A2-Herren verlieren gegen Australien30. Juni 2013

Die deutsche A2-Nationalmannschaft hat beim Stankovic-Cup in Lanzhou / China den zweiten Sieg verpasst. Das DBB-/adh-Studenten-Team von Bundestrainer Olaf Stolz unterlag am heutigen Nachmittag mit 64:79 (22:24, 10:20, 8:17, ) gegen Australien. Nach dem morgigen Ruhetag trifft Deutschland, das sich in China auf die Universiade in Kasan/Russland vorbereitet (6.-17. Juli), am Dienstag auf Puerto Rico. Heute waren Mathis Mönninghoff (13 Punkte) sowie Till-Joscha Jönke (Foto) und Tony Canty (beide elf Punkte) beste Werfer für die deutsche Mannschaft, die auf Grund eines Magen-Darm-Infekts mit einer Not-Besetzung antrat.

Ole Wendt, Konstantin Klein und Jonas Wohlfarth-Bottermann fielen für die heutige Partie aus, sodass Bundestrainer Olaf Stolz mit Till-Joscha Jönke, Mathis Mönninhoff, Malte Ziegenhagen, Stefan Schmidt und Johannes Voigtmann begann. Zwischen den beiden Mannschaften entwickelte sich schnell eine muntere und abwechslungsreiche Partie, die nach vier Spielminuten leistungsgerecht ausgeglichen war (7:7). Schmidt besorgte nach schönem Anspiel von Wendt die 11:10-Führung, die allerdings im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts mehrfach wechselte. Deutschland erspielte sich offensiv gute Wurfchancen, haderte allerdings erneut mit der Trefferquote und so blieb es eine enge Begegnung. Die australische Mannschaft zeigte sich aus der Distanz äußerst treffsicher und stellte die deutsche Mannschaft so vor Probleme. Nach zehn Minuten stand es nach Freiwürfen und einem sehenswerten Buzzerbeater von Jönke 22:24.

Mit dem Momentum des Buzzerbeaters im Rücken gelang es den DBB-/adh-Herren, nun etwas souveräner zu agieren. Doch die optische und spielerische Überlegenheit konnte die deutsche Mannschaft nicht in Punkte ummünzen. Voigtmann machte unter den Körben ein gutes Spiel, bekam aber von seinen Kollegen auf den kleinen Positionen nicht ausreichend Unterstützung. Australien hingegen spielte effektiver und blieb so zunächst in Führung (26:31, 16. Min.). Cantys Punkte von der Freiwurflinie waren in dem defensivgeprägten zweiten Viertel immens wichtig – wurden allerdings direkt aus der Distanz gekontert, sodass sich Deutschland zwei Minuten vor der Halbzeitpause mit dem 28:38 konfrontiert sah. Mönninghoffs Distanzwurf war eines der wenigen offensiven Highlights der zweiten Viertels, das Deutschland verlor und somit der Rückstand vor dem Seitenwechsel weiter anwuchs (32:44).

Beide Mannschaften taten sich nach dem Wiederanpfiff zunächst schwer: Austalien punktete nach zwei Minuten als erstes Team wieder, danach traf aber auch der stark aufspielende Jönke für Deutschland (34:46, 23. Min.). Die Spieler von Bundestrainer Stolz zeigten nun besseren kämpferischen Einsatz, waren näher an ihren Gegenspielern, doch Australien gelang es immer wieder, sich zu befreien und wichtige Rebounds zu greifen. Zudem trafen die Ozeanier traumwandlerisch sicher von jenseits der Dreipunktelinie und erstickten so alle Hoffnungen des DBB-/adh-Teams im Keim. Deutschland versuchte, die australischen Spieler mit einer Ganzfeldpresse unter Druck zu setzen, doch auch unter Bedrängnis fielen die Würfe gegen das Stolz-Team. Vor Beginn der finalen zehn Minuten war die Begegnung vorentschieden: 40:61.

Mönninghoffs Freiwürfe eröffneten das vierte Viertel aus deutscher Sicht; Peter Zeis legte ein Dreipunktspiel nach. Florian Koch agierte aufmerksam in der Verteidigung und auf einmal stand es nur noch 47:64 aus deutscher Sicht. Folglich nahm der australische Trainer umgehend eine Auszeit, um den Spielfluss der deutschen Mannschaft zu stoppen. Doch auch nach der Unterbrechung taten sich die drei Viertel lang so souverän auftretenden Australier schwer: Schmidt traf von der Linie und auch defensiv gelangen Deutschland nun einige Stops. Mönninghoff traf eiskalt aus der Distanz, was zur erneuten Auszeit der Australier führte (53:66, 34. Min.). Nach dieser hatten die Australier ihre Wurfstärke wiedergefunden: zwei Distanztreffer hintereinander taten aus deutscher Sicht weh. Drei Minuten vor Spielende hatte sich Australien wieder deutlich abgesetzt: 53:79 stand es gegen die deutschen Korbjäger, die sich am Ende in die dritte Niederlage beim Stankovic-Cup fügen mussten. Dennis Kramer sorgte für den Endstand und traf aus der Distanz zum 64:79. Nach dem morgigen Ruhetag steht am Dienstag um 15.30 Uhr deutscher Zeit die letzte Vorrunden-Partie gegen Puerto Rico an.

Bundestrainer Olaf Stolz bilanzierte nach der Partie: “Natürlich war es heute ein schweres Spiel für uns, da wir mit einer kleinen Rotation agieren mussten. Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen; gefühlt haben alle Offensiv-Rebounds, die Australien bekommen hat, auch zu Punkten geführt. Hinzu kam die sehr gute Trefferquote Australiens von der Dreipunktelinie (47 Prozent). Ich bin aber dennoch zufrieden mit der guten Moral, die meine Mannschaft gezeigt hat. Unter schwierigen Bedingungen hat sie einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und nie aufgegeben. Wir werden den morgigen Ruhetag zur Regeneration nutzen, aber trotzdem unsere Trainingseinheit wahrnehmen, um am Dienstag gegen Puerto Rico dann hoffentlich wieder vollzählig spielen zu können.”

Für Deutschland spielten:
Anthony Canty (wechselt von den Eisbären Bremerhaven zu TBB Trier, 11), Till-Joscha Jönke (BG Illertal-Weißenhorn/ratiopharrm Ulm, 11), Florian Koch (Telekom Baskets Bonn, 2), Konstantin Klein (FRAPORT SKYLINERS), Stefan Schmidt (wechselt von Bayreuth zu TBB Trier, 9), Mathis Mönninghoff (TBB Trier, 13), Dennis Kramer (University of San Diego/USA, 6), Peter Zeis (medi Bayreuth, 3), Ole Wendt (Phoenix Hagen), Jonas Wohlfarth-Bottermann (wechselt von den Telekom Baskets Bonn zu ALBA Berlin), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS, 9) und Malte Ziegenhagen (Hawai Pacific University/USA).

Weiteres Spiel beim Stankovic Cup (deutsche Zeit)
Dienstag, 2. Juli 2013, 15.30 Uhr: Deutschland – Puerto Rico

Weitere Informationen zum Stankovic Cup (Überwiegend in chinesischer Schrift): bscup.sina.com.cn

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