U16-Mädchen weiter auf der Erfolgsspur24. Juli 2005

Nach 3. Sieg als Gruppenerster in die Zwischenrunde

Die deutsche U16-Nationalmannschaft weiblich bleibt bei der B-Europameisterschaft in Tallin/Estland weiter auf der Erfolgsspur. Im 3. Spiel im Turnier wurden die chancenlosen Finninnen mit 78:37 (14:10, 21:4, 16:10, 27:13) geschlagen. Damit zieht die DBB-Auswahl als Gruppenerster in die Zwischenrunde um die Plätze 1-8 ein, an deren Ende das Halbfinale und damit das entscheidende Spiel um den Wiederaufstieg stehen sollte.

Gegen Finnland stotterte der deutsche Motor nur im Auftaktviertel, in dem die Mannschaft von Bundestrainer René Spandauw mit den körperlich unterlegenen, dafür aber schnellen und flinken Gegenspielerinnen einige Probleme hatte. Doch dann gaben die U16-Mädchen ordentlich Gas und überrollten Finnland mit einer 15:0-Serie bis zum 29:10 (Vanessa Höhne, 16. Minute). Die Entscheidung war bereits gefallen, und fortan gab der Coach allen zwölf deutschen Korbjägerinnen reichlich Spielzeit. Dies sorgte für ein sehr ausgeglichenes Scoreboard der Deutschen. Alle deutschen EM-Teilnehmerinen steuerten Zählbares zum ungefährdeten Erfolg bei.

Letztlich war die deutsche Mannschaft in alen wichtigen Bereich besser. Sie hatte zwar viele Ballverluste zu beklagen (21), Finnland aber deren 27. Bei den Rebounds betrug die Überlegenheit gar 52:29. Doch die DBB-Auswahl wäre nicht die DBB-Auswahl, wenn Sie nicht wieder einige ungewöhnliche Zahlen zu bieten hätte. So war die Freiwurfquote „unterirdisch“ (19/40 = 48 Prozent), und auch die Wurfquote im Zweipunktebereich ließ zu wünschen übrig (22:54 = 41 Prozent). Dafür trafen die wenigen Dreierversuche hochprozentig (5/10).

Statement von Francis Pieczynski:
“Wir hatten keine leichten Gegner, dies war bestimmt die stärkste Vorrundengruppe. Wir haben über einen großen Willen und Kampfgeist die drei bisherigen Spiele gewonnen. Wir spielen jetzt gegen Irland, Slovenien und England, und bis zu diesen Spielen (ab Dienstag) müssen wir wieder neue Kräfte schöpfen.“

Statement von René Spandauw:
“Obwohl die Vorbereitung viel zu kurz war, hat die Mannschaft sich super gefunden. Wir selber sind bislang unserer stärkster Gegner gewesen, weil wir uns umheimlich viele unnötige Ballverluste leisten durch fehlende Konzentration und zu wenig Körperspannung. Aber über den Kampf und eine auch für mich total überraschende Verteidigung sind wir in der Lage dies wegzustecken. Leider erlitt Nadja Prötzig im heutigen Spiel einen Schlag auf die Nase und der Ernst dieser Verletzung ist unklar, denn wir brauchen jeden Körper in diesem schweren Turnier.“

Deutschland:
Ireti Amojo (Basketball Berlin Süd; 2 Punkte), Stina Barnert (SC Alstertal-Langenhorn; 8), Nelli Dietrich (TV Langen; 2), Hannah Eitel (BSG Ludwigsburg, 1), Svenja Greunke (TV Langen; 13), Vanessa Höhne (Basketball Berlin Süd; 9), Katharina Kiersz (BSG Ludwigsburg; 1), Pia Mankertz (SC Alstertal-Langenhorn, 3), Francis Pieczynski (Foto, TV Langen; 16), Nadja Prötzig (SV Halle, 5), Leonie Prudent (BBZ Leverkusen; 8), Jana Thiedke (Basketball Berlin Süd, 10).

Aktuelle Ergebnisse und Statistiken unter www.basket.ee 

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