A2-Herren: Spiel gegen Angola abgebrochen14. Juli 2007

Schiedsrichter waren hoffnungslos überfordert

Deutschland A2 – Angola (15:23, 21:9, 17:21, 4:2) – 8 Minuten vor Spielende abgebrochen.

Wie bereits im ersten Spiel zwei Tage zuvor spielte die Deutsche Mannschaft erneut auf sehr hohem Niveau. Beide Teams waren sehr motiviert – Angola wollte nach dem mageren 5-Punkte-Sieg vor zwei Tagen diesmal zeigen, dass sie als Achtelfinalist der letzten WM das B-Team Deutschlands deutlich besiegen kann und startete dementsprechend stark (10. Minute – 23:15). Mit zunehmender Spielzeit und intensivstem Einsatz verkürzte Deutschland den Rückstand und ging zur Pause sogar mit 36:32 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel ging das Spiel auf hohem Niveau weiter. Jeder Ball war umkämpft. Auch Mitte des 3. Viertels lag Deutschland sensationell vorne (43:35), vor dem Schlussviertel war das Spiel völlig offen (53:53). Gordon Geib, Heiko Schaffartzik und Sebastian Betz (in seinem ersten Spiel im A2-Programm) drückten dem Spiel im Angriff ihren Stempel auf und versenkten mit variablem Angriffsspiel zahlreiche Würfe. Das gesamte Team verteidigte intensiv auf höchstem Niveau und machte es den Angolanern sehr schwer gute Würfe zu bekommen.

Leider waren auch in diesem Spiel die beiden Schiedsrichter völlig überfordert. Bereits in den ersten beiden Spielen gegen Angola und das JM-Sports-Team lag die Härte weit über dem Erlaubten. Schon dort war die Verletzungsgefahr hoch, so dass Deutschland den Ausrichter gebeten haben qualifizierte Schiedsricher, die dem Niveau der Begegnung entsprechen, anzusetzen. Dies blieb jedoch aus.

Das Spiel wurde zunehmend härter und unfairer. Selbst klare Tätlichkeiten auf beiden Seiten wurden nicht geahndet. Die Situation eskalierte zu Beginn des 4. Viertels, als selbst Faustschläge seitens der Angolaner direkt vor den Augen der Schiedsrichter nicht geahndet wurden.

Bundestrainer Frank Menz (Foto) sah sich nach Rücksprache mit Delegationsleiter Jochen Buschke gezwungen, sein Team acht Minuten vor Schluss beim Stand 57:55 für Angola vom Feld zu nehmen und das Spiel abzubrechen. Es galt die eigenen Spieler zu schützen. Bereits mehrfach hatte man die Schiedsrichter gebeten, die übertriebene Härte aus dem Spiel zu nehmen – leider ohne Erfolg.

Am Sonntag steht noch ein abschließender Vergleich mit dem JM-Sports-Team an.

Deutschland:
Hendrik Feist (dnp) , Sebastian Barth (dnp) , Gordon Geib (11), Philip Zwiener (4), Heiko Schaffartzik (17), Flavio Stückemann (0), Sebastian Betz (7), Yassin Idbihi (4), Moritz Wohlers (2), Jermain Raffington (6), Fabian Böke (dnp), Max Weber (4)

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