Universiadeteam dominiert weiter22. August 2017

Das deutsche Universiadeteam marschiert mit großen Schritten weiter in Richtung Universiade-Viertelfinale. Unter den Augen von DBB-Präsident Ingo Weiss gewann die deutsche Auswahl gegen Japan auch das dritte Spiel in Taipeh. Mit einem 97:59 (21:13, 24:17, 27:17, 25:12) bleibt die DBB-Mannschaft weiterhin ungeschlagen. Der beste deutsche Werfer, Johannes Richter (Oettinger Rockets, Foto), kam auf 18 Zähler.

DBB-Bundestrainer Mathias Fischer setzte mit Mahir Agva (Gießen 46ers), Andreas Obst (Oettinger Rockets), Johannes Richter (Oettinger Rockets), Dominic Lockhart (BG Göttingen) und Fabian Bleck (Eisbären Bremerhaven) auf die Starting-Five des gestrigen Siegs gegen Norwegen.

Mahir Agva eröffnete mit seinen zwei Zählern die deutsche Punktejagd (2:0, 1.). Wenig später war es dann auch der Gießener, der Johannes Richter in Szene setzte (4:2, 2.). In dieser Phase entwickelte sich die Partie zu einem munteren Spiel, bei dem beide Seiten abwechselnd trafen. So machte Ando nach einem Turnover von Obst das 6:6 nach drei Minuten. Mathias Fischer wird die hohe Zahl an Turnovers (bereits drei nach drei Minuten) wenig gefallen haben, so dass der deutsche Coach die erste Auszeit nahm. In der Folge musste Fischer dennoch mit ansehen, wie Japan erstmals in Führung ging (6:8, 4.). Ein erneuter Fehlpass, diesmal von Gloger lud Hara zum Dreier ein (8:11, 5.). Gloger machte kurz darauf seinen Fehler mit einem Zweier wieder gut, so dass Blecks Zweipunktwurf Deutschland die Führung zurückbrachte (12:11, 6.). Die Ungenauigkeiten auf deutscher Seite blieben, wurden aber jetzt nicht mehr so konsequent von den Asiaten bestraft. Durch zwei Freiwürfe von Stefan Ilzhöfer ging Deutschland mit einem 16:11 in die letzten drei Viertel-Minuten. Der Halbdistanzwurf zum 18:11 von Lukas Meisner baute diesen Vorsprung weiter aus. Die Adlerträger taten sich weiterhin gegen die aggressive Verteidigung der Japaner schwer, was sich auch in sechs Steals des Gegners zeigte. Nach zwei Grof-Freiwürfen ging es dennoch mit 21:13 in die erste Pause.

Zum Start des zweiten Viertels fand Deutschland zurück in sein Offensiv-Rhythmus. Meisner (vier Punkte) und Gloger brachten die erste zweistellige Führung (27:16, 12.). Jonas Grof konnte diese sogar noch mittels Jump-Shot zum 29:16 ausbauen. Doch nun wurde der Konkurrent aus Fernost wieder stärker. Masudas Dreipunktwurf schloss den zwischenzeitlichen 6:2-Lauf zum 31:22 (15.) ab. Dann bestach jedoch Robin Amaize mit zwei Dreiern innerhalb von nur 20 Sekunden (37:24, 16.). Das DBB-Team verpasste es in dieser Phase allerdings die eigenen Größenvorteile auszuspielen und ließ binnen zweier Minuten drei Rebounds der Japaner zu. In die letzten 180 Sekunden gingen die ING-DiBa-Korbjäger dann mit einem 39:26. Durch Zähler von Richter (vier) und Obst (zwei) stand es zur Halbzeit 45:30.

Nach dem Seitenwechsel kam Deutschland schnell zu Punkten. Mahir Agva (vier) und Johannes Richter (zwei) sorgten für einen guten Start ihrer Mannschaft in die zweite Hälfte (51:30, 23.). Nach zwei Zählern von Hiraiwa unterstrich Agva mit fünf weiteren Punkten, dass die DBB-Auswahl möglichst früh die Vorentscheidung herbeiführen wollte (56:32, 24.). Doch der Silbermedaillen-Gewinner von 2015 wollte es beim 11:2-Run nicht belassen. Im Anschluss an zwei Hara-Punkte, stockte Sid-Marlon Theis mit einem And one weiter auf (59:34, 5.). Nun schien bei Deutschland alles zu klappen und so markierte Johannes Richter den 18. deutschen Punkt nach sechs Minuten. Andos And one unterbrach nun etwas den Fluss des Favoriten (63:39). Tawatari und Theis kamen im Folgenden jeweils zum Treffer von jenseits der Dreierlinie, so dass es mit 44:42 in die letzten zweieinhalb Minuten des dritten Spielabschnitts ging. Hier ließen die Akteure aus der Bundesrepublik jedoch wieder etwas die Zügel schleifen, so dass der Gastgeber der Olympischen Spiele 2020 etwas verkürzen konnte (66:46, 29.). Lockhart und Theis beschlossen dann jedoch ein vor allem offensiv starkes drittes Viertel, so dass es beim Stand von 72:47 in die zehn Schlussminuten gehen konnte.

Wie in den Vierteln zuvor überraschte Deutschland die Japaner mit raschen Körben von Theis und Meisner (76:47, 31.). Nun nahm die DBB-Auswahl etwas das Tempo heraus, so dass es mit 80:54 in die fünf Schlussminuten ging. Elf Zähler in Reihe sorgten dann jedoch auch in diesem Viertel wieder für klare Verhältnisse. Durch einen starken Schlussspurt mit sechs Punkten innerhalb der letzten Minute verpasste die Mannschaft nur knapp ein dreistelliges Ergebnis. So gewann das Fischer-Team am Ende mit 97:59. Morgen bleibt den deutschen Universiade-Teilnehmern am Ruhetag dann etwas Zeit zur Erholung, bevor Donnerstag (11.30) und Freitag (9.00) mit Finnland und Kanada sicherlich höhere Hürden warten werden.

„Anfangs hatten wir Probleme mit dem unorthodoxen Spielstil der Japaner, aber mit zunehmender Dauer konnten wir das Spiel kontrollieren. Die morgige Spielpause wollen wir dazu nutzen, uns auf die wichtigen Spiele gegen Finnland und Kanada vorzubereiten“, kommentierte DBB-Bundestrainer Mathias Fischer das Spiel.

Für Deutschland spielten:
Mahir Agva (Gießen 46ers, 13), Robin Amaize (medi Bayreuth, 6), Fabian Bleck (Eisbären Bremerhaven), Till Gloger (Mitteldeutscher BC, 6), Jonas Grof (Phoenix Hagen, 10), Stefan Ilzhöfer (Römerstrom Gladiators Trier, 2), Dominic Lockhart (BG Göttingen, 6), Lukas Meisner (Columbia University/USA, 8), Andreas Obst (Oettinger Rockets, 8), Johannes Richter (Oettinger Rockets, 18), Sid-Marlon Theis (WALTER Tigers Tübingen, 16), Maximilian Ugrai (Science City Jena, 4).

Das Team wird betreut von Delegationsleiter Prof. Lothar Bösing, Bundestrainer Mathias Fischer, Assistenztrainer Boris Kaminski und Physiotherapeut Dirk Eisenburger.

Spieltermine Universiade (dt. Zeit)
Do., 24. August 2017, 11.30 Uhr: Deutschland – Finnland
Fr., 25. August 2017, 9.00 Uhr: Deutschland – Kanada (Livestream)

So., 27. August 2017: Viertelfinale
Mo., 28. August 2017: Halbfinale, Platzierungsspiele
Di., 29. August 2017: Finale, Platzierungsspiel

Weitere Infos zur Universiade unter www.2017.taipei/home

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