U16-Mädchen sind B-Europameister!10. August 2014

Ein unglaubliches Turnier der U16-Mädchen endet mit dem großen Triumph! Die Mannschaft von Bundestrainerin Alexandra Maerz hat sich einen Tag nach dem geschafften Aufstieg mit dem B-Europameisterschaftstitel gekrönt. In einem hochspannenden Finale setzte sich die DBB-Auswahl mit 68:54 (10:10, 23:17, 14:19, 21:8) durch. Überragende Akteurin war abermals Satou Sabally (Foto), die mit 34 Punkten und 15 Rebounds auch in diesem Finale maßgeblich am Titelgewinn beteiligt ist. Absolut folgerichtig ist sie auch MVP des gesamten Turniers geworden. Außerdem steht Leonie Schütter im All-Star-Team.

Satou Sabally, Leonie Schütter, Anna Lappenküper, Johanna Klug und Kira Barra begannen das Finale für die DBB-Auswahl. Nach eineinhalb Minuten eröffnete Lappenküper die Partie zum 2:0 für die deutsche Mannschaft. Die Engländerinnen antworteten jedoch schnell in Person von Jenelle Grant, die nach vier Minuten vier Punkte und drei Rebounds für ihr Team sicherte, zum 4:2. Auf der Gegenseite drehte Schütter die Partie erneut zur deutschen 6:4-Führung. So ging es nun weiter hin und her, beide Defense-Reihen machten ihren Job bislang hervorragend, zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels lagen die englischen Korbjägerinnen mit 8:6 vorne. Auch die letzten zwei Minuten des ersten Viertels waren ausgeglichen, folgerichtig ging es beim Stand von 10:10 in die erste Pause.

Gabriele Nikitinaite eröffnete das zweite Viertel per Dreipunkt-Spiel für die Engländerinnen. Es folgte aber ein unglaubliche Show von Sabally, die nun aufdrehte und zunächst auf 12:13 verkürzte, ehe sie knapp 40 Sekunden später per Dreier die Führung zurück eroberte. Nach dem englischen Ausgleich war es erneut die variable 16-Jährige, die ihre Mannschaft in Front brachte (17:15). Nach 15 Minuten führte die DBB-Auswahl durch zwei Freiwürfe durch – natürlich – Sabally mit 19:16. Böhmke baute den Vorsprung weiter aus (21:16), aber die Engländerinnen hielten dagegen: Wilkinson gelang der Anschluss zum 20:21. Erneut zwei Freiwürfe von Wilkinson und ein Dreier von Lowe brachten die Gegnerinnen sogar wieder in Führung, Sabally aber glich prompt aus (25:25). Nach dem 27:27-Ausgleich gehörten die Schlussszenen der ersten Halbzeit der deutschen Mannschaft. Sola und Schütter waren jeweils zwei Mal von der Freiwurflinie erfolgreich. Den Schlusspunkt setzte aber wieder Sabally, die zu diesem Zeitpunkt 18 von 33 Punkten der deutschen Mannschaft erzielte und zusätzlich sieben Rebounds und zwei Assists beisteuerte, zur 33:27-Führung nach 20 Minuten.

Nach sechs Sekunden im dritten Viertel verkürzte Nikitinaite per Dreipunkt-Spiel zum 30:33, Barra und Schütter stellten aber schnell den alten Abstand wieder her. Das dritte Viertel entwickelte sich weiter ausgeglichen: Die Engländerinnen schafften es nicht, die Lücke zu schließen, auf der Gegenseite zog die Mannschaft von Alex Maerz aber auch nicht weiter davon. Auch nach 25 Minuten war nach wie vor alles möglich (40:34). Rosemeyer und Simon sorgten kurze Zeit später für die erste Zehnpunkte-Führung der ING-DiBa-Korbjägerinnen, die aber schnell wieder auf den alten Abstand von sechs Zählern schrumpfte (44:38). Nach zwei weiteren Punkten von Ozzy-Momodu sah sich Alex Maerz zu einer Auszeit gezwungen, um das Momentum der Britinnen zu durchbrechen – ohne durchschlagenden Erfolg. England verkürzte bis zum Ende des Viertels auf 46:47.

Zu Beginn des  Schlussviertels brachte Whittington die Engländerinnen sogar in Führung (48:47). Was dann folgte, war der absolute Sabally-Wahnsinn! Erneut acht Punkte in Serie der stärksten deutschen Spielerin innerhalb von zwei Minuten brachte die deutsche Mannschaft auf Turniersieg-Kurs (55:48, 33. Minute). Klug erhöhte zum 57:58 – Auszeit England. Die Britinnen hatten jetzt aber nichts mehr entgegen zu setzen und mussten die deutsche Mannschaft auf ihrem Weg zum großen Triumph davonziehen lassen. Dank eines überragenden Schlussviertels steht am Ende ein umjubelter und hochverdienter 68:54-Sieg für die deutsche Mannschaft.

Bundestrainerin Alex Maerz war stolz auf ihre Mädchen: “Das war nochmal ganz toll, was die Mädchen hier im Finale abgeliefert haben. Es war ein hartes Spiel gegen einen sehr starken Gegner, die wir noch reboundstärker eingeschätzt hatten. Das hatten wir aber ganz gut im Griff und die Partie mit toller Intensität geführt. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Satou ist natürlich eine tolle Spielerin, die absolut verdient MVP geworden ist, aber ich möchte hier gar keine Spielerin besonders herausstellen. Das war eine ganz tolle Teamleistung während des Turniers.”

 

Für Deutschland spielten:
Seraphina Asuamah-Kofoh (Citybasket Recklinghausen/Metropol Girls), Kira Barra (Bender Baskets Grünberg/Team Mittelhessen, 4), Fine Böhmke (ChemCats Chemnitz, 2), Britta Daub (BG 74 Göttingen), Johanna Klug (TSV 1861 Nördlingen/Friendsfactory Baskets, 3),  Anna Lappenküper (Herner TC, 7),  Leonie Rosemeyer (Wolfpack Wolfenbüttel/Girls Baskets Bs-WF, 7), Satou Sabally (TuS Lichterfelde, 34/15 Rebounds), Leonie Schütter (TSV Hagen 1860/Phoenix Hagen Ladies, 13), Theresa Simon (BG Wolfenbüttel/Wolfpack Wolfenbüttel/Girls Baskets Bs-Wf, 2), Maria-Angelina Sola (Herner TC, 2), Anne Zipser (USC Heidelberg/Basket-Girls Rhein-Neckar).

Spielplan, Ergebnisse und Statistiken zur Europameisterschaft finden Sie unter diesem Link.

 

 

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