B-EM: U16-Mädchen machen Halbfinale perfekt2. August 2007

DBB-Team demontiert die Niederlande und ist nur noch einen Sieg vom Aufstieg entfernt

Der deutschen U16-Nationalmannschaft gelang in ihrer letzten Begegnung der Zwischenrunde auf Grund einer überragenden Leistung in der Offensive ein nie gefährdeter Erfolg über die Niederlande. Am Ende stand es für die von Alexandra Maerz trainierten Mädchen 73:35 (17:7, 23:9, 17:9, 16:10). Deutschland bleibt damit neben Italien die einzige ungeschlagene Mannschaft im Turnier und kann mit einem Sieg im Halbfinale gegen Slowenien den Aufstieg in die A-Gruppe klar machen.

Nachdem Israel sein letztes Spiel gegen die irische Auswahl mit 41:30 gewonnen hatte, stand für das Team von Alexandra Maerz fest: ein Sieg führt sie sicher ins Halbfinale, bei einer Niederlage von sechs oder mehr Punkten würde die Mannschaft im Vergleich mit Israel und den Niederlanden den letzten Platz einnehmen und der Traum vom Aufstieg würde platzen. Die deutschen Mädchen machten jedoch früh klar, dass sie sich hier auf keine Rechenspielchen einlassen wollten. Zwar gingen die ersten vier Würfe aus der Zweierdistanz daneben, doch zwei Dreier von Svenja Brunckhorst und Jenny Menz brachten die deutsche Mannschaft früh mit 6:2 in Führung. Es gelang, die Niederländerinnen zu vielen Fouls und Ballverlusten zu zwingen und so stand es nach zehn Minuten bereits 17:7. Insbesondere die Mainzerin Sarah-Marie Frankenberger überzeugte in der Verteidigung und konnte nach wenigen Sekunden im zweiten Viertel bereits ihren fünften Ballgewinn verbuchen. Die Deutschen trafen weiterhin ihre Würfe. Sieben Punkte in Folge binnen eineinhalb Minuten von Elina Stahmeyer, die in der ersten Hälfte aus dem Feld fehlerfrei blieb (5/5 FG), bescherte einen 38:14-Vorsprung, den bis dato höchsten der Partie. Mit einem komfortablen 40:16 ging es in die Pause. Das Team hatte diesen Zwischenstand einer Zweierquote von 54,1 Prozent sowie einer Trefferquote von 60 Prozent jenseits der Dreipunktelinie zu verdanken. Im Vergleich dazu traf die gegnerische Mannschaft nur 26,6 respektive 28,5 Prozent.

Im dritten Spielabschnitt setzte die Truppe von Headcoach Merz ihre Dominanz fort und konnte sich dabei auf eine geschlossene Mannschaftsleistung verlassen. Die stark aufspielende Sonja Greinacher sorgte mit einem Dreipunkt-Spiel Mitte des Viertels zum 49:18 für die Vorentscheidung. Vier Punkte in Folge von Finja Schaake machten den Pausenstand von 57:25 perfekt. Im letzten Viertel gab Alexandra Maerz schließlich allen Spielerinnen Spielzeit und wurde nicht enttäuscht. Der Vorsprung konnte sogar ausgebaut werden. Am Ende stand ein überragendes 73:35 zu Buche. Die deutschen Mädchen trafen sagenhafte 30 Würfe aus 55 Versuchen, darunter vier von neun Dreiern. Insgesamt war man den Niederländerinnen in allen Belangen überlegen. Die deutsche Mannschaft holte 18 Rebounds mehr (40:22) und verteilte den Ball besser (12:2 Assists). Sechs Spielerinnen erzielten auf deutscher Seite mindestens sieben Zähler, mit Sonja Greinacher (18 Punkte), Elina Stahmeyer (11) und Jenny Menz (12) punkteten drei von ihnen im zweistelligen Bereich. Kann das Team die gute Form konservieren und sich auch im Halbfinale am Samstag geschlossen präsentieren, steht einer Finalteilnahme und damit dem Aufstieg nichts im Wege.


Für Deutschland spielten:
Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 4), Sarah-Marie Frankenberger (ASC Theresianum Mainz, 7), Julia Gaudermann (TSV Grünberg), Sonja Greinacher (Foto, ETB SW Essen, 18), Mara Greunke (TV Langen, 2), Lara Farina Idelberger (NB Oberhausen, 4), Jenny Menz (TuS Jena, 12), Jana Meyer (BBZ Leverkusen), Finja Schaake (TSV Grünberg, 8), Elina Stahmeyer (Lehrster SV / BG Rotenburg Scheeßel, 11), Franziska Steiner (TS Jahn München, 9), Kathrin Wischnitzki (BBZ Leverkusen/ART Düsseldorf ).

Halbfinals:
Samstag, 4. August 2007, 17.45 h: Deutschland – Slowenien
Samstag, 4. August 2007, 20.00 h: Italien – Israel

Scouting unter www.fibaeurope.com (Spalte rechts mit allen Jugend-Europameisteschaften)

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