Final-Niederlage trübt gute Laune kaum5. August 2007

U16-Mädchen unterliegen Italien im Endspiel der B-Europameisterschaft, freuen sich aber riesig über den Aufstieg

Die U16-Nationalmannschaft der Mädchen hat das Finale der B-Europameisterschaft in Chieti/Italien gegen die Gastgeberinnen verloren. Nach 40 Minuten hieß es 55:64 (15:18, 16:16, 14:15, 10:15). Die Niederlage trübt die gute Laune der DBB-Auswahl aber kaum, denn die Freude über den Aufstieg in die A-Gruppe überwiegt eindeutig. Daher haben wir uns auch für ein Jubel-Foto vom gestrigen Halbfinale gegen Slowenien entschieden.

Italien wollte sich vor eigenem Publikum unbedingt den Titel sichern, hatte sich aber wohl enorm unter Druck gesetzt und begann sehr nervös. Anfangs fielen so gut wie überhaupt keine Punkte, dann übernahm das DBB-Team das Kommando und ging durch Jenny Menz 8:1 in Führung (4. Min.). Doch Italien fand jetzt in die Partie und machte die nächsten elf Punkte (8:12, 9. Min.). Beide Mannschaften verzeichneten während der ersten zehn Minuten jeweils acht Ballverluste (15:18).

Nach zwölf Minuten traf Sonja Greinacher zur deutschen 21:20-Führung in einer nun etwas niveaureicheren Begegnung. Doch Deutschland passte weiterhin nicht gut genug auf den Ball auf und erlaubte Italien, wieder etwas davon zu ziehen (21:26, 16. Min.). Nahezu makelos bis dahin war die Vorstellung von Finja Schaake, die das Maerz-Team wieder heran brachte (30:32, 19. Min.) und schon neun Zähler markiert hatte.

Nach dem Seitenwechsel gab es wieder minutenlang „Schonkost“ ohne Punkte (31:36, 24. Min.). Deutschland machte die ersten Punkte im 3. Viertel erst nach mehr als fünf Minuten durch zwei Freiwurftreffer von Menz (33:38). Italien behauptete stets einen leichten Vorsprung von 3-7 Punkten, lag dann sogar zweistellig in Front (35:45, 27. Min.). Aber die Spielerinnen von Bundestrainerin Alexandra Maerz gaben nicht auf und kämpften um den Titel des B-Europameisters (45:48, 30. Min.).

Letztlich hatten die Gastgeberinnen den längeren Atem, obwohl die deutsche Auswahl bis zum Schluss nicht aufsteckte und immer wieder aufschloss (51:55, 35. Min.). Das 53:62 weniger als zwei Minuten vor dem Ende war dann aber die endgültige Entscheidung. Trotz der Niederlage dürfen die deutschen Spielerinnen hoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren, denn sie haben den Weg für die künftigen U16-Teams bereitet, sich mit Europas Elite messen zu können. Bleibt zu hoffen, dass diese Spielerinnen auch die deutsche U18-Nationalmannschaft in ein oder zwei Jahren wieder erstklassig machen.

Für Deutschland spielten:
Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 7), Sarah-Marie Frankenberger (ASC Theresianum Mainz, 7), Julia Gaudermann (TSV Grünberg, 6), Sonja Greinacher (ETB SW Essen, 7), Mara Greunke (TV Langen), Lara Farina Idelberger (NB Oberhausen), Jenny Menz (TuS Jena, 7), Jana Meyer (BBZ Leverkusen), Finja Schaake (TSV Grünberg, 9), Elina Stahmeyer (Lehrster SV / BG Rotenburg Scheeßel, 4), Franziska Steiner (TS Jahn München, 8), Kathrin Wischnitzki (BBZ Leverkusen/ART Düsseldorf ).

Scouting unter www.fibaeurope.com (Spalte rechts mit allen Jugend-Europameisteschaften)

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