U16-Mädchen: Großartig gegen die Niederlande29. Juni 2013

Die deutschen U16-Mädchen haben nahtlos an die tolle Vorstellung des gestrigen Tages gegen die Niederlande anknüpft. Auch in der zweiten Partie gewann das Team von Bundestrainerin Alexandra Maerz, dieses Mal mit 72:65 (25:16, 19:11, 13:23, 15:15). Vor 250 Zuschauern in Grünberg war Satou Sabally die erfolgreichste deutsche Punktesammlerin (23).

Die DBB-Mädchen verzeichneten einen guten Start und lagen nach Punkten von Satou Sabally und von Luana Rodefeld (Foto) mit 6:3 vorne (2. Min.). Es lief auch in den Folgeminuten ordentlich gegen die Niederlande, die ob der Niederlage vom Vortag mit viel Wut im Bauch erwartet worden war. Die beiden neu ins Team gekommenen Flavia Behrendt und Anna Lappenküper trafen zum 11:9 (6. Min) und zum 15:11 eine Minute später. Das 22:14 nach neun Minuten machte die überragend aufspielende Sabally, die nach dem ersten Viertel bereits 15 Punkte gesammelt hatte (25:16). Die deutsche Mannschaft agierte ähnlich selbstbewusst wie im ersten Spiel und erfreute die begeisterten Zuschauer.

In Spielabschnitt zwei blieb es anfangs bei der deutschen Führung (29:20, 12. Min.). Die deutsche Defense hatte den Gegner bereits zu elf Ballverlusten gezwungen. Bei dem Spielstand blieb es über vier Minuten lang, beide Mannschaften leisteten sich eine Phase mit Ballverlusten und Fehlwürfen. Beim Stand von 29:23 nach 17 Minuten nahm Alexandra Maerz eine Auszeit. Sabally beendete anschließend die punktemäßige Durststrecke der Gastgeberinnen und die bis dahin glücklose Leonie Schütter netzte einen Dreier zur bis dahin höchsten Führung ein (34:23). Kein Mensch wäre zu diesem Zeitpunkt auf die Idee gekommen, dass die Niederlande in Europa eine Klasse höher als die Deutschen spielt. Wie im Rausch agierten die ING-DiBa-Korbjägerinnen (38:25, 18. Min., Behrendt), die zur Pause sage und schreibe einen 17-Punkte-Vorspung herausgespielt hatten (44:27).

Doch so einfach wollten sich die Gäste nicht geschlagen geben. Mit “Schaum vorm Mund” kamen sie aus der Kabine und setzen die DBB-Mädchen gewaltig unter Druck. Mit Erfolg, denn beim 48:41 nach 24 Minuten hatten sie schon zehn Punkte aufgeholt. Das Momentum war komplett auf die Seite der Niederländerinnen gewechselt, zudem kassierte Sabally bereits ihr drittes Foul. Sie blieb aber zunächst auf dem Feld und erzielte das 50:43 Mitte des dritten Viertels. Als Johanne Gröning das 52:43 machte, schien das Schlimmste für die deutsche Mannschaft überstanden. Aber der Gegner ließ nicht locker und kam immer näher heran (52:47, 27. Min.). Mit dem Mute der Verzweiflung wehrte sich die DBB-Auswahl, die durch Rodefeld zum 56:48 und sich etwas befreien konnte. Vor dem Schlussviertel war für beide Teams noch alles drin (57:50).

Zwei Mal setzte sich Lappenküper zu Beginn des Schlussabschnitts durch und brachte wieder etwas Abstand zwischen ihre Mannschaft und dem Gegner (61:50, 33. Min.). Rodefeld zeigte jetzt ihre ganze Klasse, führte klug Regie und punktete selber. Ein deutscher Sieg wurde immer mehr möglich, als Sabally zum 65:52 traf (35. Min.). Doch noch einmal begab sich die Niederlande auf eine Aufholjagd (65:58, 37. Min.). Dem Publikum wurde wirklich ein packendes Spiel geboten. Das 67:58 durch Patricia Broßmann begeisterte die Zuschauer, beim 70:59 nach einem “and one” von Rodefeld war die Vorentscheidung gefallen, auch wenn die Niederlande noch Ergebniskosmetik betrieb. Den riesigen Jubel hatten sich die deutschen Spielerinnen verdient.

“Die größte Leistung von uns war heute, dass wir weiter unseren Basketball gespielt haben, als die Niederlande bis auf sechs Punkte heran war, dass wir den Vorsprung danach wieder ausgebaut haben. In der ersten Hälfte war es fast zu einfach, da hat die Spannung bei uns zu Beginn des dritten Viertels gefehlt. Überragend war heute Satou Sabally, die in Kombination mit Luana Rodefeld wirklich großartig gespielt hat”, freute sich die Bundestrainerin nach der Begegnung.

Für Deutschland spielten:
Luana Rodefeld (TSV 1883 Grünberg / Team Mittelhessen, 18), Johanne Gröning (ChemCats Chemnitz, 2), Patricia Broßmann (ASV Moabit Basketball / TuS Lichterfelde, 7), Satou Sabally (TuS Lichterfelde, 23), Annika Küper (Metropol Girls / Citybasket Recklinghausen), Flavia Behrendt ((MTV/BG Wolfenbüttel, 4), Sunniva Ferri (TSV Theresianum Mainz), Laura Zdravevska (TSV 1883 Grünberg / Team Mittelhessen), Kira Barra (TV 1872 Saarlouis, 1), Anna Lappenküper (Herner Turn Club 1880, 7), Leonie Schütter (TSV Hagen 1860, 9), Johanna Klug (TSV 1861 Nördlingen, 1).

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