A2-Team muss Auslandsreise abbrechen15. Juni 2004

Fast die komplette Delegation erkrankt

Die deutsche A2-Nationalmannschaft der Herren musste ihre Auslandsreise nach dem Turnier in Myjawa/Slowakische Republik abbrechen und auf die zwei geplanten Länderspiele gegen die Türkei in Istanbul verzichten. Viele Spieler und der komplette Betreuerstab um Bundestrainer Berthold Bisselik (Foto) hatten sich mit einem Magen-Darm-Virus infiziert. Dadurch war die Mannschaft so geschwächt, dass eine Weiterreise nach Istanbul nicht möglich war und die Gesundheit der Spieler gefährdet hätte.

„Das ist natürlich ein unerfreuliches Ende für diesen Sommer mit der A2. Alle waren hochmotiviert und hätten gerne noch in der Türkei gespielt. Dennoch haben uns die vergangenen Wochen weiter gebracht“, sagte Berthold Bisselik nach seiner Rückkehr. Viele Absagen aus Studien- oder Verletzungsgründen musste der Bundestrainer bereits im Vorfeld der A2-Maßnahmen hinnehmen. Letztlich stand nur ein dünner Kader zur Verfügung, der sich aber schnell als homogene und willige Gruppe erwies. Ursprünglich sollte Henrik Rödl als Assistenztrainer fungieren, musste aber wegen seiner Playoff-Verpflichtungen absagen, so dass Hansi Gnad einsprang.

„Der Lehrgang in Rotenburg an der Fulda war sehr gut. Alle Spieler waren sehr lernbereit, und ich denke, dass es allen Spaß gemacht hat“, so Berthold Bisselik. Auch hier musste mit Rouven Rössler von der BG Iceline Karlsruhe ein Spieler erkrankt abreisen.

In Myjawa musste sich die DBB-Auswahl dann mit einer ganzen Reihe A-Kader-Spieler in den Reihen der Gegner messen. Gegen Tschechien (59:89) hielt man drei Viertel lang gut mit, ehe die Tschechen ihre größere Erfahrung und Körperlichkeit ausspielen und professionell die deutschen Fehler ausnutzen konnten.

Gegen die Slowakische Republik zeigte die deutsche Mannschaft eine glänzende Vorstellung und hielt die Partie bis in die Schlusssekunden ganz eng. Letztlich musste man in eine 64:70-Niederlage einwilligen. Die Begegnung gegen Schweden hätte man dann gewinnen müssen, doch bei den meisten Spielern zeigten sich bereits die Symptome der Viruserkrankung (die traf alle teilnehmenden Mannschaften). Das 3. Viertel (12:27) wurde total „in den Sand gesetzt“, doch dennoch gab es am Ende noch Siegchancen für das DBB-Team Endstand (74:81).

„Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und sind gut mit den widrigen Umständen umgegangen. Trotz der vielen Absagen sind wir mit breiter Brust in die Spiele gegangen und haben uns gut verkauft“, meinte Berthold Bisselik abschließend.

Folgende Spieler waren dabei:

Waldemar Buchmiller (Gießen 46ers, 2 Punkte gegen Tschechien, 3 Punkten gegen die Slowakische Republik, 3 Punkte gegen Schweden(8 Punkte gesamt)
Felix Czerny (TSG Humana Ehingen, 2/0/0/2)
Robert Dill (University Lafayette/USA, n.e./0/2/2)
Hendrik Feist (Universitiy of New York/Stonybrook/USA, n.e./0/2/2)
Lars Grübler (Bayer Giants Leverkusen, 10/7/6/23)
Johannes Herber (West Virginia University/USA, 5/18/18/41)
Sascha Leutloff (ALBA Berlin/TUS Lichterfelde, 7/7/7/21)
Jan Lipke (BS|ENERGY Braunschweig, 1/0/7/8)
Dirk Mädrich (BS/ENERGY Braunschweig, 13/11/6/30)
Christopher McNaughton (Bucknell University/USA, 7/0/n.e./7)
Marius Nolte (Paderborn Baskets, 2/n.e./2/4)
Johannes Strasser (RheinEnergie Köln, 9/13/18/40)
Daniel Strauch (EWE Baskets Oldenburg, 1/5/3/9).

Weitere News

22. September 2017

Erklärung der FIBA:

"Weltweiter Wettkampf-Kalender wird sich nicht für zwei Euroleague-Spieltage ändern"

21. September 2017

Der EM-Sommer in der 360° Ansicht

Das DBB-Team zum Anfassen nah

20. September 2017

Bundesjugendlager 2017: Leistungsschau der Talente

Rund 200 Spielerinnen und Spieler präsentieren sich