U16-Mädchen bei der B-EM: Überraschung garantiert18. Juli 2005

3 Testspiel-Siege gegen Belgien

Der letzte Test vor der B-Europameisterschaft in Tallinn/Estland vom 22. bis zum 31. Juli hätte für die weibliche U16-Nationalmannschaft nicht besser laufen können: Gleich drei Mal siegte das Team von Bundestrainer René Spandauw gegen die belgische Auswahl, wobei das letzte Spiel nicht ganz den Wünschen und Erwartungen des Bundestrainers entsprach. Doch der Reihe nach: Im ersten Spiel setzte sich die DBB-Auswahl mit 62:44 durch. Zur Halbzeit führte das deutsche Team bereits mit 38:22, so dass René Spandauw die günstige Gelegenheit nutzte, um einige „Wackelkandidatinnen“ für die EM noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei konnte Franziska Schenk-Graham (BG Rentrop Bonn) nicht ganz die Erwartungen von Spandauw erfüllen und fiel noch aus dem EM-Kader.

Mit der Tatsache, dass Christina Gaschin ebenfalls nicht in Estland dabei sein wird, hat der Bundestrainer aber nichts zu tun. Im Gegenteil, er bedauert den plötzlichen  Ausfall seiner Spielerin zutiefst. Gaschin zog sich im ersten Spiel gegen Belgien einen Kapselriss im Sprunggelenk zu. Ihr Einsatz ist ausgeschlossen. Damit ist Gaschin neben Katharina Schulte To Bühne und Nele Schmidt die dritte verletzte Spielerin, auf die Spandauw verzichten muss.

Noch deutlicher siegten die U16-Mädchen beim zweiten Aufeinandertreffen (75:38). In einem überzeugenden Spiel dominierte die DBB-Auswahl unter den Körben: 45 Rebounds erhaschten die Nachwuchstalente, Belgien fischte nur 19 Bälle unter den Körben weg. Wenig begeistert war der Bundestrainer dagegen von dem Auftreten der Belgier, die es als Mannschaft in der A-Liga nicht einsahen, so deutlich gegen eine B-Liga-Mannschaft wie die Deutschen verlieren zu müssen: „Sie waren überfordert und frustriert. Sie wussten sich nur mit Aggressivität zu helfen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.“

Auch die dritte Begegnung endete mit einem Erfolg für die DBB-Mädchen. Allerdings fiel dieser mit 64:58 knapper aus. Die U16 ließ ganz zum Ärger von René Spandauw die nötige Einstellung vermissen. „Die Mädchen waren mit den Gedanken schon am Flughafen und dachten nur noch an die Reise nach Estland.“ Dennoch: im vierten Viertel stellte die DBB-Auswahl ihren Kampfgeist doch noch unter Beweis und wandelte einen 42:46-Rückstand mit einer 22:12-Serie in einem Sieg um.

René Spandauw schätzt vor alle die große Spielfähigkeit seiner Mädchen. Außerdem kann die Ausgeglichenheit des Teams bei der EM zum großen Plus für die Spandauw-Truppe werden. „Wir sind schwer auszurechnen“, so René Spandauw, „In jedem Spiel kann eine andere Spielerin zur Top-Scorerin werden“. Dennoch gibt es auch Dinge, die dem Bundestrainer noch nicht gefallen: „Die Mädchen sind viel zu lässig und teilweise zu unkonzentriert.“ Daraus resultieren zu viele Ballverluste, die es dem Gegner zu einfach machen. Ein Problem sieht der Bundestrainer auch in der kurzen Vorbereitungszeit der U16. 21 Trainingseinheiten seien zu wenig, um eine Mannschaft hundertprozentig zu formen.

Was die DBB-Auswahl in Tallinn erreichen kann, darüber gibt Spandauw keine genaue Auskunft. Dafür fehlen ihm einfach Informationen zu den Vorrundengegnern Rumänien, Lettland und Finnland. Aber soviel verrät er schon einmal im voraus: „Es wird auf jeden Fall eine Überraschung geben in positiver oder negativer Hinsicht. Einige Spielerinnen werden sicherlich besser sein als erwartet und umgekehrt.“

Punkte gegen Belgien:
Ireti Amojo (Basketball Berlin Süd; 6 Punkte im ersten Spiel/6 Punkte im zweiten Spiel/6 Punkte im dritten Spiel/18 Punkte gesamt), Stina Barnert (SC Alstertal-Langenhorn; 12/2/7/21), Nelli Dietrich (TV Langen; 0/5/0/5), Hannah Eitel (BSG Ludwigsburg; 4/1/2/7), Svenja Greunke (TV Langen; 10/16/7/33), Vanessa Höhne (Basketball Berlin Süd; 4/10/10/24), Katharina Kiersz (Foto, BSG Ludwigsburg; 5/6/11/22), Pia Mankertz (SC Alstertal-Langenhorn; n.e./6/0/6), Francis Pieczynski (TV Langen; 4/7/2/13), Nadja Protzig (SV Halle; 6/6/13/25), Leonie Prudent (BBZ Leverkusen; n.e./9/4/13), Jana Thiedke (Basketball Berlin Süd; 8/4/2/14), Christina Gaschin (Rumelner SV; 1/n.e/n.e./1), Franziska Schreck-Graham (Hagener SV; 2/n.e./n.e./2).

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