U16-Mädchen: Kein Überraschungs-Sieg gegen Portugal5. August 2013

Die Vorzeichen der heutigen Begegnung waren klar und für jeden Basketballer unmissverständlich mit den Worten ‘do-or-die’ zusammengefasst. Die U16-Mädchen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) mussten heute Abend gegen Portugal gewinnen, um bei der B-Europameisterschaft noch eine Chance auf den Aufstieg zu haben. Gegen die favorisierten Gastgeberinnen mühte sich Deutschland redlich, schaffte die Überraschung aber nicht und unterlag mit 52:70 (9:15, 16:20, 10:18, 17:17). So spielt Deutschland, das heute in Patricia Broßmann die beste Werferin hatte, nun um die Plätze 9-17.

Bundestrainerin Alexandra Maerz vertraute zu Beginn Luana Rodefeld, Kira Barra, Satou Sabally (Foto), Leonie Schütter und Patricia Broßmann, die den besseren Start erwischten. Sabally und Broßmann brachten das DBB-Team in Führung, doch Portugal war ebenfalls aktiv und so war es nach fünf gespielten Minuten eine offene Partie mit leichten Vorteilen für die ING-DiBa-Korbjägerinnen (6:5). Deutschland agierte in dieser Phase stark unter den Brettern und sicherte sich doppelt so viele Rebounds wie die Gastgeberinnen (10:5), doch in Punkte ummünzen konnte das Maerz-Team dieses vorerst nicht. Portugal eroberte sich in diesem intensiven Spiel zunächst die Führung zurück, Broßmann antwortete umgehend für Deutschland, doch die Gastgeber behielten das Momentum. Nach zehn Minuten lag die deutsche Mannschaft 9:15 zurück und musste an den guten Start anknüpfen, um Portugal nicht davonziehen zu lassen.

Mit sieben unbeantworteten Punkten startete der zweite Spielabschnitt denkbar schlecht: Bundestrainerin Alexandra Maerz rief ihr Team zusammen und danach erlöste Broßmann das DBB-Team mit ihren Punkten zum 11:22 (13. Min.). Doch eine Aufholjagd ließ sich zunächst nicht initialisieren, denn Portugal fand immer eine Antwort und so blieb der Rückstand aus deutscher Sicht bestehen. Die Punkte von Johanne Gröning und Rodefeld waren da ein kurzer Hoffnungsschimmer, denn der portugiesische Trainer rief nun zu einer Auszeit (16:28, 15. Min.). Deutschland agierte nun wieder besser und erkämpfte sich so weiterhin die Chance, die Überraschung zu schaffen und dieses Spiel für sich zu entscheiden. Dank sehr guter Verteidigung und eines Dreipunktewurfs von Laura Zdravevska war der Rückstand auf einmal nur noch einstellig (23:32). Deutschland schlug Profit aus den Ballverlusten Portugals (Schütter zum 25:32), doch ein Dreipunktspiel der Gastgeberinnen stoppte die DBB-Aufholjagd vor dem Seitenwechsel (25:35).

Aufholjagd bliebt aus – Portugal zu solide

Ausgeglichen begann die zweite Halbzeit: die stark aufspielende Broßmann antwortete aus der Distanz auf portugiesische Punkte und erspielte sich damit bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ein Double-Double. Rodefeld und Sabally trafen ebenfalls, doch auch Portugal blieb aktiv und ließ die deutsche Mannschaft so nicht mehr weiter herankommen (32:34, 24. Min.). Die ING-DiBa-Korbjägerinnen haderten mit ihrer schwachen Wurfquote und leisteten sich Ballverluste, die von Portugal direkt in Punkte umgemünzt wurden. So war der 32:48-Zwischenstand zum Einen ein Zeugnis guter Verteidigung, zum Anderen aber auch ob der verpassten Chancen bitter. Vor Beginn der letzten zehn Minuten mit 35:53 zurück und musste die Vorentscheidung in diesem Spiel hinnehmen.

Broßmanns Dreipunktewurf nach Sabally-Zuspiel war ein schöner Beginn des Schlussviertels, doch das Ergebnis änderte er nicht mehr. Portugal fand – wie so oft in dieser Begegnung – eine passende Antwort und untermauerte damit eindrucksvoll seinen Favoritenstatus. Deutschland gab zwar kämpferisch nicht auf, musste aber anerkennen, dass am heutigen Abend gegen die Gastgeberinnen keine Überraschung möglich war. Die 52:70-Niederlage bedeutet nun, dass Deutschland nicht um den Aufstieg in die A-Gruppe spielt, sondern die Plätze 9-17 im unteren Klassement ausspielt.

Bundestrainerin Alexandra Maerz wusste die Niederlage einzuordnen: “Wir haben heute gegen eine sehr starke Mannschaft wirklich gut gespielt, da kann ich meinen Spielerinnen keinen Vorwurf machen. Die Chance um den Aufstieg haben wir leider gegen Dänemark verspielt; das ist ein bitterer Lernprozess, durch den wir jetzt durch müssen. Portugal war heute einfach besser und erfahrener und hatte vier Spielerinnen dabei, die schon internationale Erfahrungen gesammelt hatten. Genau diese Erfahrungen brauchen wir jetzt und wir werden die kommenden Spiele nutzen, um unserer jungen Mannschaft genau diese Erfahrungen zu geben.”

Für Deutschland spielten:
Luana Rodefeld (TSV 1883 Grünberg / Team Mittelhessen, 10), Johanne Gröning (ChemCats Chemnitz, 4), Leonie Schütter (TSV Hagen 1860, 3), Patricia Broßmann (ASV Moabit Basketball / TuS Lichterfelde, 20 Punkte, 13 Rebounds), Satou Sabally (TuS Lichterfelde, 5 Punkte, elf Rebounds), Johanna Klug (TSV 1861 Nördlingen, 3), Annika Küper (Metropol Girls / Citybasket Recklinghausen), Flavia Behrendt (MTV/BG Wolfenbüttel), Sunniva Ferri (ASC Theresianum Mainz, 4), Laura Zdravevska (TSV 1883 Grünberg / Team Mittelhessen, 3), Kira Barra (TV 1872 Saarlouis), Anna Lappenküper (Herner Turn Club 1880).

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