehrte man sich auf deutscher Seite noch lange gegen Führungswechsel, verlor dann aber zum Schluss gegen die größere Erfahrung und Physis der Belgier letztlich verdient. Die Belgierinnen zeigten sich insgesamt deutlich weiter in der Entwicklung. Trotzdem darf man der deutschen Mannschaft eine gute Leistung in der zweiten Begegnung attestieren.

Kommentar von Alex Maerz zu beiden Spielen:
„Belgien hat uns im ersten Spiel gnadenlos die internationale Realität aufgezeigt. Wir waren in allen Belangen chancenlos und überhaupt nicht bereit, das physische Spiel anzunehmen. Im zweiten Spiel haben die Mädels eine tolle Reaktion gezeigt und sich von Beginn an gewehrt. Allerdings war auch hier zu sehen, dass wir in sehr vielen Bereichen noch große Defizite haben. Wir haben jetzt gleich zu Beginn der Vorbereitung eine klare Standortbestimmung und müssen hart arbeiten, um international konkurrenzfähig zu werden.”

Für Deutschland spielten:
Flavia Behrendt (VfL Grasdorf, 2/2); Patricia Broßmann (BG Zehlendorf, 3/5), Jennifer Crowder (BG Göttingen, 2/9), Franziska Hadaschik (ASC Göttingen, 0/dnp verletzt), Lisa Janko (TV Langen, 11/6), Paulina Körner (SG Köln 99ers / Rhein Girls Baskets, 0/9), Marija Krstanovic (BG Zehlendorf, 4/0), Annika Küper (Metropol Girls, 1/0), Maj vom Hofe (ASC Göttingen, 6/13), Lena Wenke (BG Göttingen, 4/2), Alexandra Wilke (Foto, Basketball 4 Girls Chemnitz, 7/16), Laura Zdraveska (TSV Hagen 1860, 2/0).

 

Im Anschluss an die Maßnahme nominierte Bundestrainerin Alex Maerz den Kader der U16-Mädchen für den Deutsch-Französischen Jugendaustausch vom 26. Mai – 2. Juni 2012 in Heidelberg. Folgende Spielerinnen wurden berufen:

Nele Aha (ASC 46 Göttingen), Patricia Broßmann (BG Zehlendorf), Jennifer Crowder (BG Göttingen), Cyntia Hornburger (MTV 79 München / Friendsfactory Jahn München), Nadjeschda Ilmberger (DJK Bamberg), Lisa Janko (TV Langen), Paulina Körner (SG Köln 99ers / Rhein Girls Baskets), Marija Krstanovic (BG Zehlendorf), Annika Küper (Metropol Girls), Emma Stach (BG ´89 Rotenburg / Scheeßel), Maj vom Hofe (ASC Göttingen), Lena Wenke (BG Göttingen), Alexandra Wilke (Basketball 4 Girls Chemnitz), Laura Zdraveska (TSV Hagen 1860).

Auf Abruf: Flavia Behrendt (VfL Grasdorf), Franziska Hadaschik (ASC Göttingen), Cherina Kaiser (Osnabrücker SC), Sarah Stock (BG Kamp-Lintfort / TG Neuss).

Die Mannschaft wird betreut von Bundestrainerin Alex Maerz, Co-Trainer Stefan Mienack und Teambetreuer Philipp Sparwasser. Ein/e Physiotherapeut/in wird noch benannt.

Spieltermine gegen Frankreich (jeweils im OSP Heidelberg)

Mittwoch, 30. Mai 2012, 20.00 Uhr: Deutschland – Frankreich
Donnerstag, 31. Mai 2012, 20.00 Uhr: Deutschland – Frankreich
Freitag, 1. Juni 2012, 20.00 Uhr: Deutschland – Frankreich

 

Weitere News

30. September 2016

Neuer Termin für U18-EM der Jungen

Kurz vor Weihnachten wird der Titelträger ermittelt

SteinHaraldEM2015vsGRE

30. September 2016

DBB-Damen und Herren im Ausland

Wöchentliche Berichterstattung ab dem NBA-Start

ZipserBaer2016-500

28. September 2016

Bundesjugendlager 2016: Die Headcoaches sprechen

Große Vorfreude auf den Jahreshöhepunkt

BJL2013-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.